
Gattungs-Wissen
Wissenspoetologie und literarische Form- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Konstellationen von Wissen und literarischer Form werden als »Gattungs-Wissen« beleuchtet.
Literatur konstituiert Wirklichkeit und Wissen wesentlich über die Ausstellung und Thematisierung sprachlicher Formgebung. Auf diese Weise reflektiert sie die Bedingungen der Möglichkeit von Wissen und ist so immer auch, qua formaler Gestaltung, Wissen vom Wissen. Ausgehend von grundlegenden epistemologischen Überlegungen zum Verhältnis von Wissen und literarischer Form untersuchen Beiträger die Funktion, die literarische Gattungszugehörigkeiten für die Hervorbringung, Verarbeitung und Darstellung von Wissen einnehmen.
Aus dem Inhalt:
Werner Michler: Biopoetik der Gattungen im 18. Jahrhundert
Alexander Kosenina: Kriminalanekdote. Literarisiertes Rechtswissen bei Kleist, Meißner und Müchler
Rüdiger Zymner: Das »Wissen« der Lyrik
Michael Gamper: Das Neue schreiben. Boses Lehrgedicht, Lichtenbergs Aphorismen, Hardenbergs Märchen
Ingrid Kleeberg: Zur Epistemologie und Poetik des frühromantischen Fragments
Michael Bies: Naturgemälde von Humboldt, Wilbrand, Ritgen und Martius
Jutta Müller-Tamm: Prosa, Lyrik, Lebensbild
Peter Schnyder: Gattungen der Urweltdarstellung um 1860
Ethel Matala de Mazza: Maximen, Sprüche und andere GemeinplätzeChristine Weder: Die Erotisierung des Fragments bei Roland Barthes
Eckhard Schumacher: Gattungsexperimente um 1968
Im Wallstein Verlag erschienen
Michael Bies: Im Grunde ein Bild. Die Darstellung der Naturforschung bei Kant, Goethe und Alexander von Humboldt (2012); »Es ist ein Laboratorium, ein Laboratorium für Worte«. Experiment und Literatur III 1890–2010, hg. von Michael Bies und Michael Gamper (2011); Experiment und Literatur. Themen, Methoden, Theorien (2010); »Wir sind Experimente: wollen wir es auch sein!« Experiment und Literatur II 1790–1890, hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer (2010); »Es ist nun einmal zum Versuch gekommen«. Experiment und Literatur I 1580–1790, hg. von Michael Gamper, Martina Wernli und Jörg Zimmer (2009); Michael Gamper: Elektropoetologie. Fiktionen der Elektrizität 1740–1870 (2009)
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8353-1194-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2334-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 388
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 18 Michael Bies, Michael Gamper, Ingrid Kleeberg
- Robinsonade und Telemachie. Rahmenlinien des Utopischen im 18. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 19 - 34 Michael Dominik Hagel
- Klassifikation und Naturform. Zur Konstitution einer Biopoetik der Gattungen im 18. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 35 - 50 Werner Michler
- Autobiographik als Menschenwissenschaft Kein Zugriff Seiten 51 - 73 Birgit Nübel
- Erfahrungsseelenkunde als ›innere Geschichte des Menschen‹. Marcus Herz’ »Beschreibung seiner eigenen Krankheit« und die Anfänge psychologischer Falldarstellungen Kein Zugriff Seiten 74 - 95 Susanne Düwell
- Kriminalanekdote. Literarisiertes Rechtswissen bei Kleist, Meißner und Müchler Kein Zugriff Seiten 96 - 108 Alexander Košenina
- Das ›Wissen‹ der Lyrik Kein Zugriff Seiten 109 - 120 Rüdiger Zymner
- Das Neue schreiben. Boses Lehrgedicht, Lichtenbergs Aphorismen, Hardenbergs Märchen Kein Zugriff Seiten 121 - 137 Michael Gamper
- Eine Urform aller Gattungen. Novalis’ »Allgemeines Brouillon« als System des assoziierenden Geistes Kein Zugriff Seiten 138 - 161 Ingrid Kleeberg
- Für Goethe. Naturgemälde von Humboldt, Wilbrand, Ritgen und Martius Kein Zugriff Seiten 162 - 189 Michael Bies
- Prosa, Lyrik, Lebensbild. Literarische Wissenschaft um 1850 Kein Zugriff Seiten 190 - 202 Jutta Müller-Tamm
- Wissenschaft, Satire und die »schwierigste Sprache der Welt«. Balzacs ›Physiologien‹ und ›Monographien‹ in gattungs- und begriffsgeschichtlicher Perspektive Kein Zugriff Seiten 203 - 226 Michael Eggers
- Das Wechselspiel der Gattungen. Zur literarischen Reflexion der Darstellung geologischen Wissens bei Gustave Flaubert und Jules Verne Kein Zugriff Seiten 227 - 246 Peter Schnyder
- Entschleunigung. Episches Erzählen im Moderneprozess Kein Zugriff Seiten 247 - 264 Sabine Schneider
- Offene Magazine für Erfahrungswissen. Sprichwörter, Fabeln und Exempel Kein Zugriff Seiten 265 - 284 Ethel Matala de Mazza
- Zwietracht im Zeichen der Drei. Form und Wissen des Einakters und die ›formale Soziologie‹ Kein Zugriff Seiten 285 - 312 Jens Wörner
- Parodie und Wissen. Friedrich Glausers »Klinisches Jahresblatt« Kein Zugriff Seiten 313 - 337 Martina Wernli
- Zeitgemäß um 1968. Die Erotisierung des Fragments bei Roland Barthes Kein Zugriff Seiten 338 - 360 Christine Weder
- »… eine noch zu entwickelnde Form des Essays«. Gattungsexperimente um 1968 Kein Zugriff Seiten 361 - 373 Eckhard Schumacher
- Zu den Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 374 - 379
- Register Kein Zugriff Seiten 380 - 385
- Impressum Kein Zugriff Seiten 386 - 388




