
Fragilität
Konturen einer Semantik- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Warum wirkt heute alles fragil? Das Buch beleuchtet in der Beschäftigung mit Literatur, Ästhetik und Gesellschaft die Risiken und Reize des Fragilen und erkundet die Semantik der Zerbrechlichkeit. fragil ›Adj.‹ [lat. fragilis, zu: frangere, Fraktion] (geh.): zerbrechlich, zart. Als Semantik sozialer Selbstbeschreibungen erlebt das ›Fragile‹ gegenwärtig eine Konjunktur. ›Fragil‹ ist gleichermaßen geeignet, Frieden, Glaube, Schönheit, Ordnung, Leben oder Glück zu beschreiben oder Bündnisse, Beziehungen, Erfolge oder Währungen zu beurteilen. Moderne Gesellschaften stellen sich und ihre Ordnung mit dieser Semantik als verletzlich, unsicher, erschüttert und vergänglich dar. Oft spiegeln sich darin politische oder kulturelle Konflikte, die vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage stellen. Fragilität hat zudem eine seltener beachtete, ästhetische Komponente. Einerseits fällt unter ›fragil‹ die Ästhetik des Feinen, Filigranen oder Zarten, das dem Prosaischem des Alltags gegenübersteht. Andererseits dient das Fragile – in der Literatur oder Performancekunst, im Film oder im Theater – als Ressource ästhetischer Verfahren, die auf eine Irritation der Wahrnehmung und auf Formen der Kritik abzielen. Alles, was sich als zerbrechlich, zart, vergänglich oder fein erweist, fordert einen sorgsamen und behutsamen Umgang heraus. Das Fragile muss gepflegt werden – mit philologischer Zuwendung und theoretischer Raffinesse.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5987-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8907-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 449
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Fragilität. Annäherungen an die Konturen der Semantik Kein Zugriff Seiten 11 - 30Autor:innen: | |
- Fragile Universität. Literarische Universität Kein Zugriff Seiten 33 - 44Autor:innen:
- Schillers Lärmspiel. ›Wallensteins Lager‹ oder: Parasiten-Epistemologie Kein Zugriff Seiten 45 - 56Autor:innen:
- »Paradoxomanie«. Über fragile Ordnungen des Wissens Kein Zugriff Seiten 57 - 68Autor:innen:
- Fragile Frauenliteratur. Multifaktorielle Modellierung von Dekanonisierung am Beispiel der Dorfgeschichte ›Die Lehnspflichtigen‹ von Louise Otto(-Peters) Kein Zugriff Seiten 69 - 88Autor:innen:
- Wir Idioten? Wir Narren! Von den Stabilisierungsbemühungen der Geisteswissenschaften Kein Zugriff Seiten 89 - 98Autor:innen:
- Lesen verstehen Kein Zugriff Seiten 99 - 110Autor:innen:
- »Politik als Beruf«. Kommunikative Ressourcen der Bürgermeisterkommunikation im Angesicht bedrohter Stabilität Kein Zugriff Seiten 113 - 126Autor:innen:
- Fragile Grundrechte? Verfassungsrechtliche Fragen am Beispiel der Kunstfreiheit Kein Zugriff Seiten 127 - 136Autor:innen:
- Stabilisierung des Fragilen. Uwe Tellkamps literarische Geopolitik Kein Zugriff Seiten 137 - 146Autor:innen:
- Der Geisterbeamte am Schreibtisch. Über Robert Musils ›Der Mann ohne Eigenschaften‹ und das »Ministerium des Äußern« Kein Zugriff Seiten 147 - 158Autor:innen:
- Zwischen Heft und Taschenbuch. Das Taschenheft als ein neues Format im Heftromansegment seit den 1970er Jahren Kein Zugriff Seiten 161 - 174Autor:innen:
- »Wer weiß denn zeitaktuell überhaupt noch was wahr ist und was erfunden?« Zur Rezeption des Youtube-Kanals »Mythen-Metzger«. Entdifferenzierung oder Ausdifferenzierung von Literatur? Kein Zugriff Seiten 175 - 186Autor:innen:
- Fragiles Verstehen. Kippfiguren in Social Media Kein Zugriff Seiten 187 - 196Autor:innen:
- (Un)gepflegte Beachtung. ›Metas‹ aktualisierte Moderationsverfahren als Beispiel der Transformationen des Populären Kein Zugriff Seiten 197 - 208Autor:innen:
- Populäre Partizipationsversprechen. Marvel Comics und die Emergenz des ›Hip Consumerism‹ in den 1960er Jahren Kein Zugriff Seiten 209 - 222Autor:innen:
- Der pissende Ganymed. Zur Ästhetik des Fragilen Kein Zugriff Seiten 225 - 238Autor:innen:
- Das Splittern der Sprache. Zu Esther Kinskys Gedichtband ›Schiefern‹ Kein Zugriff Seiten 239 - 254Autor:innen:
- Positionierte Fragilität. Überwachung, Angst und Schreiben bei Christa Wolf und Herta Müller Kein Zugriff Seiten 255 - 272Autor:innen:
- Zeit für Konjunkteure. Unsolide Existenzen in Gabriele Tergits Zeitungsprosa und in ihrem ›Käsebier‹-Roman Kein Zugriff Seiten 273 - 288Autor:innen:
- Spaltung und Assoziation. Fragilität bei Hugo von Hofmannsthal und J. M. Coetzee Kein Zugriff Seiten 289 - 302Autor:innen:
- Leben auf Probe. Rückschau aufs Glück der »digitalen Bohème« – mit Polleschs ›Kill your Darlings!‹ Kein Zugriff Seiten 303 - 314Autor:innen:
- »Das Fragilste als das Stärkste«. Adorno (und Heidegger) über George Kein Zugriff Seiten 315 - 328Autor:innen:
- Theory Wizard. The Pinball Machine, According to Marshall McLuhan Kein Zugriff Seiten 329 - 336Autor:innen:
- Fragile Erscheinungswelt Kein Zugriff Seiten 337 - 342Autor:innen:
- Fragile Polypen. Überlegungen zu einem Süßwasserwesen in Georg Büchners ›Woyzeck‹ Kein Zugriff Seiten 345 - 350Autor:innen:
- Die kalte Kammer Kein Zugriff Seiten 351 - 358Autor:innen:
- Wohnen als Existenzform. David Schalkos ›Was der Tag bringt‹ Kein Zugriff Seiten 359 - 370Autor:innen:
- Der kotzende Mops. Fragile ›NaturKultur‹ und Ästhetik Kein Zugriff Seiten 371 - 382Autor:innen:
- Palermo. Annäherungen an eine Stadt Kein Zugriff Seiten 383 - 398Autor:innen:
- PLUS ULTRA. Lektüre eines Möbels Kein Zugriff Seiten 399 - 404Autor:innen:
- Volatile Zeiten – volatile Düfte? Eine parfümästhetische Re-Evaluation von Volatilität Kein Zugriff Seiten 405 - 418Autor:innen:
- Montaignes Selbstanalysen. Fragilität als ›condition humaine‹ der Neuzeit Kein Zugriff Seiten 419 - 434Autor:innen:
- Zuerst die Schuhe, dann der Kopf. Bergwandern mit Thomas Bernhard Kein Zugriff Seiten 435 - 448Autor:innen:





