
Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation
Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924- Autor:innen:
- Reihe:
- Klostermann Rote Reihe, Band 117
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Wie kam es zu einer Entfremdung zwischen Russland und Georgien, zweier Länder desselben chalkedonensischen Glaubensbekenntnisses, deren Verbindungen bis ins Frühmittelalter zurückreichen? Georgische Einflüsse lassen sich bereits am glagolitischen Alphabet (9. Jh.) und der Nestorchronik (12. Jh.) ablesen. Ebenso alt ist die russische Sehnsucht nach dem georgischen Paradiesgarten, dem Vyrïj-sad, wohin die Vögel alljährlich zum Überwintern ziehen. “Indeed, we began to believe that most Russians hope that if they live good and virtuos lives, they will not go to heaven, but to Georgia, when they die”, schreibt John Steinbeck 1948 im Russian Journal. Nach dem Fall Konstantinopels begann für die Georgier „die Sonne im Norden aufzugehen“, wie es der Dichter Mamuk´a Barat´ašvili formuliert, doch entgeht den Georgiern die Säkularisierung der „Heiligen Rus´“, welche sich nicht mehr von eschatologischem Sendungsbewusstsein, sondern von der Staatsräson leiten lässt. Das Missverständnis bedingt eine Entfremdung und eine Tragödie, die bis heute währt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-465-04407-9
- ISBN-Online
- 978-3-465-14407-6
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Klostermann Rote Reihe
- Band
- 117
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 238
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1. Zur Aktualität des Konflikts Kein Zugriff
- 2. Zum Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 3. Methodologische Überlegungen Kein Zugriff
- 4. Zur Begrifflichkeit Kein Zugriff
- 1. Sakartvelo – das Land unter dem Rebenkreuz Kein Zugriff
- 2. Ältere und jüngere Orthodoxie Kein Zugriff
- 3. Das Goldene Zeitalter Kein Zugriff
- 4. Das Land der Blutzeugen Kein Zugriff
- 1. Georgien und das "weiße Rußland des großen Nordens" Kein Zugriff
- 2. Vaxt'ang V I. und Peter d. Gr. Kein Zugriff
- 3. Erek'le II. und Katharina II. d. Gr. Kein Zugriff
- 4. Der Vertrag von Georgievsk Kein Zugriff
- 5. Die Katastrophe von 1795 Kein Zugriff
- 6. Georgien am Vorabend der Annexion Kein Zugriff
- 7. Vom Protektorat zur Annexion Kein Zugriff
- 1. Das Ende der Bagratidenherrschaft Kein Zugriff
- 2. Imeretien: Aufstand für Tradition und Kirche Kein Zugriff
- 3. Die Adelsverschwörung von 1832 Kein Zugriff
- 4. Rebellion, Annexion, Sammlung der georgischen Erde Kein Zugriff
- 5. Imperiale Leistungen und Verfehlungen Kein Zugriff
- 6. Entfeudalisierung "a Ia russe" – Bauernbefreiung in Georgien Kein Zugriff
- 7. Die Ära panslawistischer Repression Kein Zugriff
- 1 . Der russische Kaukasus – Sehnsucht und Seelenlandschaft Kein Zugriff
- 2. Kaukasusmythos und "mission civilisatrice russe" Kein Zugriff
- 3. Zwischen Russophilie und Selbstbehauptung Kein Zugriff
- 4. Plus russe que les Russes Kein Zugriff
- 5. Ambivalenz der Anpassung Kein Zugriff
- 1. "Väter und Söhne" Kein Zugriff
- 2. Ilia C'avc' avadze und die nationale Renaissance Kein Zugriff
- 3. Die Alphabetisierungsgesellschaft Kein Zugriff
- 4. Spaltungen der Intelligencija: Erste, Zweite, Dritte Gruppe Kein Zugriff
- 5. Das Seminar der Revolution Kein Zugriff
- 6. Sozialismus und nationale Frage Kein Zugriff
- 1. Die Aufbebung der Autokephalie Kein Zugriff
- 2. Der Tod des Lazarus Kein Zugriff
- 3. Unterdrückung und Gegenwehr Kein Zugriff
- 4. Die Wiederkehr der Autokephaliefrage Kein Zugriff
- 1. Vorspiel: Die Revolution von 1905 in Georgien Kein Zugriff
- 2. Rufe nach Autonomie Kein Zugriff
- 3. Zweierlei Patrioten: Georgier im Ersten Weltkrieg Kein Zugriff
- 4. Vom Exarchat zum Patriarchat Kein Zugriff
- 5. Sakartvelos Demok 'rat 'iuli Resp 'ublik 'a Kein Zugriff
- 6. Das Finale Kein Zugriff
- 7. Nachspiel: Der Aufstand von 1924 Kein Zugriff
- IX. Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 212 - 223
- X. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 224 - 238




