
Nach dem Osten mit unbekanntem Ziel
Großvater Hugo, eine Spurensuche- Autor:innen:
- Verlag:
- 1996
Zusammenfassung
Der jüdische Kaufmann Hugo Lewandowski war ein wohlhabender Mann. Er besaß eine Manufaktur in Kaunas, eine Fabrik in Königsberg, später einen Tabakwaren-Großhandel in Berlin. Dann nahmen ihm die Nazis alles weg, demütigten ihn und setzten ihn als Zwangsarbeiter in einer Rüstungsschmiede ein. Es war der 33. Osttransport, mit dem sie ihn schließlich 1943 von Berlin-Moabit ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppten. Zurück blieben die beiden Kinder, die vergeblich auf seine Rückkehr warteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand Hugo Lewandowski ebenso wie seine Schwester Erna aus dem Gedächtnis der Familie. Seine Kinder sprachen nicht über die Vergangenheit, sie wollten sie weit hinter sich lassen und sich unbeschwert einer besseren Zukunft widmen. Nun zeichnet der Enkel von Hugo Lewandowski, der Journalist Andreas Lorenz, den Lebens- und Todesweg seines Großvaters und dessen Schwester nach. Bei seinen Recherchen stieß er auf Opfer und Täter, auf Widerstandskämpfer und auf Industrielle, die mit den Nazis gemeinsame Sache machten. Lorenz sucht dabei Antworten auf seine Fragen: Woher kam dieser teuflische Drang der Nazis, den Großvater zu vernichten? Warum floh der nicht mit seinen Kindern ins Ausland? Warum zog er 1937 ausgerechnet von Königsberg in die Nazi-Metropole Berlin? Wusste er, dass es seine letzte Reise war, als er in Berlin-Moabit in den Güterwagen Richtung Auschwitz klettern musste?
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/1996
- Copyrightjahr
- 1996
- ISBN-Print
- 978-3-86732-395-6
- ISBN-Online
- 978-3-86732-616-2
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Reihe
- Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
- Band
- 5
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 241
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Kapitel 1 »Schwierige Zeiten waren es damals« Vom Vergessen und Verschweigen Kein Zugriff Seiten 11 - 25
- Kapitel 2 Nur ein Name im Gedenkbuch Die Verhaftung des Großvaters Kein Zugriff Seiten 26 - 30
- Kapitel 3 Vom Matrosen zum Matratzenfabrikanten Die erstaunliche Karriere von Großvater Hugo Kein Zugriff Seiten 31 - 44
- Kapitel 4 »Das können wir für später gebrauchen« Von Königsberg in die Höhle des Löwen Kein Zugriff Seiten 45 - 74
- Kapitel 5 »Die Juden haben Schuld« Von Antisemitismus und Verschwörungstheorien Kein Zugriff Seiten 75 - 83
- Kapitel 6 »Unmenschlich und viel zu schwer« Großvater Hugo träumt von Chile und Hitler von einer Insel in Afrika Kein Zugriff Seiten 84 - 106
- Kapitel 7 »Ich will nicht wieder weinen« Ernas Schicksal und eine Postkarte aus Posen Kein Zugriff Seiten 107 - 133
- Kapitel 8 »Einspruch zwecklos« Der Großvater wird Zwangsarbeiter, und die Nazis streiten sich Kein Zugriff Seiten 134 - 147
- Kapitel 9 »Frauen klatschten Beifall« Die Fabrikaktion Kein Zugriff Seiten 148 - 163
- Kapitel 10 »Reiß deinen Stern ab« Ein ehemaliger Seemann und ein mutiger Sozialdemokrat – die Firma Teves Kein Zugriff Seiten 164 - 176
- Kapitel 11 »Jeder wusste, dass es vorbei war« Juden zwischen Flucht und Veronal Kein Zugriff Seiten 177 - 183
- Kapitel 12 »Er ist der Anfang und das Ende« Eva in der Berufsschule Kein Zugriff Seiten 184 - 190
- Kapitel 13 »Ohne Gepäck« Eva und Georg kämpfen einen langen Kampf mit der Bürokratie Kein Zugriff Seiten 191 - 203
- Kapitel 14 »Ich habe Doris Day gesehen« Von Rüstungsbaronen, Tänzerinnen und einem einsamen New Yorker – die erstaunliche Geschichte von sehr entfernten Verwandten Kein Zugriff Seiten 204 - 218
- Kapitel 15 Es bleibt nur ein Elefant Hugo Lewandowski – ein Mann, den wir nicht vergessen dürfen Kein Zugriff Seiten 219 - 224
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 225 - 227
- Die Familie Kein Zugriff Seiten 228 - 229
- Quellen – Literaturhinweise Kein Zugriff Seiten 230 - 236
- Dank Kein Zugriff Seiten 237 - 240





