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Monographie Kein Zugriff

Soziale Gerechtigkeit, Verantwortung und Würde

Der egalitäre Liberalismus nach John Rawls und Ronald Dworkin
Autor:innen:
Reihe:
Praktische Philosophie, Band 80
Verlag:
 2008

Zusammenfassung

Nach liberaler Auffassung bezeichnet soziale Gerechtigkeit die moralische Intuition, dass die Lebensaussichten der Menschen von ihren eigenen Entscheidungen abhängen sollten, nicht aber von den sozialen Umständen, für die sie nichts können. Dieser grundlegende Gedanke hat eine Kehrseite: Soziale Ungleichheiten, die sich auf die freiwilligen Entscheidungen der Menschen zurückführen lassen, gelten als gerechtfertigt. Die Verantwortung des Wohlfahrtsstaats für die Bedingungen gleicher Freiheit findet in der Idee der primären Verantwortung der Person für das Gelingen ihres Lebens ihre Grenze. Die Frage, wie sie zu ziehen sei, ist freilich nicht nur Gegenstand politischer Kontroversen über die Zukunft des Sozialstaats, sondern auch in der philosophischen Debatte seit Rawls heftig umstritten. In seinem Buch unterscheidet Eckhard Romanus drei Kontexte sozialer Gerechtigkeit, in denen jeweils ein besonderes Gerechtigkeitsprinzip zur Anwendung gelangt: Chancengleichheit, Tausch- bzw. Kooperationsgerechtigkeit und soziale Sicherheit. Erst diese Unterscheidung ermöglicht ein kritisches Verständnis der Idee der Eigenverantwortung, die mehr sein soll als eine mythologische Rechtfertigung des ökonomischen Laissez-faire. Diese komplexe Konzeption sozialer Gerechtigkeit folgt aus dem Grundsatz des Respekts der Menschenwürde aller Gesellschaftsmitglieder. Gerechtigkeit richtet sich - so die grundlegende These - gegen solche Machtungleichheiten im sozioökonomischen Kontext, die die Menschen demütigen. Somit ist dieses Buch eine Verteidigung des Egalitarismus gegen seine Gegner. Romanus verteidigt eine egalitaristische Konzeption sozialer Gerechtigkeit, die durch drei Prinzipien gekennzeichnet ist: Chancengleichheit, Tauschgerechtigkeit und soziale Sicherheit. Erst die Unterscheidung der Kontexte dieser drei Gerechtigkeitsprinzipien, ermöglicht ein kritisches Verständnis der Idee der Eigenverantwortung, die den Liberalismus auszeichnet.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2008
ISBN-Print
978-3-495-48280-3
ISBN-Online
978-3-495-99695-9
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Praktische Philosophie
Band
80
Sprache
Deutsch
Seiten
382
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 22
    1. Zum Ursprung des klassischen Chancengleichheitsgedankens: Kant Kein Zugriff
    2. Rawls: Chancengleichheit, Verdienst und natürliche Ungleichheit Kein Zugriff
    3. Exkurs: Zum Begriff des Verdienstes Kein Zugriff
    4. Zum Vorrang des Verdienstes bei Rawls Kein Zugriff
    5. Die Begründung des Chancengleichheitsprinzips und seines Vorrangs Kein Zugriff
    6. Geht der Vorrang des Chancengleichheitsprinzips zu weit? Zum Wert der Bildung Kein Zugriff
    7. Unparteilichkeit und Eigenverantwortung im Kontext der Einkommens- und Vermögensgerechtigkeit Kein Zugriff
    1. Zum Begriff ethischer Verantwortung: Charles Taylors Konzept starker Wertungen Kein Zugriff
    2. Liberalismus und das gute Leben Kein Zugriff
    3. Willkürliche vs. kritische Interessen Kein Zugriff
    4. Soziale Gerechtigkeit und Selbstverantwortung Kein Zugriff
    5. DerWert subjektiver Überzeugungen Kein Zugriff
    1. Liberalismus Kein Zugriff
    2. Freiheit und Gleichheit als konkurrierende Werte Kein Zugriff
      1. Dworkins Rechtsbegriff Kein Zugriff
      2. Freiheit vs. Autonomie Kein Zugriff
    3. Brückenstrategie Kein Zugriff
    4. Freiheit und soziale Verantwortung Kein Zugriff
    1. Statusgleichheit vs. Verteilungsgleichheit Kein Zugriff
    2. Dworkins »partnerschaftliches« Demokratiemodell Kein Zugriff
    1. Gleiche Marktfreiheiten: Das Versteigerungsmodell Kein Zugriff
    2. Chancengleichheit als »Absichtsgleichheit« Kein Zugriff
    3. Einkommen und Verdienst Kein Zugriff
    4. Das Versicherungsmodell I: Workfare Kein Zugriff
    5. »Schicksalsgleichheit« vs. Kooperationsgerechtigkeit Kein Zugriff
    1. Grundlagen der Solidarität Kein Zugriff
    2. Das Versicherungsmodell II: Krankenversicherung Kein Zugriff
    3. Das Versicherungsmodell III: Arbeitslosenversicherung Kein Zugriff
  3. Recht auf Arbeit? Kein Zugriff Seiten 290 - 298
  4. Was ist Arbeit? Über das Verhältnis von Familien- und Erwerbsarbeit Kein Zugriff Seiten 299 - 314
    1. Moralischer Egalitarismus Kein Zugriff
    2. Chancengleichheit, Familie und Suffizienz Kein Zugriff
    3. Anerkennung statt Achtung? Kein Zugriff
    4. Würde und Gleichheit Kein Zugriff
    5. Würde und soziale Sicherheit Kein Zugriff
    6. Würde und Chancengleichheit Kein Zugriff
    7. Würde und Tauschgerechtigkeit Kein Zugriff
    8. Vier Prinzipien sozialer Gerechtigkeit Kein Zugriff
  5. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 373 - 380
  6. Personenregister Kein Zugriff Seiten 381 - 382

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