Saul Friedländers "Kitsch und Tod" revisited
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- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Haben Bücher und Filme seit den 1970er Jahren in ihrer Darstellung des Nationalsozialismus zunehmend die Ästhetik des 'Dritten Reiches' übernommen? 1982 machte der Historiker Saul Friedländer auf eine Veränderung des "Bild[es] des Nazismus in der ganzen westlichen Welt" aufmerksam: Er beobachtete einen Widerschein des Nationalsozialismus in zahlreichen Büchern und Filmen, der eine Faszination aufrufe, die der der NS-Propaganda nicht unähnlich sei. In Werken von Autoren wie Joachim C. Fest, George Steiner und Michel Tournier und Filmen von Hans-Jürgen Syberberg oder Luigi Visconti stellte er Elemente einer Ästhetik fest, die ihr Publikum in einen Bann schlage, der in vieler Hinsicht jenem ähnlich sei, "in den Hitler seine Anhänger schlug". Zwar gesteht Friedländer diesem neuen Diskurs zu, die durch die Dimension der Katastrophe bedingte "Sprachlähmung" und "Blockierung" der Darstellung aufzubrechen, fürchtet jedoch zugleich, dass jener "ethische Imperativ" gefährdet würde, der jede Befassung mit der NS-Zeit seit Kriegsende geprägt habe. Dieser Band diskutiert rund 40 Jahre nach Erscheinen Anwendbarkeit und Produktivität der zentralen Beobachtungen und Thesen aus "Kitsch und Tod" unter den teils kategorial veränderten weltpolitischen, erinnerungspolitischen, gesellschaftlichen und medial-kulturellen Bedingungen der Gegenwart.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-68930-165-1
- ISBN-Online
- 978-3-68930-166-8
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 255
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Grußwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10Autor:innen:
- Autor:innen: |
- Zu den einzelnen Beiträgen: Kein Zugriff
- Autor:innen:
- 1 Demonstrativer Verzicht auf einen moralischen Imperativ Kein Zugriff
- 2 Selbstgewissheit statt Erhalt einer gewissen Fassungslosigkeit Kein Zugriff
- 3 Vorstellungen einer massenhaften Faszination vom NS Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Prämisse Kein Zugriff
- 1 Faszination Kein Zugriff
- 2 Das Unbewusste der Filmemacher:innen und das Unbehagen der Zuschauer:innen Kein Zugriff
- 1 Entstehung und Autorenperspektiven Kein Zugriff
- 2 Die Verdammten Kein Zugriff
- 3 Der Nachtportier Kein Zugriff
- 4 Verantwortung und Gewalt, tragisches Pathos und Distanz Kein Zugriff
- 5 Die Erinnerung an die Shoah Kein Zugriff
- Schlussbemerkung Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Der Plot Kein Zugriff
- Die Rezeption der Erzählung bis 1982 Kein Zugriff
- Friedländers Kritik an Steiners »Portage to San Cristóbal of A. H.« Kein Zugriff
- Entwicklungen bis zur deutschsprachigen Erstausgabe 1984 Kein Zugriff
- Die Ergänzungen für die Neuausgabe 1984 Kein Zugriff
- Adressierungen an das deutsche Publikum Kein Zugriff
- »The Portage to San Cristóbal of A. H.« im Suhrkamp Verlag Kein Zugriff
- George Steiner und Saul Friedländer Kein Zugriff
- Postskriptum Herbst 2025 Kein Zugriff
- Schreiben über den Holocaust – Saul Friedländers Werk im Zeitalter der Erinnerung Kein Zugriff Seiten 107 - 117Autor:innen:
- Schöpferischer deutscher Irrationalismus – Syberbergs Hitlerfilm und Friedländers »Kitsch und Tod« aus heutiger Sicht Kein Zugriff Seiten 118 - 133Autor:innen:
- Autor:innen:
- 1 Kitsch und Tod 1975: Terrificolor Kein Zugriff
- 2 Silhouetten einer verdrängten Vergangenheit Kein Zugriff
- 3 Normalisierung durch Narration Kein Zugriff
- 4 Gespenstische Ornamente Kein Zugriff
- 5 Die Gegenwart des Exorzismus Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Biografisches Erzählen Kein Zugriff
- Täterperspektiven Kein Zugriff
- Statt eines Fazits Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Friedländers Kritik und ihre Schwächen Kein Zugriff
- Die Erzählstruktur des Romans Kein Zugriff
- Die Leserlenkung im »Erlkönig« Kein Zugriff
- Die Wirkung des Romans Kein Zugriff
- »Kitsch und Tod« als Provokation der Literaturwissenschaft Kein Zugriff
- Autor:innen:
- 1 Zur Einführung: Sentimentalität, Holocaustkitsch und Holocaust etiquette Kein Zugriff
- 2 William Styrons »Sophie’s Choice«: falsche Opfer, falsche Gefühle Kein Zugriff
- 3 Leslie Epstein: Das Lachen als falscher Modus? Kein Zugriff
- 4 Epilog Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Südseekitsch und Lächerlichkeit: »Imperium« im Widerschein des ›neuen‹ Diskurses Kein Zugriff
- Totale Medialität: Krachts Simulation des historiografischen Erzählens Kein Zugriff
- Kracht mit Friedländer – Friedländer mit Kracht gelesen Kein Zugriff
- Autor:innen:
- Die Grenzen der Darstellung untersuchen Kein Zugriff
- »Im Schatten keiner Türme«. Ungleichzeitigkeiten der Nuller Jahre Kein Zugriff
- »Never again« for anyone?! Zur manifesten Krise des Holocaustgedenkens heute Kein Zugriff
- Die Beiträgerinnen und Beiträger Kein Zugriff Seiten 255 - 256






