Christoph Schlingensief: Resonanzen
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- 2020
Zusammenfassung
"Schlingensiefs Kunst war immer ein Spiel mit den Grenzen der Kunst und auch mit deren Überschreitung."
Carl Hegemann
Kunst oder Quatsch? Schlingensiefs Arbeiten werfen noch immer Fragen auf: Handelt es sich um Zeitdiagnosen? In welchen Traditionslinien stehen sie? Inwiefern sind sie selbst traditionsbildend geworden?
Und: Worin liegt ihre Aktualität begründet?
Christoph Schlingensief bewegte sich, mit dem Ruf des "enfant terrible" des deutschen Kulturbetriebs spielend, souverän in ganz unterschiedlichen Medien – und oftmals auch jenseits der Grenzen des "guten Geschmacks". Ob er als Regisseur seine ganz eigene Geschichte der deutschen Wiedervereinigung schrieb, als Opernregisseur zu Wagners Musik einen Hasen im Zeitraffer verwesen ließ oder als Autor und Theatermacher seine Krankheit und sein Sterben thematisierte – im besonderen Maße provokant und berührend wirkte all dies, weil Schlingensief sich selbst der Öffentlichkeit aussetzte, sich ins Zentrum seiner Arbeiten stellte und das Spiel mit der Ununterscheidbarkeit von Person und "persona" in beeindruckender Konsequenz bis zum Schluss fortführte.
Bei seinem Publikum sorgte diese Kunst für eine Resonanz, die bis heute fortwirkt. Schlingensiefs Arbeiten, das zeigen die Beiträge dieses Bandes, sind nicht vergessen. Zehn Jahre nach seinem Tod werden Texte von WeggefährtInnen und WissenschaftlerInnen versammelt, die an Schlingensiefs Werk erinnern und dieses auf seine Aktualität für die Gegenwart befragen.
Vanessa Höving studierte in Köln, Helsinki und St. Louis. 2017 Promotion an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zu Medialitätsverhandlungen bei Annette von Droste-Hülshoff. Ebenfalls seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medienwissenschaft an der FernUniversität Hagen. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 19. Bis 21. Jahrhunderts, Literatur und Medialität, Kulturtheorie, Gender. Katja Holweck studierte in Mannheim und Paris. Sie promoviert zum dramatischen OEuvre Christian Dietrich Grabbes, gefördert durch ein Stipendium der LGF Baden-Württemberg. Seit Herbst 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim. Arbeitsschwerpunkte: Literatur des Vormärz, Romane und Novellen der Jahrtausendwende sowie das Drama und das Theater der Gegenwart. Thomas Wortmann studierte in Bonn, St. Louis und Köln. 2014 Promotion an der Universität zu Köln, danach Juniorprofessor und Juniordozent für Germanistik und Medienästhetik an den Universitäten Tübingen und Mannheim. Seit 2018 Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und qualitative Medienanalyse an der Universität Mannheim. Arbeitsschwerpunkte: Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Drama und Theater seit 2000 und Film.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-96707-409-3
- ISBN-Online
- 978-3-96707-410-9
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 232
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- Schlingensiefs Fehlen. Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 13 Vanessa Höving, Katja Holweck, Thomas Wortmann
- Der Schrecken der Vereinigung Kein Zugriff Seiten 14 - 17 Elfriede Jelinek
- Fernsehen in der U-Bahn. Schlingensiefs Experiment über Unterhaltung und Invektivität Kein Zugriff Seiten 18 - 36 Lars Koch
- Ästhetische Praxis im öffentlichen Raum. Warum Christoph Schlingensiefs Aktionskunst heute wahrscheinlich keine Chance mehr hätte Kein Zugriff Seiten 37 - 44 Carl Hegemann
- It’s a dirty job, but somebody’s gotta do it. Müll bei Schlingensief Kein Zugriff Seiten 45 - 58 Vanessa Höving
- Keine Einigkeit, nirgends. Von der (ästhetischen) Notwendigkeit der Selbstprovokation Kein Zugriff Seiten 59 - 68 Johanna Zorn
- Ambiguität & Engagement. Zur Problematik politischer Kunst in der Moderne Kein Zugriff Seiten 69 - 99 Verena Krieger
- Banküberfall! Als Christoph Schlingensief und Carl Hegemann versuchten, den Kapitalismus zu retten Kein Zugriff Seiten 100 - 114 Thomas Wortmann
- »Chance 2000« Kein Zugriff Seiten 115 - 116 Elfriede Jelinek
- Wagner meets Samba. Christoph Schlingensiefs Fliegender Holländer Kein Zugriff Seiten 117 - 136 Mara Kirchmann
- Glosse, Kunst und Krankenhaus. Christoph Schlingensiefs Kolumne Intensivstation in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Kein Zugriff Seiten 137 - 153 Leon Igel
- Wer über Schlingensief redet, muss selbst von ihm gepackt sein! Christoph Schlingensief und die künstlerische Forschung Kein Zugriff Seiten 154 - 171 Sarah Pogoda
- Zur Endlichkeit in Christoph Schlingensiefs Tagebuch So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Kein Zugriff Seiten 172 - 190 Jano Sobottka
- (K)ein Ende? Schlingensief und die Folgen Kein Zugriff Seiten 191 - 212 Katja Holweck
- Zwischen Spott und Verehrung, Ironie und Ernst Christoph Schlingensief im Spiegel der Erinnerungen Kein Zugriff Seiten 213 - 228 Lutz Ellrich
- Biogramm Christoph Schlingensief Kein Zugriff Seiten 229 - 229
- Beiträger*innen Kein Zugriff Seiten 230 - 232





