Die Vorstellungskraft spazieren führen
Zur Entstehungs- und Frühgeschichte der französischen Kantate zwischen Kulturtransfer und Neuerfindung- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, Band 122
- Verlag:
- 01.02.2023
Zusammenfassung
Sie führe mit vielfältigen Ausdrucksweisen „die Vorstellungskraft spazieren“, schreibt Sébastien de Brossard über die konzertante Gattung Kantate. Um 1700 erschien vor allem die französische Kantate als besonderes poetisches und musikalisches Phänomen, wenn auch als eines von kurzer Dauer. In der ursprünglich aus Italien stammenden Kantate wurden nun italienische Instrumental- und französische Vokalmusik vereint: Eine vielseitige neue Gattung war erfunden. Daraus ergeben sich Fragen zu Kulturtransfers und Stilmischungen (Goût réuni), die sowohl im Kontext zeitgenössischer, ideologisch aufgeladener Diskussionen als auch in der Forschung bereits unterschiedlich beantwortet worden sind. Die Gattung wurde dabei oft nicht als eigenständig, sondern mit Bezugnahme auf die Oper thematisiert. Die neuste Annahme versteht die Kantate hingegen als variablen musikalisch-literarischen „Strukturtypus“ mit Katalysatorfunktion. Die Autorin knüpft dort an, nähert sich den französischen Kantaten, ihren gattungsspezifischen, stilistischen und topisch von der Oper beeinflussten Ausprägungen durch Analysen, betrachtet sie erstmals als Werke eigenen Rechts mit eigener Dramaturgie und arbeitet in Bezug auf die Entstehungs- und Frühgeschichte Ideologien, soziale Netzwerke, Milieus, Gattungsgrenzen sowie -überschneidungen und Eigenarten heraus.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 01.02.2023
- ISBN-Print
- 978-3-487-16251-5
- ISBN-Online
- 978-3-487-42422-4
- Verlag
- Georg Olms Verlag, Baden-Baden
- Reihe
- Studien und Materialien zur Musikwissenschaft
- Band
- 122
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 528
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Die Forschungslage und Gattungsdebatte zur Kantate Kein Zugriff
- Die Forschungslage zur französischen Kantate Kein Zugriff
- Erst die Oper, dann die Kantate: Italienische Musik gelangt nach Frankreich Kein Zugriff
- Die italienische Kantate bis und um 1700 Kein Zugriff
- Die Rezeption und Adaption der italienischen Kantate in Frankreich und Europa Kein Zugriff
- Die Kantate im Kontext der Debatte um den italienischen und französischen Stil Kein Zugriff
- Oper – kleine Oper – Kantate: Zum Verhältnis von Oper und Kantate bis und um 1700 Kein Zugriff
- Zu den Quellen und der Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands Kein Zugriff
- Ästhetische Begriffe Kein Zugriff
- Musikanalytische Begriffe Kein Zugriff
- Entstehungs- und Aufführungskontexte sowie Besetzungen Kein Zugriff
- Textgestaltungen und formale Anlagen Kein Zugriff
- Stilistische Umsetzungen der Rezitative und Arien Kein Zugriff
- Exkurs 1: Zwei weitere französische (Orpheus-)Opern Kein Zugriff
- Exkurs 2: Französische Kantaten mit Opernelementen Kein Zugriff
- Zusammenfassung: Oper und Kantate im Vergleich Kein Zugriff
- „Inépuisable pour inventer“ – Der italienische Stil seit der Seconda pratica Kein Zugriff
- „La douceur française“ – Der französische Goût im 17. Jahrhundert Kein Zugriff
- Harmonik und Tonartcharakteristiken um 1700 Kein Zugriff
- Exkurs 1: Jean-Baptiste Stucks „mélange“ und „réunion“ im Prolog der Tragédie Méléagre (1709) Kein Zugriff
- Exkurs 2: François Couperins „Réunion des gôuts“ in den Concerts L’Apothéose de Corelli (1724) und L’Apothéose de Lully (1725) Kein Zugriff
- Zusammenfassung: Der italienische und französische Stil im Vergleich Kein Zugriff
- Antoinette Deshoulières und Sébastien de Brossards ‚Kantatenidylle‘ Les Misères humaines Kein Zugriff
- Die ‚Erfindung‘ vor der ‚Erfindung‘: Die Concerts à chanter aus Hannover Kein Zugriff
- ‚Kantatendialoge‘ und ‚Kantatenarien‘ in den Recueils d’airs sérieux et à boire Kein Zugriff
- Fazit: Von den Ausgangspunkten zur neuen und eigenständigen Gattung Kein Zugriff
- Italienische Kantatendichtungen um 1700 Kein Zugriff
- Anfänge der Kantatendichtung in Frankreich Kein Zugriff
- Von der Ode zur Kantate: Jean-Baptiste Rousseau Kein Zugriff
- Die ersten Kantatenkomponisten, ihre Mäzen* innen und Netzwerke Kein Zugriff
- Die Widmungen, Verlage und Drucktechniken sowie ihre Bedeutung für die frühen Kantatenbücher Kein Zugriff
- Zwei Nationalstile, drei Komponisten, viele Ausdrucksmöglichkeiten: Die drei ersten Kantatenbücher von Nicolas Bernier, Jean-Baptiste Morin und Jean-Baptiste Stuck Kein Zugriff
- Eine Dichtung, mehrere Vertonungen: Die Kantaten L’Impatience (amoureuse), Philomèle und Bachus von Nicolas Bernier, Jean-Baptiste de Bousset, [Pietro Antonio] Fiocco, Jean-Baptiste Morin und Jean-Ba... Kein Zugriff
- Fazit: Die französischen Kantaten um 1706 als ‚neuerfundene Werke‘ Kein Zugriff
- Frauenerziehung und Musik im Versailles des ausgehenden 17. Jahrhunderts Kein Zugriff
- Von Held* innen, Opfern und Liebesleiden(-schaften): Frauenund Männerfiguren in den Kantatendichtungen um 1700 Kein Zugriff
- Die ‚Neuerfindung‘ der geistlichen Kantate von Élisabeth Jacquet de La Guerre und Antoine Houdar de La Motte und Sébastien de Brossards Beitrag Kein Zugriff
- Vom Opernlibretto zur Kantatendichtung: Marie de Louvencourts neue Dichtungsform Kein Zugriff
- Zwischenfazit: Die Bedeutung des ‚Weiblichen‘ für die französische Kantate Kein Zugriff
- Die stilistische, formale und instrumentalmusikalische Weiterentwicklung der Kantaten von Nicolas Bernier, Jean-Baptiste Morin und Jean-Baptiste Stuck nach 1706 Kein Zugriff
- Neue Stilmischungen am Beispiel von Jean-Baptiste de Bousset und André Campra Kein Zugriff
- Erweiterte und neue Formen am Beispiel von Brunet de Moland Kein Zugriff
- Größere und vielfältige Besetzungsmodelle, stärkere Integration und neuartige Funktionen von Instrumentalmusik am Beispiel von Thomas-Louis Bourgeois, Philippe Courbois, Louis-Nicolas Clérambault und... Kein Zugriff
- Fazit: Die Ausdifferenzierung der französischen Kantate durch neue Impulse Kein Zugriff
- Schlussfazit: Die französische Kantate zwischen Kulturtransfer und Neuerfindung Kein Zugriff Seiten 485 - 490
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Musikalische Quellen Kein Zugriff
- Primärliteratur Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff
- Lexikonartikel Kein Zugriff
- Personen- und Werkregister Kein Zugriff Seiten 519 - 528





