
Konzern und Moderne
Die verbundene juristische Person in der visuellen Kultur 1880-1980- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, Band 300
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Seit dem späten 19. Jahrhundert ist zu beobachten, wie in Europa und Nordamerika eine diffuse Angst um sich griff, die Angst vor einer namenlosen, in der Deckung operierenden Supermacht, die das staatliche Gewaltmonopol unterläuft: die verbundene juristische Person. Da ein institutioneller Wandel – anders als ein technologischer – sich der unmittelbaren Anschauung entzieht, müssen dessen Merkmale visualisiert, sinnlich erschlossen werden. Anhand der gebräuchlichsten Sinn stiftenden „Konzernbilder“ lässt sich ein Psychogramm der (Hoch-) Moderne erstellen, das die Ängste, Ambitionen und Visionen der Epoche dokumentiert und den Blick öffnet für verdeckte Denkmuster und Leitbilder in der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Wissenschaft des 20. Jahrhunderts.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-465-04286-0
- ISBN-Online
- 978-3-465-14286-7
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
- Band
- 300
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- a
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - XI
- Prolog: Die zweite Schöpfung Kein Zugriff Seiten 1 - 20
- 1.I. Rockefellers "Standard Oil" Kein Zugriff
- 1.II. Corporate City: Wie New York sein Verkehrssystem modernisierte Kein Zugriff
- 1.III. Trustbuster und Muckraker: Aufstieg und Fall des investigativen Journalismus Kein Zugriff
- When Law Goes Pop: Die Geburt des Konzerns aus dem Geist des Cartoons Kein Zugriff
- Schlangen, Kraken, Spinnen: Die Einheit verbundener Unternehmen avant la lettre Kein Zugriff
- 2.I. Die unnahbare Schöne: Corporate imagery im 19. und frühen 20. Jahrhundert Kein Zugriff
- 2.II. Familienidylle: Verbundene Unternehmen als tugendhafte Gemeinschaft Kein Zugriff
- 2.III. Hundert Jahre Zwietracht: Die GmbH & Co KG Kein Zugriff
- 2.IV. Fluch der sittlichen Unmöglichkeit: Juristische Personen als persönlich haftende Gesellschafter Kein Zugriff
- 2.V. Rebellion des juristischen Formgefühls: Der Kampf gegen die "Grundtypenvermischung" Kein Zugriff
- 3.I. Lenin in Zürich: Quellen und Vorgeschichte einer revolutionären Imagination Kein Zugriff
- 3.II. Von der imperial map zum Konzernschaubild: Die visuelle Sensibilität des Sozialismus und ihre Folgen Kein Zugriff
- 3.III. Kautskys Einwand: Kritik der Gleichsetzung geopolitischer und korporativer Strukturen Kein Zugriff
- 4.I. Morning Post, 20. August 1918: Der internationale Konzern als Feind in Englands Mitte Kein Zugriff
- 4.II. Lex Merton: Die Kontroverse um die Non-Ferrous Metal Bill Kein Zugriff
- 4.III. Weltkonzern und Weltverschwörung: Strategien einer Nivellierung Kein Zugriff
- 5.I Flanieren durch Babylon: Die urbane Präsenz der Großkonzerne in den Goldenen 20er Jahren Kein Zugriff
- 5.II. Kontrollverlust und Ohnmacht: Die Kritik an den Kapitalgesellschaften im Spiegel anti-urbaner Ressentiments Kein Zugriff
- 5.III. Ein lebensfrohes Miteinander: Kleinstadtromantik und "Verpersönlichung" der Aktiengesellschaft Kein Zugriff
- 6.I. Kompexität und Verbrechen: Von der progressiven zur reaktionären Sachlichkeit Kein Zugriff
- 6.II. Diktatur der Transparenz nach 1945: Die ordnungspolitische "Glaskultur" des Ordoliberalismus Kein Zugriff
- 6.III. Kapitalismus als Häresie der Formlosigkeit: Le Corbusiers Vision einer strahlenden économie coordonnée Kein Zugriff
- 6.IV. Lob der Vielfalt und Renaissance des Laisser-faire: J. Jacobs, F.A. von Hayek, M. Friedman Kein Zugriff
- 6.V. Verbundene Verträge: Die postmoderne Kapitalgesellschaft Kein Zugriff
- Epilog: Leviathans Wiederkehr Kein Zugriff Seiten 303 - 320
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 321 - 358
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 359 - 366
- Orts- und Personenregister Kein Zugriff Seiten 367 - a




