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Vorlesungsszenen der Gegenwartsliteratur

Die Frankfurter Poetikvorlesungen als Gattung und Institution
Autor:innen:
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Eine Betrachtung der ästhetischen, medialen und institutionellen Eigenheiten der Gattung Poetikvorlesung am Beispiel der Frankfurter Poetikvorlesungen.

Poetikvorlesungen gehören zu den charakteristischsten Institutionen der Gegenwartsliteratur. Jedes Semester ergreifen an über 30 Universitäten im deutschsprachigen Raum Autoren das Wort, um über sich und ihr Schreiben in poetologischen Vorträgen Auskunft zu geben. Die 1959 gegründeten Frankfurter Poetikvorlesungen waren die erste Einrichtung dieser Art und besitzen bis heute stilprägende Funktion.

Kevin Kempke widmet sich am Frankfurter Beispiel den verschiedenen Dimensionen der wissenschaftlich immer noch vernachlässigten Form der Poetikvorlesung und arbeitet die ästhetischen, medialen und institutionellen Eigenheiten dieser Gattung heraus. Anhand einer Vielzahl von Beispielen und Fallstudien (u. a. der Vorlesungen von Ingeborg Bachmann, Marcel Beyer und Christian Kracht) wird die charakteristische Stellung der Poetikvorlesung zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Hörsaal und Buch, Literaturbetrieb und Universität thematisiert. Dabei wird deutlich, dass in der Poetikvorlesung verschiedene Tendenzen der Gegenwartsliteratur konvergieren: essayistisch-selbstreflexive Schreibformen, die Entgrenzung von Werkbegriffen und das Spiel mit Autorfiguren.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-8353-3946-0
ISBN-Online
978-3-8353-4669-7
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
483
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Einleitung: Das Zeitalter der Poetikvorlesungen? Kein Zugriff Seiten 9 - 14
    1. 1.1 Die Frankfurter Poetikvorlesungen aus der Vogelperspektive: Autor*innenauswahl, Korpus und Veröffentlichungspraxis Kein Zugriff
    2. 1.2 Extension des Begriffs oder: Was sind Poetikvorlesungen? Kein Zugriff
      1. 1.3.1 Poetikvorlesung als Essay? Kein Zugriff
      2. 1.3.2 Vorläufer und Parallelprojekte Kein Zugriff
      1. 1.4.1 Die Poetikvorlesung im Licht gattungstheoretischer Überlegungen Kein Zugriff
      2. 1.4.2 Poetikvorlesungen als Positionierungen und Formen der Selbstbeschreibung Kein Zugriff
      3. 1.4.3 Poetikvorlesung und Autorschaftsforschung Kein Zugriff
      1. 2.1.1 Poe, Valéry, Eliot, Benn – eine Genealogie Kein Zugriff
      2. 2.1.2 Die Erklärungsbedürftigkeit moderner Kunst Kein Zugriff
      1. 2.2.1 Hans Benders Anthologie Mein Gedicht ist mein Messer Kein Zugriff
      2. 2.2.2 Hans Magnus Enzensberger: Wie entsteht ein Gedicht? Kein Zugriff
      3. 2.2.3 Die Ziele der Frankfurter Poetikdozentur Kein Zugriff
      1. 2.3.1 Bachmanns Absage an die Form und die Poetik der Poetikvorlesung Kein Zugriff
      2. 2.3.2 Autorpoetik und Medialität Kein Zugriff
      3. 2.3.3 Wissenschaft oder Literatur? Kein Zugriff
      4. 2.3.4 Selbst- und Fremdinszenierung Kein Zugriff
      1. 3.1.1 Das mediale Ensemble der Poetikvorlesungen Kein Zugriff
      2. 3.1.2 Die Szenen der Vorlesung Kein Zugriff
      1. 3.2.1 Der Ort der Vorlesung – kurzer Exkurs zum ›Adorno-Hörsaal‹ Kein Zugriff
      2. 3.2.2 Der geplante Zufall – das Vorlesungsmanuskript als Partitur Kein Zugriff
      3. 3.2.3 Vorlesungsszenen – ein Zwischenfazit Kein Zugriff
      1. 3.3.1 Prospektives Making-of Kein Zugriff
      2. 3.3.2 Simultanes Making-of Kein Zugriff
      3. 3.3.3 Retrospektives Making-of Kein Zugriff
      1. 3.4.1 Die Semantisierung unterschiedlicher Tempora und Adressierungen Kein Zugriff
      2. 3.4.2 Die Zeitlichkeit im mündlichen und schriftlichen Medium Kein Zugriff
    1. 4.1 Marcel Beyers schwebende Schreibweise als Signum von Anschlussfähigkeit Kein Zugriff
    2. 4.2 Poeta doctus? – Autor*innen und die Universität heute Kein Zugriff
    3. 4.3 Poetik(-Vorlesungen) im Licht der Paratexttheorie Kein Zugriff
    4. 4.4 »Ich kann das gar nicht« – Die Paradoxie der Anti-Poetik Kein Zugriff
    5. 4.5 »Ich bin doch nicht mein eigener Deutsch-Leistungskurs« – Juli Zehs Treideln Kein Zugriff
    1. 5.1 Poetikvorlesung und Autorinszenierung – theoretische Positionen Kein Zugriff
      1. 5.2.1 Krachts Strategien des medialen Entzugs Kein Zugriff
      2. 5.2.2 Krachts Autorbild zwischen Selbst- und Fremdinszenierung Kein Zugriff
      3. 5.2.3 Ein gattungshistorischer Vorläufer – Bodo Kirchhoffs Legenden um den eigenen Körper Kein Zugriff
      4. 5.2.4 Autobiographie in der Gattungsgeschichte der Poetikvorlesung Kein Zugriff
      1. 5.3.1 Autorfigur und Autorfunktion Kein Zugriff
      2. 5.3.2 Ich als autofiktionale Grundlegung der Ortsumgehung Kein Zugriff
  3. Ausblick: Poetikvorlesungen und Gegenwartsliteraturwissenschaft Kein Zugriff Seiten 438 - 445
    1. Siglen Kein Zugriff
    2. Weitere verwendete Frankfurter Poetikvorlesungen Kein Zugriff
    3. Videomitschnitte Kein Zugriff
    4. Literatur Kein Zugriff
  4. Dank Kein Zugriff Seiten 482 - 483

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