Die Sprache des Krieges
Zur diskursiven Ermöglichung präventiver Kriegsführung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Politische Entscheidungen sind abhängig von Diskurs und Sprache. Kriege im Allgemeinen und Präventivkriege im Besonderen sind keine Ausnahme. Insbesondere in der Kriegsursachenforschung ist diese konstruktivistisch-poststrukturalistische Erkenntnis weitestgehend ignoriert worden. Dass soziale Faktoren, wie sprachlich-narrative Struktur des Diskurses und die sprachlich konstituierte Risikodimension die entscheidende Rolle spielen, kann am Vergleich zwischen zwei Präventionsdiskursen gezeigt werden: Zwischen 1946 und 1954 wurde in den USA ein intensiver Präventionsdiskurs geführt, um das nukleare und später das thermonukleare Monopol zu erhalten; das Ergebnis waren jedoch Abschreckungsstrategien und das Paradigma der „Eindämmung“. Zwischen 2001 und 2003 hingegen führte der Diskurs zum Krieg gegen den Irak. Die Diskursanalyse zeigt die sprachlichen Strukturen auf, die den Handlungsraum für Kriegsentscheidungen öffnen. Sie hat darüber hinaus einen normativen Vorteil gegenüber strukturellen Ansätzen, denn sie verweist die Verantwortung für Entscheidungen zurück an die politischen Akteure und die Gesellschaft, anstelle von anonymen Strukturen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6607-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3276-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 284
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 10
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 13 - 14
- Sprache und Krieg Kein Zugriff Seiten 15 - 17
- Erkenntnisinteresse und Forschungsbeitrag Kein Zugriff Seiten 17 - 20
- Diskursanalyse und Vorgehensweise Kein Zugriff Seiten 20 - 21
- Realismus und die Logik der Prävention Kein Zugriff Seiten 21 - 28
- Die Krise der Präventivkriegsforschung Kein Zugriff Seiten 28 - 31
- Der Sozialkonstruktivismus Kein Zugriff Seiten 31 - 38
- Kritik am Sozialkonstruktivismus – Die Sprache der Politik und die Narrative Konstruktion der Realität Kein Zugriff Seiten 38 - 48
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 48 - 49
- Der Fall Caroline – Normativität und Legitimität von Präemption Kein Zugriff Seiten 49 - 52
- Der Peloponnesische Krieg – Paradigma für die Prävention Kein Zugriff Seiten 52 - 55
- Prävention als Präemption – politische Funktion und Folgen eines Sprechaktes Kein Zugriff Seiten 55 - 56
- Kapitel 2. Sicherheit, Präventivlogik und die Performative Kraft des Präventionssprechaktes Kein Zugriff Seiten 56 - 58
- Kapitel 3. Prävention als Risikostrategie – Akteure unter Risiko und das soziale Framing von Entscheidungen Kein Zugriff Seiten 58 - 59
- Kapitel 4. Das Nukleare Monopol und die Präventionsgefahr 1946-1955 Kein Zugriff Seiten 59 - 60
- Kapitel 5 Die Normalität des Ausnahmezustands. War on Terror und der Krieg gegen den Irak 2003 Kein Zugriff Seiten 60 - 61
- Kapitel 6 Zur Sprachlichen Konstruktion des Präventivkrieges Kein Zugriff Seiten 61 - 62
- Securitization und die sprachliche Konstruktion von Sicherheit Kein Zugriff
- Sicherheits- und Gewaltnarrative als Konstitutive des Staates Kein Zugriff
- Sicherheit – die historische Genese einer Begrifflichkeit Kein Zugriff
- Die Präventionslogik als Soziale Konstruktion Kein Zugriff
- Die Performative Kraft Historischer Zitate Kein Zugriff
- Der Präventionssprechakt als Risikostrategie – Konnotationen und Konsequenzen Kein Zugriff
- Sicherheits- und Präventionssprechakt als Analogien Kein Zugriff Seiten 92 - 94
- Erfolgsfaktoren des Präventionssprechaktes Kein Zugriff
- Die Logik der Prävention – Semantische Form von Epistemischer und Deontischer Modalität des Präventionssprechaktes Kein Zugriff
- Prospect Theory I – Grundlagen Kein Zugriff
- Prospect Theory in den Internationalen Beziehungen Kein Zugriff
- Prospect Theory II – Die sozio-logische Dimension Kein Zugriff
- Von der atomistischen Einzelentscheidung zur Sozialen Konstruktion Kein Zugriff
- Zusammenfassung und Zwischenbilanz Kein Zugriff
- Von Sprache und Denken – Zur kognitiven Dimension des Diskurses Kein Zugriff Seiten 124 - 131
- Sprache und Kognition in Wechselbeziehung – Ein Lösungsansatz für bisherige Methodenprobleme bei der Anwendung von Prospect Theory Kein Zugriff
- Präventionssprechakt und Verlustaversion von Akteuren – Ein zusammengesetztes Analysemodell Kein Zugriff
- Methode der Diskursanalyse Kein Zugriff Seiten 139 - 141
- Durchführung Kein Zugriff Seiten 141 - 141
- Der Präventionsgedanke im Nachkriegsamerika – Ein kurzer Abriss der bisherigen Forschung Kein Zugriff
- Textauswahl – Kriterien für die Diskursanalyse Kein Zugriff
- Die Genese der Sowjetischen Bedrohung – Der Diskurs ab 1946 Kein Zugriff
- Die Stabilisierung des Bedrohungskontexts in der Führungselite 1947-1954 Kein Zugriff
- Die Stabilisierung des Bedrohungskontextes in den Policy-Dokumenten Kein Zugriff
- Die Grundlagen der US-Strategie – NSC 20/4 und NSC 30 Kein Zugriff
- Das Motiv der Zeitverknappung und die Diversität des Diskurses – NSC 68 Kein Zugriff
- Wandel im Bedrohungsdiskurs – NSC 162/2 Kein Zugriff
- Das endgültige Ende des Präventionsdiskurses – NSC 5410 und NSC 440 Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Die sowjetischen Atombomben – Auftakt zum Rüstungswettlauf Kein Zugriff
- Die Risikodimension der Sowjetischen Bedrohung Kein Zugriff
- Zusammenfassung und Alternative Erklärungen Kein Zugriff
- Irakkrieg und War on Terror als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff Seiten 184 - 187
- Der Krieg gegen den Terror als Risiko-Narrativ Kein Zugriff
- Sinngebung und Realitätskonstruktion – Der Krieg gegen den Terrorismus als Meta-Narrativ Kein Zugriff
- Performativität und Agency im Krieg gegen den Terrorismus Kein Zugriff
- Der Krieg gegen den Terrorismus und die implizite Präventionslogik Kein Zugriff
- Die National Security Strategy und ihre Einbettung in den metanarrativen Kontext Kein Zugriff
- Der Irak als Konfliktgegner Kein Zugriff
- Die epistemische Modalität des Präventionsdiskurses Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Die Konstruktion von Referenzpunkt und Status Quo – Die Risikodimension der Irakischen Bedrohung Kein Zugriff
- Die Konstruktion der Gegner Kein Zugriff
- Die Logik der Prävention und die Konstruktion der Risikodimensionen Kein Zugriff
- Identität und Nationale Sicherheit Kein Zugriff
- Präventionslogik und Risikodimension Kein Zugriff
- Die Sprache des Krieges als poststrukturalistisches Forschungsprogramm Kein Zugriff
- Anknüpfungspunkte für die weitere Forschung Kein Zugriff
- Ausblick Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 267 - 284





