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Fallselektion und Situation Completion am Internationalen Strafgerichtshof

Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Wie selektiert die Anklagebehörde des Internationalen Strafgerichtshofs Fälle einer Situation und wann darf sie die strafrechtliche Aufarbeitung der Situation beenden? Der Autor argumentiert, dass das Rom-Statut dem in der Praxis nicht umsetzbaren Grundsatz des Legalitätsprinzips folgt. Verfahrenseinstellungen können innerhalb des Check-and-Balance Systems des Art. 53 Rom-Statut legitimiert werden. Es enthält Opportunitätsklauseln und Regeln ihrer gerichtlichen Kontrolle. Dadurch können sowohl die Verfahren in einzelnen Fällen (Fallselektion) als auch in der Situation als Ganzes (Situation Completion) rechtssicher eingestellt und überprüft werden. So entsteht eine Alternative zur aktuellen Praxis intransparenter Ermessensentscheidungen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-7560-1790-4
ISBN-Online
978-3-7489-4464-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Publication Series of the Marburg International Research
Band
1
Sprache
Deutsch
Seiten
452
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 18 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Selektivität des Völkerstrafrechts
    2. II. Fallselektion
      1. 1. Konkretisierung des Begriffs
      2. 2. Notwendigkeit einer Situation Completion
      3. 3. Forschungslücke
      1. 1. Eingrenzung des Forschungsgegenstands
      2. 2. Gang der Untersuchung
        1. a) Rechtsquellen
        2. b) Auslegungsregeln
        3. c) Schließen von Regelungslücken
  3. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Situationen im Vorermittlungsstadium
      2. 2. Situationen im Stadium formaler Ermittlungen
      3. 3. Ermittlungen in potenziellen Fällen
      4. 4. Strafverfolgung in konkreten Fällen
      5. 5. Beurteilung konkretisierter Fälle
      1. 1. Gerichtsbarkeit
        1. a) Staatenüberweisungen
        2. b) Überweisungen des Sicherheitsrats
        3. c) Ermittlungen proprio motu
      2. 3. Sachliche Parameter
        1. a) Besonderheiten bei Staatenüberweisungen und Ermittlungen proprio motu
        2. b) Besondere Kompetenzen des Sicherheitsrats
        1. a) Rechtsprechung der PTC II
        2. b) Übrige Rechtsprechung und Literatur
        3. c) Besonderheiten bei einem Austritt aus dem Statut
        1. a) Situationen innerhalb eines Staatsgebiets
        2. b) Grenzübergreifende Situationen
        1. a) Konkretisierung des Nexus
        2. b) Funktionen des Nexus
    1. III. Zwischenergebnis
  4. Download Kapitel (PDF)
        1. a) Überweisungen des Sicherheitsrats
        2. b) Ermittlungen proprio motu
        1. a) Formale Ermittlungen als Bezugsobjekt
        2. b) Situation als Ganzes als Bezugsobjekt
      1. 3. Zeitlicher Anwendungsbereich
      1. 1. Besonderheiten bei den Auslösemechanismen
        1. a) Konkretisierte Fälle als Bezugsobjekt
          1. aa) Strafverfolgung von Individuen
          2. bb) Strafverfolgung von Gruppen
          3. cc) Strafverfolgung von Verbrechen
          4. dd) Strafverfolgung in der Situation als Ganzes
          5. ee) Vorschlag einer offenen Auslegung
      2. 3. Zeitlicher Anwendungsbereich
        1. a) Kontrolle einer Entscheidung gem. Art. 53 I ICCSt
        2. b) Kontrolle einer Entscheidung gem. Art. 53 II ICCSt
      1. 2. Sachlicher Anwendungsbereich
      2. 3. Zeitlicher Anwendungsbereich
    1. IV. Anwendungsbereich des Art. 53 IV ICCSt
    2. V. Zwischenergebnis
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Begründung des Legalitätsprinzips
      2. 2. Defizite des Legalitätsprinzips
      3. 3. Begründung des Opportunitätsprinzips
      4. 4. Defizite des Opportunitätsprinzips
      5. 5. Synthese
        1. a) Ermittlungen infolge einer Überweisung
        2. b) Ermittlungen proprio motu
      1. 2. Pflicht zu umfassenden Ermittlungen innerhalb einer Situation
      2. 3. Pflicht zur umfassenden Strafverfolgung innerhalb einer Situation
        1. a) Präambel
        2. b) Interessen der Opfer
          1. aa) Allgemein
          2. bb) Insbesondere Völkermord
          3. cc) Insbesondere Kriegsverbrechen im internationalen bewaffneten Konflikt
      3. 5. Rechtsprechung
        1. a) Reg. OTP
        2. b) Strategiepapiere des OTP
      4. 7. Bisherige Praxis
      5. 8. Konsequenzen
        1. a) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 I 2 a ICCSt
        2. b) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 II a ICCSt
          1. aa) Berücksichtigung nationalstaatlicher Strafverfahren
          2. bb) Berücksichtigung nicht nationalstaatlicher Strafverfahren
          3. cc) Zu beurteilende Aktivität
            1. (1) Nicht willens
            2. (2) Nicht in der Lage
            3. (3) Ne bis in idem
          4. ee) Beurteilungsspielräume
          5. ff) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 I 2 b ICCSt
          6. gg) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 II b ICCSt
          1. aa) Begründung
          2. bb) Rechtsgrundlagen
          3. cc) Maßnahmen
          4. dd) Grenzen
          1. aa) Einschränkender Ansatz
          2. bb) Ansatz einer niedrigschwelligen Mindestschwere
            1. (1) Ausmaß der Verbrechen
            2. (2) Natur der Verbrechen
            3. (3) Art der Begehung
            4. (4) Auswirkung der Verbrechen
          3. dd) Beurteilungsspielräume
          4. ee) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 I 2 b ICCSt
          5. ff) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 II b ICCSt
        1. a) Ansatz einer positiv festzustellenden Verfahrensvoraussetzung
        2. b) Ansatz einer Opportunitätsklausel zur Verfahrenseinstellung
          1. aa) Grundsätzliche Kontroverse
            1. (1) Wortlaut
            2. (2) Systematik
            3. (3) Telos
            4. (4) Ergänzende Auslegungsmittel
            1. (1) Relative Schwere
            2. (2) Interessen der Opfer
            3. (3) Alter oder Gebrechlichkeit in Art. 53 II c ICCSt
            4. (4) Rolle bei den angeblichen Verbrechen in Art. 53 II c ICCSt
            1. (1) Kriterien der PTC II
            2. (2) Strafzwecke
            3. (3) Friedenserwägungen
            4. (4) Transitional Justice-Erwägungen
            5. (5) Alternative Formen der Gerechtigkeit
            6. (6) Ressourcenerwägungen
            7. (7) Kulturelle Besonderheiten
            8. (8) Grenzen ungeschriebener Kriterien
        3. d) Beurteilungsspielräume
        4. e) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 I 1 c ICCSt
        5. f) Entscheidungsmaßstab im Kontext des Art. 53 II c ICCSt
      1. 4. Konsequenzen
    1. IV. Zwischenergebnis
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Auswahlentscheidungen
      2. 2. Priorisierungsentscheidungen
    1. II. Zeitpunkt und Bezugsobjekt der Entscheidungen
      1. 1. Auswahl potenzieller Fälle zur Einleitung von Ermittlungen
      2. 2. Auswahl konkretisierter Fälle zur Strafverfolgung
      3. 3. Priorisierung potenzieller Fälle zur Einleitung von Ermittlungen
      4. 4. Priorisierung konkretisierter Fälle zur Strafverfolgung
      5. 5. Regelungslücke
      6. 6. Keine Planwidrigkeit der Regelungslücke
      1. 1. Auswahlentscheidungen
        1. a) Kriterien des Art. 53 I, II ICCSt
        2. b) Kriterien der Reg. OTP und der Strategiepapiere des OTP
    2. V. Ablauf der Entscheidungsfindung
    3. VI. Strategien zur Fallselektion
    4. VII. Problem der Intransparenz
      1. 1. Kontrolle positiver Auswahlentscheidungen
        1. a) Ausübung und Rechtsfolge der Kontrolle
        2. b) Kontrollmaßstab
        1. a) Regelungslücke
        2. b) Keine Planwidrigkeit der Regelungslücke
    5. IX. Zwischenergebnis
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Entscheidungsarten
    2. II. Zeitpunkt und Bezugsobjekt der Entscheidungen
        1. a) Art. 53 I ICCSt als Rechtsgrundlage
        2. b) Art. 53 II ICCSt als Rechtsgrundlage
      1. 2. Priorisierung von Situationen
      2. 3. Regelungslücke
        1. a) Wertungen des Statuts
        2. b) Wille der Vertragsparteien
        1. a) Vorschlag einer Analogie
        2. b) Kein Analogieverbot
        3. c) Vergleichbarkeit der Interessenlage
        4. d) Besonderheiten bei den Auslösemechanismen
        1. a) Kriterien des Art. 53 II ICCSt
        2. b) Kriterien des Art. 53 I 2 ICCSt analog
        3. c) Prognostische Komponente
      1. 2. Priorisierungsentscheidungen
    3. V. Ablauf der Entscheidungsfindung
      1. 1. Strategien der UN-Tribunale
      2. 2. Positive Komplementarität
      3. 3. Teilsituationen
      4. 4. Vorschlag einer rechtskriterienorientierten Strategie
    4. VII. Problem der Intransparenz
      1. 1. Kontrolle einer Entscheidung zur Situation Completion
      2. 2. Entscheidungen außerhalb der Kontrolle
    5. IX. Zwischenergebnis
  8. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Ergebnisse der Untersuchung
    2. II. Unterschiede zur Sicht des OTP
  9. Download Kapitel (PDF)
    1. Verfahrensdokumente des ICC
    2. Sonstige Dokumente des ICC
    3. Verfahrensdokumente anderer internationaler und internationalisierter Gerichte
    4. Dokumente der UN
    5. Verfahrensdokumente deutscher Gerichte
    6. Literatur

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