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Monographie Kein Zugriff

Ärzte mit der Zunge

Leckende Hunde in der europäischen Literatur. Von der patristischen Exegese des Lazarus-Gleichnisses (Lk. 16) bis zum "Romanzero" Heinrich Heines
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Hundezungen heilen Wunden: Nicht zuletzt aufgrund dieser medizinischen Funktion war die Zunge der Hunde in der älteren Literatur oft Metapher für die Sprache der Menschen. Vor allem die Hunde, die nach dem Evangelium die Wunden des armen Lazarus leckten, konnten auf das tröstende (,heilende‘) Sprechen von Predigern und Beichtvätern bezogen werden. Ein Gegenbild dazu ließ sich im Bellen und Beißen finden, wenn es um Tadel und Mahnung (etwa Ketzern gegenüber) ging. Sah man von der Heilwirkung des Hundeleckens ab, dann wurde meist die ,hündische‘ Schmeichelei kritisiert: eine der traditionellen ,Sünden der Zunge‘. Mit dieser Bedeutungsambivalenz der Hundezunge problematisiert ein spätes Gedicht Heines (,Jehuda ben Halevy‘) die Leistungen der (modernen) Poesie.

Schumachers durch Literaturbeispiele und Bildzeugnisse reich dokumentierter Essay präsentiert ein etwas abgelegenes, doch höchst reizvolles Motiv aus der Metaphorik der ,Mündlichkeit‘. Zugleich leistet er einen kleinen komparatistischen Beitrag zur Anthropologie der Tiere in der europäischen Literatur.

 

Inhaltsverzeichnis

I. Das Naturwissen von der Heilwirkung des Hundeleckens

II. Die Hundezunge als Metapher des menschlichen Sprechens

III. Die Hunde des Lazarus und die Prediger

IV. Lecken und/oder Bellen und Beißen

V. Kritik an schlechten Priestern

VI. Schmeichelndes Lecken heilt nicht

VII. Die Wunde des Dichters und der leckende Hund

Abbildungsverzeichnis

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-89528-310-9
ISBN-Online
978-3-8498-1409-0
Verlag
Aisthesis, Bielefeld
Sprache
Deutsch
Seiten
89
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
  2. I. Das Naturwissen von der Heilwirkung des Hundeleckens Kein Zugriff Seiten 7 - 9
  3. II. Die Hundezunge als Metapher des menschlichen Sprechens Kein Zugriff Seiten 10 - 26
  4. III. Die Hunde des Lazarus und die Prediger Kein Zugriff Seiten 27 - 39
  5. IV. Lecken und/oder Bellen und Beißen Kein Zugriff Seiten 40 - 58
  6. V. Kritik an schlechten Priestern Kein Zugriff Seiten 59 - 65
  7. VI. Schmeichelndes Lecken heilt nicht Kein Zugriff Seiten 66 - 73
  8. VII. Die Wunde des Dichters und der leckende Hund Kein Zugriff Seiten 74 - 83
  9. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 84 - 84
  10. Register Kein Zugriff Seiten 85 - 89

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