»Gefühle mit der Autorität unbedingten Ernstes«
Eine Studie zur religiösen Erfahrung in Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas und Hermann Schmitz- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Wie können wir als religiöse Menschen interessierten Agnostikern in säkularen Begriffen erklären, was für eine Art von Erfahrung religiöse Erfahrung ist? Dieser Frage stellt sich Sr. M. Johanna Lauterbach, indem sie eine Aktualisierung der klassischen Religionsphänomenologie unternimmt. Dabei setzt sie sich - inspiriert durch die von Jürgen Habermas angeregten Dialoge zwischen Religion und Philosophie - mit der gegenwärtigen humanwissenschaftlichen Debatte über den Begriff der religiösen Erfahrung auseinander. Habermas’ Ansätze eines methodischen Atheismus und einer kooperativen, interdisziplinären Wahrheitssuche werden ebenso diskutiert wie die säkularistischen Dogmen funktionalistischer Religionstheorien. Diese Diskurse setzt die Autorin mit einem religionsphänomenologischen Zugang in Beziehung, indem sie Phänomene des Religiösen überhaupt und im Besonderen den ontologischen Eigensinn religiöser Innenperspektiven in den Blick nimmt. Als philosophisch-systematischer Dreh- und Angelpunkt bietet sich der Begriff der »Gefühle mit der Autorität unbedingten Ernstes« an, durch den Hermann Schmitz, der Begründer der Neuen Phänomenologie, das affektive Betroffenwerden vom Göttlichen oder Heiligen bestimmt. So wird ein neues Verständnis von religiöser Erfahrung beschreibbar, das für ein nachmetaphysisches philosophisches Selbstverständnis des Christentums und anderer Religionen von großem Interesse ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48696-2
- ISBN-Online
- 978-3-495-86114-1
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 688
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Inhalt Kein Zugriff Seiten 7 - 18
- Hans-Jochen Jaschke: Vorwort Kein Zugriff Seiten 19 - 22
- 0.1 Habermas’ Motive für einen Dialog zwischen Philosophie und Religion Kein Zugriff
- 0.2 Herausforderungen einer komplexen Gesprächssituation Kein Zugriff
- 0.3 Die Matrix, die dieser Untersuchung zugrundeliegt Kein Zugriff
- 1.1.1.1 Psychosoziale Voraussetzungen religiöser Empfänglichkeit Kein Zugriff
- 1.1.1.2 Transsubjektiver Referent und affektiver Modus religiöser Erfahrung Kein Zugriff
- 1.1.1.3 Die innere Einheit einer Religion und der hermeneutische Primat der religiösen Innenperspektive Kein Zugriff
- 1.1.1.4 Die Suche nach dem universalen religiösen Gefühl Kein Zugriff
- 1.1.2.1 Anti-Naturalismus, Perspektive der ersten Person und interdisziplinäre Dialogorientierung Kein Zugriff
- 1.1.2.2 Eine Arbeitsdefinition von Religion und eine Bestimmung des »Gott-ähnlichen« in säkularen Begriffen Kein Zugriff
- 1.1.2.3 Das Problem des Wertes einer Religion Kein Zugriff
- 1.1.2.4 Religion als Reaktion mit holistischem und existenziellem Charakter Kein Zugriff
- 1.1.2.5 Es gibt keine spezifischen, nur typische religiöse Gefühle Kein Zugriff
- 1.1.2.6 Ein gemeinsamer intellektueller Gehalt aller Religionen? Kein Zugriff
- 1.1.2.7 Ontological commitment und die Wahrheitsansprüche mystischer Erfahrungen Kein Zugriff
- 1.1.3.1 Das Rationale und das Irrationale in der Religion Kein Zugriff
- 1.1.3.2 Der Religionstheoretiker als Mystagoge und der Vergleich zwischen Religion und Musik Kein Zugriff
- 1.1.3.3 Kritik am späten Schleiermacher: Das Numinose erschöpft sich nicht in einem Selbstgefühl Kein Zugriff
- 1.1.3.4 Elemente des Numinosen I: »mysterium tremendum«, »mirum« und »majestas« Kein Zugriff
- 1.1.3.5 Elemente des Numinosen II: energicum, fascinans, augustum und deinós, das Ungeheure Kein Zugriff
- 1.1.4.1 Priorität der Perspektive der ersten Person religiöser Individuen Kein Zugriff
- 1.1.4.2 Interreligiöse Religionstheorie im Dialog mit den Wissenschaften Kein Zugriff
- 1.1.4.3 Größtmögliche Universalität und Verständlichkeit des analytischen Begriffsinstrumentariums Kein Zugriff
- 1.1.4.4 Empirische Basis und exemplarisches Quellenstudium unter besonderer Berücksichtigung religiöser Virtuosen Kein Zugriff
- 1.1.4.5 Psychosoziale und kognitive Voraussetzungen religiöser Empfänglichkeit Kein Zugriff
- 1.1.4.6 Anti-Psychologismus: religiöse Erfahrung als subjektive Reaktion auf eine transsubjektive Realität Kein Zugriff
- 1.1.4.7 Analytische Trennung der affektiven Modus- von der intellektuellen Inhaltskomponente Kein Zugriff
- 1.2.1.1.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.1.1.2 Metakritik Kein Zugriff
- 1.2.1.2.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.1.2.2 Eine erste Kritik aus religionsphänomenologischer Sicht Kein Zugriff
- 1.2.1.3.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.1.3.2 Kritik Kein Zugriff
- 1.2.2.1.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.2.1.2 Metakritik Kein Zugriff
- EXKURS: Das religiöse Zeugnis von Etty Hillesum – eine areligiös-religionssoziologische Deutung (Ulrich Beck) und eine interreligiös-religionsphänomenologische Kein Zugriff
- 1.2.2.2.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.2.2.2 Metakritik Kein Zugriff
- 1.2.2.3.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.2.3.2.1 Ähnliche Art der Begriffskonstruktion, aber verschiedene Abstraktionsbasen Kein Zugriff
- 1.2.2.3.2.2 Religiöse Erfahrung: empirisch oder nur empiristisch unzugänglich? Kein Zugriff
- 1.2.2.3.2.3 Typenbegriffe und Virtuosen-Zeugnisse Kein Zugriff
- 1.2.2.4.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.2.4.2 Revision: Religion als universell verbreitete menschliche Möglichkeit Kein Zugriff
- 1.2.2.5.1 Der Religionssoziologe als Theaterkritiker? Eine reductio ad absurdum Kein Zugriff
- 1.2.2.5.2 Inkompatibilität mit der Selbstdeutung religiöser Praktiker Kein Zugriff
- 1.2.2.5.3 Anachronismuskritik I im Lichte von Robert Bellahs Theorie der religiösen Evolution Kein Zugriff
- 1.2.2.5.4. Anachronismuskritik II im Lichte von Paul Tillichs Problematisierung der Frage nach Gottes »Existenz« Kein Zugriff
- 1.2.2.5.5 Riesebrodts sozio-psychologischer Funktionalismus Kein Zugriff
- 1.2.2.5.6 Was kann die Religionsphänomenologie von Riesebrodt lernen? Kein Zugriff
- 1.2.3.1 Linguistic turn und Religionstheorie Kein Zugriff
- 1.2.3.2 Die einflussreiche kulturalistische Religionsdefinition des Ethnologen Clifford Geertz Kein Zugriff
- 1.2.3.3.1 Unvereinbarkeit zwischen ontological commitment und dem Anspruch auf wissenschaftliche Neutralität Kein Zugriff
- 1.2.3.3.2 Die These vom primär rituellen Ursprung religiöser Autorität bleibt unbegründet Kein Zugriff
- 1.2.3.3.3 Eine Zeichentheorie auf der Grundlage falscher Analogien Kein Zugriff
- 1.2.3.3.4 Phänomenologische Züge bei Geertz Kein Zugriff
- 1.2.3.3.5 Probleme, welche sich aus dem Symbolsystem-Charakter der Religion für eine Theorie religiöser Erfahrung ergeben Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.1 Methodendualismus in der Psychologie Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.2 Kritik an der Dekontextualisierung und Naturalisierung religiöser Erfahrung Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.3 Religiöse Interpretation durch Aktivierung einer religiösen Wahrnehmungsdisposition Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.4 Die Attributionstheorie: kognitive und physiologische Determinanten Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.5 Simultane Prozesse und existenzieller Vollzug Kein Zugriff
- 1.2.3.4.1.6 Der Streit zwischen Konstruktivisten und Dekontextualisten Kein Zugriff
- 1.2.3.4.2.1 Übereinstimmungen auf phänomenologischer Ebene Kein Zugriff
- 1.2.3.4.2.2 Metakritik der Kritik an James und Otto Kein Zugriff
- 1.2.3.4.2.3 »Interpretation« – aus der Perspektive der ersten Person eine phänomenwidrige Bezeichnung Kein Zugriff
- 1.2.3.4.2.4 Kulturalistische und naturalistische Eliminierung des emotiven Vokabulars Kein Zugriff
- 1.2.3.5.1 Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.3.5.2 Übereinstimmungen mit Joas Kein Zugriff
- 1.2.3.5.3.1 Selbsttranszendenz auf der Basis einer modernen oder einer postmodernen Ich-Identität? Kein Zugriff
- 1.2.3.5.3.2 Ohne Religionsbegriff keine Unterscheidung zwischen säkularen und religiösen Interpretationen Kein Zugriff
- 1.2.3.5.3.3 Religiöse Interpretation von Erfahrung oder Artikulation religiöser Erfahrung? Kein Zugriff
- 1.2.4.1 Darstellung der These von Reiner Wimmer Kein Zugriff
- 1.2.4.2 Eine Erwiderung mit Berufung auf die Bibel Kein Zugriff
- 1.2.5 Der systematische Ertrag des ersten Hauptteils Kein Zugriff
- 2.2.1 Biographische Hintergründe Kein Zugriff
- 2.1.2 Einführung in Habermas’ Rationalitätstheorie Kein Zugriff
- 2.2.1 Was versteht Habermas unter »Religion«? Kein Zugriff
- 2.2.2 Strukturprinzipien der Weltbildentwicklung: Lernniveaus und Dezentrierung Kein Zugriff
- 2.2.3 Die Lebenswelt als Komplementärbegriff zum kommunikativen Handeln Kein Zugriff
- 2.2.4.1 Mythische Weltbilder Kein Zugriff
- 2.2.4.2 Religiös-metaphysische Weltbilder Kein Zugriff
- 2.2.4.3 Das moderne Weltbild Kein Zugriff
- 2.2.4.4 Regressiv-entdifferenzierende Weltbilder auf dem Niveau der Moderne Kein Zugriff
- 2.3.1 Die entzaubernde kommunikative Versprachlichung der normativen und expressiven Dimensionen des Sakralen Kein Zugriff
- 2.3.2 Eine neophänomenologische Kritik am Wirkmechanismus der Versprachlichung des Sakralen Kein Zugriff
- 2.3.3 Versprachlichung des Sakralen als ursprüngliche Verzauberung und ein neuer religionstheoretischer Funktionalismus Kein Zugriff
- 2.4.1 Das Pathos der modernen Vernunft und der normative Gehalt der Moderne Kein Zugriff
- 2.4.2.1 Destruktive Entfesselung ökonomischer Imperative und gesellschaftliche Entsolidarisierung. Kein Zugriff
- 2.4.2.2 Naturalisierung oder Moralisierung des gattungsethischen Selbstverständnisses? Kein Zugriff
- 2.4.2.3 Artikulationsgrenzen der säkularen Vernunft Kein Zugriff
- 2.4.2.4 Die Unentbehrlichkeit von Transzendenz Kein Zugriff
- 2.4.3.1 Das Projekt der »rettenden Übersetzungen« Kein Zugriff
- 2.4.3.2 Die postsäkulare Gesellschaft Kein Zugriff
- 2.4.3.3 Die Genealogie der säkularen Vernunft Kein Zugriff
- 2.4.3.4 Dialoge zwischen Religion und Philosophie statt Religionsphilosophie Kein Zugriff
- 2.5.1 Die Abgrenzung von theologischen und verwandten Zugängen Kein Zugriff
- 2.5.2.1 Der Objektbereich der Philosophie: das Ganze der Wirklichkeit Kein Zugriff
- 2.5.2.2 Das erkenntnisleitende Interesse: die Selbstverständigung der menschlichen Gattung Kein Zugriff
- 2.5.2.3 Die anarchistische Freiheit der philosophischen Sprache und Methodik Kein Zugriff
- 2.5.2.4 Die Objektivität der philosophischen Beteiligtenperspektive im Unterschied zur humanwissenschaftlichen Objektivierung Kein Zugriff
- 2.5.2.5 Humanwissenschaftliche Beobachterperspektive vs. Habermas’ dialogisches Verhältnis zur Religion Kein Zugriff
- 2.6.1 Eine säkulare Rekonstruktion und ein methodischer Atheismus, die nicht eliminieren Kein Zugriff
- 2.6.2 Habermas’ Rückkehr zum religionstheoretischen Funktionalismus Kein Zugriff
- 2.6.3 Logozentrismus in den Theorien der Lebenswelt und der Subjektivität Kein Zugriff
- 2.6.4 Subjektivität, objektive Welt und komplementäre Lernprozesse Kein Zugriff
- 3.1.1 Biographisch-zeitgeschichtlicher Hintergrund Kein Zugriff
- 3.1.2.1 Göttern und Dämonen preisgegeben: die unzentrierte Leiblichkeit der Ilias-Helden Kein Zugriff
- 3.1.2.2.1 Metaphilosophie und Methode Kein Zugriff
- 3.1.2.2.2 Phänomenbegriff, epistemische Letztinstanz und Sachverhaltsbegriff Kein Zugriff
- 3.1.2.2.3 Aufgabe und intersubjektiver Geltungsanspruch Kein Zugriff
- 3.1.2.2.4 Das Prinzip der Neuen Phänomenologie: die bipolare Gegenwart Kein Zugriff
- 3.1.2.3.1 Die psychologistisch-reduktionistisch-introjektionistische Verfehlung Kein Zugriff
- 3.1.2.3.2 Die dynamistische Verfehlung: Schmitz’ Kritik am Christentum Kein Zugriff
- 3.1.2.3.3 Die autistische Verfehlung und der Situationsbegriff Kein Zugriff
- 3.1.2.3.4 Die ironistische Verfehlung und die Entdeckung der subjektiven Tatsachen Kein Zugriff
- 3.1.2.4.1 Leib und Körper Kein Zugriff
- 3.1.2.4.2 Statik, Dynamik und Räumlichkeit des gespürten Leibes Kein Zugriff
- 3.1.2.4.3 Leibliche Kommunikation: Ausleibung, Einleibung und Halbdinge Kein Zugriff
- 3.1.2.4.4 Leibverwandtschaften in der Wahrmehmung: Gestaltverläufe und synästhetische Charaktere Kein Zugriff
- 3.1.2.5.1 Der Grundgegensatz zwischen flächenhaltigen und flächenlosen Räumen Kein Zugriff
- 3.1.2.5.2 Weiteraum und Richtungsraum Kein Zugriff
- 3.1.2.5.3 Gefühle sind Atmosphären, die leiblich ergreifen Kein Zugriff
- 3.2.1 Eine neue religionsphänomenologische Definition religiöser Erfahrung Kein Zugriff
- 3.2.2.1.1 Der heilige Geist als göttliche Atmosphäre Kein Zugriff
- 3.2.2.1.2 Göttliche Atmosphären in anderen Religionen Kein Zugriff
- 3.2.2.1.3 Philosophischer Fortschritt durch Rekonstruktion des Göttlichen als Atmosphäre und Halbding Kein Zugriff
- 3.2.2.2.1 Leiblich spürbare Wirkungen religiöser Gefühle Kein Zugriff
- 3.2.2.2.2 Die epistemische Funktion des Betroffenseins von göttlichen Atmosphären Kein Zugriff
- 3.2.2.3.1 Das Göttliche als perspektivische, einer rationalen Infragestellung überlegene Autorität Kein Zugriff
- 3.2.2.3.2 Der Ernst und die Normativität des Göttlichen Kein Zugriff
- 3.2.2.3.3 Gefühle mit der Autorität unbedingten Ernstes für Habermas Kein Zugriff
- 3.2.2.4.1 Plakatierung als ein Verhältnis zwischen segmentierten und impressiven Situationen Kein Zugriff
- 3.2.2.4.2 Götter, Göttinnen und Gott als Plakate Kein Zugriff
- 3.2.2.5 Eine zugleich theozentrische und anthropozentrische Theorie des Göttlichen Kein Zugriff
- 3.2.3.1 Die Bedeutung des affektiv-leiblichen Betroffenseins vom Göttlichen Kein Zugriff
- 3.2.3.2 Die Bedeutung von Ritus und Ritualgemeinschaft Kein Zugriff
- 3.2.3.3 Ausblick auf eine neophänomenologische Theorie des Ritus Kein Zugriff
- 3.2.4 Religion und Wahrheit Kein Zugriff
- Epilog Kein Zugriff Seiten 619 - 620
- I. Sigel häufig zitierter Werke von Jürgen Habermas Kein Zugriff
- II. Sigel häufig zitierter Werke von Hermann Schmitz Kein Zugriff
- III. Sigel anderer häufig zitierter Werke Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 625 - 636
- Sachregister Kein Zugriff
- Namenregister Kein Zugriff





