Die Ökonomie der Literatur
Zur literarischen Genealogie des ökonomischen Menschen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Das vorliegende Buch widmet sich der
Frage, was die Literatur über das Ökonomische
weiß. Zu Zeiten, in denen
wohl zu Recht allenthalben behauptet
wird, unsere Gesellschaft und mithin
das Leben jedes Einzelnen sei zunehmend
vom Ökonomischen bestimmt,
ist diese Frage in besonderer Weise
relevant: umso mehr, als es oft bei
dieser Behauptung bleibt und darüber
hinaus nicht in den Blick gerät, wie
die Rede von der ‚Ökonomisierung‘
eigentlich funktioniert, welchen Wertehaushalt
sie ihrerseits etabliert und wo
in historischer Hinsicht ihre Anfänge
zu vermuten sind. Die Literatur weiß
hier Abhilfe zu schaffen: Spätestens
seit Beginn der Frühen Neuzeit gibt
sie Aufschluss darüber, wie die Subjekte,
Medien und Modalitäten ökonomischen
Handelns zu bestimmten
Zeitpunkten bedacht und zur Sprache
gebracht werden – vor allem da, wo
(wie vor dem 18. Jahrhundert) noch
kein systematisches Wissen über die
Wirtschaft der Gesellschaft verfügbar
ist, aber auch da, wo (wie vom
18. Jahrhundert bis heute) die Volks- und
Betriebswirtschaftslehren offensichtlich
an ökonomischen Tendenzen
des Gesamtzusammenhangs wie an
den Erfahrungen und Befindlichkeiten
Einzelner regelmäßig vorbei gehen.
Dieses, das literarisch vermittelte Wissen
vom Ökonomischen, genauer: von
der Genealogie des ökonomischen
Menschen, wird hier lesbar gemacht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-8498-1305-5
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1349-9
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 237
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Die Ökonomie der Literatur. Zur literarischen Genealogie des ökonomischen Menschen Kein Zugriff Seiten 7 - 22
- Was die Literatur vor der Literatur vom Ökonomischen weiß Kein Zugriff Seiten 23 - 36
- Tausch und Täuschung. Performative Kompetenz als Grundlage ökonomisch erfolgreichen Handelns im spanischen Pikaro-Roman Kein Zugriff Seiten 37 - 50
- Zur (literarischen) Theorie des ökonomischen Menschen im 17. Jahrhundert: Charles Sorels »Histoire comique de Francion« Kein Zugriff Seiten 51 - 64
- Falschgeld und Täuschungspraktiken: Die »Histoire comique de Francion« Kein Zugriff Seiten 65 - 74
- Von der Bildung des ökonomischen Menschen zur Überwindung des Ökonomischen durch den Menschen: Gil Blas und Wilhelm Meister Kein Zugriff Seiten 75 - 86
- Spektakuläre Spekulationen. Zur literarischen (und filmischen) Anthropologie des Finanzmenschen Kein Zugriff Seiten 87 - 124
- Die Welt als Supermarkt. Zur literarischen Anthropologie des kaufenden Menschen Kein Zugriff Seiten 125 - 158
- Zur Ökonomie des Textes bei Rainald Goetz, Kathrin Röggla und Ernst-Wilhelm Händler Kein Zugriff Seiten 159 - 174
- Ausweitung der Kampfzone. Repräsentation der Krise und Krise der Repräsentation: Erzählliteratur und Film in Argentinien nach 2001 Kein Zugriff Seiten 175 - 202
- »Rosetta« und »Yella«. Von der Unmöglichkeit der erzählerischen Resozialisierung des ökonomischen Menschen Kein Zugriff Seiten 203 - 212
- Literatur Kein Zugriff Seiten 213 - 237





