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Monographie Kein Zugriff
Geschlechter(Un)Ordnungen
NS-Verbrecherinnen vor westdeutschen Gerichten (1945–1952)- Autor:innen:
- Reihe:
- Publication Series of the Marburg International Research, Band 2
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
„Vor allem aber ist zu berücksichtigen, dass die Angeklagte eine Frau ist.“ Dieses Zitat aus dem Revisionsurteil von 1948 des OLG Frankfurt führt zum Kern der Studie von Susanne Raidt. Vom Ermittlungs- bis zum Gnadenverfahren untersucht sie anhand dreier Fälle den juristischen, ordnungspolitischen und gesellschaftlichen Umgang mit Frauen in westdeutschen NS-Prozessen der Nachkriegszeit. Das Zusammenspiel von Ermittlungsbehörden, Gerichten, Psychiatern und Medien analysiert sie als Gerichtsaufführung und zeigt, wie stark die Konstruktion von Täterschaft und Verantwortung von Geschlechtervorstellungen geprägt war.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-2473-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5215-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Publication Series of the Marburg International Research
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 530
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1. Thema und Fragestellung Kein Zugriff
- 2.1 NS-Verbrecherinnen vor Gericht Kein Zugriff
- 2.2 ‚Geschlechterordnung‘ der westdeutschen Nachkriegszeit Kein Zugriff
- 3.1 Geschlecht, Geschlechterperformativität oder Geschlechterinszenierung als Performance Kein Zugriff
- 3.2 Gerichtsaufführungen: Performativität von Strafverfahren Kein Zugriff
- 3.3 Inszenierung als Performance Kein Zugriff
- 4. Untersuchungsgegenstand und Fallauswahl Kein Zugriff
- 5. Quellen oder: dokumentarische Materialität als Spuren der Aufführung Kein Zugriff
- 6. Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 1. Das Setting: Männliche (Gerichts-)Ordnung Kein Zugriff
- 2. Inter-Aktionen: Gestalten, Ordnen, Beurteilen und Bewerten als männliche Handlungsweisen Kein Zugriff
- 3. (Be-)Fragen und Antworten: asymmetrisches Reden im Strafprozess Kein Zugriff
- 1.1 Protokollierte Erzählungen über tötende Krankenschwestern Kein Zugriff
- 1.2.1 Unverdächtige Krankenschwestern? Das Nicht-Erkennen(wollen) eines Täterinnenanfangsverdachts Kein Zugriff
- 1.2.2 Ungefährliche Frauen und treue Kameraden: Haftbefehl, Internierung und Außerverfolgungssetzungen Kein Zugriff
- 1.2.3 Nachgeordnete Krankenschwestern: Privilegierung der Ärzteerzählungen und Disqualifizierung von Belastungszeuginnen Kein Zugriff
- 2.1 „Sie ist eine Kriegsverbrecherin“: Protokollierte Erzählungen Kein Zugriff
- 2.2.1 Bagatellisierung der von Frauen begangenen körperlichen Gewalt in Polizeiberichten Kein Zugriff
- 2.2.2 Spruchkammerinternierte: Kriegsverbrecherin oder gefährliche Körperverletzerin? Kein Zugriff
- 2.2.3 Eine Frage der Glaubwürdigkeit? Bestätigung der Belastungserzählungen von Frauen durch männliche Experten Kein Zugriff
- 3.1 Protokollierte Erzählungen über die „Kommandeuse von Buchenwald“ Kein Zugriff
- 3.2.1 Sicherheitsrisiko Kriegsverbrecherin: Haftbefehl gegen Ilse Koch Kein Zugriff
- 3.2.2 „KZ-Kommandeuse“ ohne „Henker“: Abtrennung des Verfahrens gegen Martin Sommer Kein Zugriff
- 3.2.3 Qualifizierte männliche Tat-Zeugen und die Zuspitzung auf eine geschlechtsabnorme Erzählung Kein Zugriff
- 4. Zusammenführung: Geschlechtsspezifische Privilegierung? Kein Zugriff
- 1. Ordnung schaffen: Anklagen gegen NS-Verbrecherinnen Kein Zugriff
- 2.1 Anklage gegen das Heil- und Pflegepersonal Eichberg (1946) Kein Zugriff
- 2.2 Anklage gegen den Funktionshäftling Philomena Mußgüller (1949) Kein Zugriff
- 2.3 Anklage gegen die Kommandantenwitwe Ilse Koch (1950) Kein Zugriff
- 3. Zusammenführung: Verbrecherische Organisationen und Geschlecht Kein Zugriff
- 1.1.1 Selbstinszenierung der Oberschwester Helene Schürg Kein Zugriff
- 1.1.2 Selbstinszenierung der Stationsschwester der „Frauen-Unruhe“ Rita Fischer Kein Zugriff
- 1.1.3 Selbstinszenierung der Kinderstationsschwester Käthe Kallmünzer Kein Zugriff
- 1.2 Politische Märtyrerin und nationalsozialistische Kämpferin: Selbstinszenierung der KZ-Kommandantenwitwe Ilse Koch Kein Zugriff
- 1.3 „Feiner Kerl“ und „deutsche Frau“: Selbstinszenierung des Funktionshäftlings Philomena Mußgüller Kein Zugriff
- 1.4 Zusammenführung: Unterwerfung und Verweigerung – Subjektivierungsformen beschuldigter NS-Verbrecherinnen im Ermittlungsverfahren und vor Gericht Kein Zugriff
- 2.1.1 Ikonografie weiblicher Aufsässigkeit: Trieb, Hysterie und Maskerade Kein Zugriff
- 2.1.2 Christliche Opfer- und Trauerikonografie: Demut, Reinheit und Leiden Kein Zugriff
- 2.2.1 Unmütterlichkeit, Verführung und Macht Kein Zugriff
- 2.2.2 Mütterlichkeit, Opfer männlicher Verführung und Ohnmacht Kein Zugriff
- 2.3.1 Störerinnen: Sozial unverträgliche, schuldfähige Psychopathinnen Kein Zugriff
- 2.3.2 Leidende: Psychopathische Weiblichkeit und verminderte Schuldfähigkeit Kein Zugriff
- 2.4 Zusammenführung: Unbeherrschte Subjekte und Mündigkeit Kein Zugriff
- 1.1 Die „Helferin“: emotional abhängig, nicht zuständig, sozial verantwortlich Kein Zugriff
- 1.2 Die Anstifterin: physisch schwach, nicht zugehörig, sozial unverantwortlich Kein Zugriff
- 1.3 Die Körperverletzerin: eine „verbrecherische Persönlichkeit“ Kein Zugriff
- 2. Wiederherstellung der ‚Geschlechterordnung‘: Verantwortlichkeit und Sittlichkeit Kein Zugriff
- 1. (Gesetzliche) Kriterien für eine Begnadigung Kein Zugriff
- 2. Aussichten auf ein „geordnetes Leben“? Erfolg und Scheitern geschlechtlicher Disziplinierungsversuche in Haft Kein Zugriff
- 3.1 Die Unterstützung von NS-Verbrecherinnen durch „glaubwürdige Personen“ Kein Zugriff
- 3.2 Das An-Sehen der Kriegsverbrecherin: Reaktionen auf eine wahrgenommene nationale Schande Kein Zugriff
- VIII. Schluss Kein Zugriff Seiten 469 - 488
- IX. Dank Kein Zugriff Seiten 489 - 492
- X. Übersicht über die untersuchten Strafverfahren Kein Zugriff Seiten 493 - 496
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 497 - 530





