
Politische Rede
oder Wie wir entscheiden- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Der renommierte Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen geht in seinen Aufsätzen den Fragen nach, was eine gute Rede ist und wie diese bei Entscheidungen in der aktuellen Politik eingesetzt wird.
Die Kunst der politischen Rhetorik droht oftmals zur Inszenierung zu verkommen. Für Politiker gilt auf den Medienbühnen, möglichst unangreifbar zu formulieren, sich als kompetent und innovativ, durchsetzungsstark und doch nahbar zu zeigen, ohne im Moment des Redens tatsächlich greifbar zu werden. Politische Rhetorik scheint daher heute vor allem antrainierte, vorsichtig berechnende, demoskopisch orientierte Routine zu sein. Dieser Facette der politischen Rede geht Pörksen in seinen Beiträgen nach.
Er untersucht aber auch das Programm und die Poetik der Entscheidungsrede, die im Vertrauen auf die Mündigkeit des Publikums in Debatten die entschiedene These und den konzeptionellen Entwurf wagt. Sie zielt nicht zuerst auf die Zustimmung der großen Zahl, sondern regt zur Debatte von Alternativen an, um eine konkrete Situation zu klären.
Die Kunst der politischen Rhetorik, so zeigt Uwe Pörksen in seinen Studien zur Macht von Begriffen und Bildern, lässt sich eben nicht nur als Überwältigungstechnik begreifen, sondern auch als die angewandte Ethik der öffentlichen Welt. Sie ist Theorie und Praxis einer eigenständigen, urdemokratischen Suche nach dem gesellschaftlich Vernünftigen und Besseren.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-8353-1930-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2988-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 288
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Zur Einführung Kein Zugriff Seiten 13 - 40
- Weißer Jahrgang. Am Schwarzen Brett Kein Zugriff Seiten 41 - 44
- Amtsträger, Sprachträger Kein Zugriff Seiten 45 - 49
- Vom pseudowissenschaftlichen Jargon Kein Zugriff Seiten 50 - 58
- Plädoyer für politische Kultur Kein Zugriff Seiten 59 - 70
- Plastikwörter diesseits und jenseits der Elbe Kein Zugriff Seiten 71 - 93
- »Unsere politische Sprache ist leer und bewegt fast nichts mehr.« Politik als Sprache und literarische Form Kein Zugriff Seiten 94 - 120
- Das Visiotyp des Golfkriegs – Was sind Visiotype? Kein Zugriff Seiten 121 - 126
- Die totale Entwirklichung. Zur Sprache der Kriegsberichterstattung Kein Zugriff Seiten 127 - 145
- Die visuelle Regie der Olympischen Spiele in München Kein Zugriff Seiten 146 - 148
- Was sind Logos, Kurven, Visiotype? Kein Zugriff Seiten 149 - 153
- Bewegungsbegriffe mit vorherrschendem Zukunftsaspekt Kein Zugriff Seiten 154 - 155
- Das Visiotyp als Generalnenner Kein Zugriff Seiten 156 - 158
- Kompetenz oder Orientierung? Ein Vortrag auf der Lüneburger Germanistentagung 1999 Kein Zugriff Seiten 159 - 173
- ›Im öffentlichen Raum etwas Neues anfangen.‹ Warum es sinnvoll ist, die Rhetorik in die Universität zurückzuholen oder ›Wir sind keine Kunden‹ Kein Zugriff Seiten 174 - 189
- Rhetorik als Möglichkeit, der Mediensprache Mündlichkeit einzuverleiben. Eine Skizze Kein Zugriff Seiten 190 - 202
- Die politische Zunge. Eine kurze Kritik der öffentlichen Rede Kein Zugriff Seiten 203 - 227
- »Rede, daß ich dich sehe!« Notwendigkeit eines Carl-Gustav-Jochmann-Instituts für Politische Sprache Kein Zugriff Seiten 228 - 240
- Rednerschulen als Politikwerkstatt. Vorschlag einer Akademie zur guten Rede Kein Zugriff Seiten 241 - 242
- Wohin geht unsere Stadt. Vorschlag einer Erweiterung des Kulturbegriffs Kein Zugriff Seiten 243 - 261
- Wissenschaftssprache – Umgangssprache –Politikberatung. Drei sprachliche Felder – drei Diskurse Kein Zugriff Seiten 262 - 278
- »Es ist bekannt, daß die Sprache ein Spiegel des Verstandes ist …«. Reichtum, Reinigkeit und Glanzaus alter und in neuer Sicht Kein Zugriff Seiten 279 - 287
- Impressum Kein Zugriff Seiten 288 - 288




