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Monographie Kein Zugriff

Symbolische Metamorphosen

Eine problemgeschichtliche Studie zur politischen Epistemologie der Sozialpädagogik
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Das ›Soziale‹ ist eine politisch und theoretisch fragwürdige Kategorie. Zwar bildet es den zentralen Knotenpunkt der historisch-politischen Formierung des Wohlfahrtsstaatlichen Arrangements und seiner (sozial-)pädagogischen Institutionen. In der (neueren) politischen Philosophie und Theorie wird es jedoch wenn überhaupt dann zumeist als Gegenpart der Politik bzw. des Politischen thematisiert. Folgt man diesem Deutungsmuster, dann müsste die gegenwärtig vielfach thematisierte »Erosion«, »Verflüssigung« oder stärker noch »der Tod des Sozialen« (Baudrillard) positiv – nämlich als Freisetzung des Politischen – aufgefasst werden. So schlüssig diese Interpretation auf den ersten Blick zu sein scheint, sie wirft doch einig Fragen auf. Allzumal die unter dem Stichwort ›Postdemokratie‹ firmierenden Gegenwartsanalysen lassen eine einfache Politisierungsannahme zweifelhaft erscheinen und rufen zu einer neuen Reflexion des Verhältnisses von Sozialem und Politischem auf. Eben hier setzt die Argumentation der vorliegenden Untersuchung an: In der Auseinandersetzung mit Denkern wie Jacques Rancière, Claude Lefort und Jacques Lacan wird eine erkenntnistheoretische Perspektive entwickelt, die das Verhältnis zwischen Sozialem und Politischem nicht auf den Modus der Gegnerschaft beschränkt, sondern zeigen kann, dass beide in einem sehr viel komplexeren Verhältnis vermittelt sind. Ganz in diesem Sinne widmet sich der zweite – problemgeschichtlich ausgerichtete – Teil des Buches der historischen Genese und Tiefenstruktur des Verhältnisses von Sozialem und Politischem in den sozialpädagogischen Wissensformen des 20. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Rekonstruktion der epistemologischen Voraussetzungen, unter denen das Politische im Sozialen wirksam wurde und eine Versteinerung der sozialen Ordnung verhinderte. Das Buch zielt darauf, einen neuen Zugang zur Frage nach dem ›politischen Potential‹ der Sozialpädagogik zu gewinnen. Es leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zu den aktuellen Auseinandersetzungen im Feld der politischen Theorie und der Bildungsphilosophie.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-95832-092-5
ISBN-Online
978-3-8452-8092-9
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
300
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Danksagung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
    1. Sozialpädagogik und Politik: Zwei Begründungen Kein Zugriff
    2. Paradoxien der Politisierung: ›Rückkehr des Politischen‹ und ›Postdemokratie‹ Kein Zugriff
    3. (Interimistische) Fragestellung und Vorgehen Kein Zugriff
      1. Die Verlegenheit der (Post-)Demokratie Kein Zugriff
      2. Kritik des ›reinen‹ Politischen Kein Zugriff
      1. Die ›ursprüngliche‹ Teilung Kein Zugriff
      2. Permanenz des Theologisch-Politischen und ›Erfindung‹ des Sozialen Kein Zugriff
      3. Versuch einer dritten Position Kein Zugriff
      4. Getrennt und Inniglich« – das (formale) Verhältnis von Symbolischem und Imaginärem in der französischen Psychoanalyse Kein Zugriff
      5. Die Spur verliert sich Kein Zugriff
      1. Ausgangspunkt: Die Tragödie im Sittlichen Kein Zugriff
      2. Philosophie als Radikalwissenschaft: die Verteidigung des Idealismus gegen den Idealismus (Kant gegen Hegel) Kein Zugriff
      3. Natorps kritischer Begriff des Allgemeinen – Die Berührung von Mangel und Totalität Kein Zugriff
      4. Die politisch-pädagogische Konkretion der Idee: Natorps Begriff der Gemeinschaft als ›Sein‹ des Sollens Kein Zugriff
      5. Abschließende Betrachtungen: Gemeinschaft als Kreuzungspunkt von Politik, Ethik und Pädagogik Kein Zugriff
      6. Der Staatsorganismus (Herman Nohl) Kein Zugriff
      7. Ausgangspunkt: Erosion bürgerlicher Denkformen und Kulturalisierung des Antagonismus Kein Zugriff
      8. Die (Diltheysche) ›Umdrehung‹ des Gesetzes: ›Leben‹ als Objekt und Subjekt der Erkenntnis Kein Zugriff
      9. Die Ontologisierung: Leben als ›Remedium‹ der Geschichte Kein Zugriff
      10. Im ›Verkörperungsgetriebe‹ – die Nation als sozialpädagogisch aktivierte Willensgemeinschaft Kein Zugriff
      11. Abschließende Betrachtungen: Verleugnung und Rückkehr des symbolischen Politischen Kein Zugriff
      12. Die industrielle Gesellschaft (Klaus Mollenhauer) Kein Zugriff
      13. Ausgangspunkt: die ›Wahrheit der Falschheit‹ – ideologiekritische Aussetzung der (genealogischen) Gemeinschaft Kein Zugriff
      14. Widersprüchliche ›Begründungen‹: das Konfliktpostulat und die Entzeitlichung des Realen Kein Zugriff
      15. Die Wiederaufnahme der transzendentalen Fragestellung. Mit der Diskursethik von Kant zu Hegel und zurück Kein Zugriff
      16. Die Wiederentdeckung der Geschichtlichkeit – eine Abwesenheit stellt sich ein Kein Zugriff
      17. Abschließende Betrachtungen: Der uneingelöste (Neu-)Beginn Kein Zugriff
  3. Zurück zum ›Ursprung‹: Plädoyer für die Erneuerung einer (quasi-) transzendentalen Theorie der Sozialpädagogik Kein Zugriff Seiten 271 - 282
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 283 - 300

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