
Reflexion der Stunden
Lektüre und Wissenschaftsgeschichte von Rilkes Gedichtzyklus ›Das Stunden-Buch‹- Autor:innen:
- Reihe:
- Philologien
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Eine kurrente Gesamtdeutung von Rilkes berühmtem Frühwerk vor dem Hintergrund einer eingehenden Geschichte der Lektüren »Das Stunden-Buch« begründet Rilkes Ruhm. Der Zyklus steht am Anfang von dessen weltweiter, großer Rezeption, in der Rilke zunächst als ein religiöser Dichter galt. Bis heute ist die Forschung zu diesem Werk bedingt von der ersten Aufnahme. Als Dokument einer religiösen Welt-anschauung steht »Das Stunden-Buch« so im Schatten des weitaus breiter erforschten mittleren und späten Werks. Benjamin Krutzky zeigt in einer durchgehenden Lektüre aller Gedichte, dass es sich bei den Gedichten nicht um Gebete handelt. Viel eher lässt sich eine schrittweise, quasi-methodisch gewonnene Zurückhaltung erkennen: ein Zurücktreten zunächst der Gottesbestimmungen und dann auch das Zurücktreten vom Insistieren auf einer Gottesbegegnung. Die Zurückhaltung gelingt in den Verfahren von Kritik, Kommentar und Imagination von poetisch geschaffenen Figuren. Mit dieser sprachlichen Bescheidenheit gegenüber transzendenten Figuren weist das Werk auf die Skepsis voraus, die das Spätwerk prägt. Nicht zuletzt korrigiert Krutzkys Studie mit Dokumenten aus dem Nachlass des Dichters die Deutung des Titels, dessen Bindestrich den einfachen Bezug auf die Laienbreviere hintergeht. So treten die »Stunden« als Momente und Orte von Produktivität hervor, die im Zyklus hinsichtlich ihrer Bedingungen befragt werden.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-6142-3
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9346-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Philologien
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 537
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- 1. Zum Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 2. Kreativität als Frage in der Lektüre als methodische Zurückhaltung Kein Zugriff
- 3, Der Status der in der Lektüre gefundenen Begrifflichkeiten Kein Zugriff
- 4. Prinzipien zur Wissenschaftsgeschichte in Porträts Kein Zugriff
- I. Gliederungsvorschlag: Reflexionen des Malermönchs Kein Zugriff
- 1.1 Reflexion der Florenzer Gedichte im ›Florenzer Tagebuch‹ Kein Zugriff
- 1.2 Zur interaktiven Rezeption im ›Florenzer Tagebuch‹ Kein Zugriff
- 1.3 Konstellation zum Begegnungsdenken bei Maeterlinck Kein Zugriff
- 2.1 Kritik als Anklage einer vergangenen Zeit Kein Zugriff
- 2.2 Kritik, gerichtet auf die Künstlergattung ›Michelangelo‹ Kein Zugriff
- 2.3 Italienische Renaissance im Jahreszeitendenken Kein Zugriff
- 2.4 Poetische Neuinterpretation der Madonnenbildnisse Kein Zugriff
- 1. Notizen zur Forschung ›Rilke und Russland‹ Kein Zugriff
- 2. Aspekte aus Rilkes russischen Studien mit Andreas-Salomé Kein Zugriff
- 3. Rituelle Bewegungsform des Bauern im ›Sobór‹ Kein Zugriff
- IV. Fortbestehende Abhängigkeit von der Tradition in der Coda Kein Zugriff
- I. Gliederungsvorschlag: Betrachtung und Übernahme der Pilgerschaft Kein Zugriff
- II. Selbstreformulierungen des ersten Buchs Kein Zugriff
- 1. Erster Teil zum Gedicht II.4: Ich und Du im Vater-Sohn-Zusammenhang Kein Zugriff
- 2. Exkurs: Die Bedeutung des Vergleichs im ›Stunden-Buch‹ Kein Zugriff
- 3. Zweiter Teil zum Gedicht II.4: Wieder, doch anders, der ›Euangelist‹ Kein Zugriff
- 4.1 Exkurs I: In der Kritik Nietzsches produktiv sein Kein Zugriff
- 4.2 Exkurs II: Prädispositionaler Verweis auf Auguste Rodins stetes Sein in der Arbeit Kein Zugriff
- 5. Dritter Teil zum Gedicht II.4: Ende im Kreatürlichen Kein Zugriff
- 6.1 Andreas-Salomés Eingriff in die Überlieferung Kein Zugriff
- 6.2 Das Gedicht II.7 in der Ordnung des Binnenzyklus Kein Zugriff
- 6.3 Lektüre des Gedichts II.7 Kein Zugriff
- 7.1 Die Entfaltung des Erbes Kein Zugriff
- 7.2 Die Fontäne als bildliche Umsetzung des Denkens in der Parenthese Kein Zugriff
- 8. Exkurs: Notiz zur ›Fontäne‹ als Prinzip im Œuvre Rilkes Kein Zugriff
- 1. Fallen und Wandern: die Gesetze des Irdischen Kein Zugriff
- 2. Vergrößerung der Bescheidenheit im Pilgerschaftszyklus Kein Zugriff
- V. Die Landschaft des umgekehrten Baums Kein Zugriff
- 1. Unterschiede in der Dichtungsdisposition zum dritten Buch Kein Zugriff
- 2.1 Die erneute Kontaktaufnahme Rilkes nach der Beendigung des Stunden-Buchs Kein Zugriff
- 2.2 Rilkes Spracharbeit in der Wiederaufnahme des Briefwechsels Kein Zugriff
- II. Standpunkt der Rede des Ich und Gliederungsvorschlag Kein Zugriff
- 1. Der ›eigene Tod‹ als Frucht, verhindert durch die Engel Kein Zugriff
- 2. Poetische Emphase im ›Tod-Gebärer‹ Kein Zugriff
- 3. Gewonnene zwei Seiten der Stimme Kein Zugriff
- IV. Gedichteinschriften in Jens Peter Jacobsens ›Sechs Novellen‹ Kein Zugriff
- 1. Die Anatomie der Armen in der Anleitung, sie richtig zu sehen Kein Zugriff
- 2. Erinnerung »an den Heiligen Franz« im ›Inselschiff‹ (1926) Kein Zugriff
- 3. Metamorphosen des ›großen Armen‹ Kein Zugriff
- VI. Ein Versuch, das dritte Buch als ›artistischen Zyklus‹ zu lesen Kein Zugriff
- 1. Musikalität der Seele und Lebenslehre in den Rezensionen Kein Zugriff
- 2. Erich Sieburg begründet seine ›innere Emigration‹ Kein Zugriff
- 3. Erste wissenschaftliche Beiträge zwischen Mystik und Lebensreligiosität Kein Zugriff
- 1. Religion und Kunst, zwei Seiten einer Erkenntnisfrage Kein Zugriff
- 2. Entwicklung und Anwendung des Kreativitätsmodells Kein Zugriff
- 1. Religiöse Symbolik. Gertrud Bäumers ›Beter‹ Rilke Kein Zugriff
- 2. Philologische Grundlagenforschung von Ruth Mövius Kein Zugriff
- 3. Eva Cassirers Entwicklungshypothese im Zeichen der Diskretion Kein Zugriff
- 1.1 Die ›Nuance‹ als Ausdruck der Aporie von Rilkes Produktivität Kein Zugriff
- 1.2 Masons Nuancierungsanalyse: Der ›Gott‹ im ›Stunden-Buch‹ Kein Zugriff
- 2.1 Im Vergleich schärfer sehen. Rilke und die Logik der Dichtung Kein Zugriff
- 2.2 Mit phänomenologischer Sensibilität in der Entwicklung lesen Kein Zugriff
- 1.1 Ulrich Fülleborns ›Glauben an die Kunst‹ Kein Zugriff
- 1.2 Manfred Engels ›Mythopoesie‹ als Gegenentwurf zur Moderne Kein Zugriff
- 2.1 Wissenschaftsgeschichtliche Verbindung mit Manfred Koch Kein Zugriff
- 2.2 Gottes- und Selbstkonstitution vor dem Horizont kulturgeschichtlicher Realitäten Kein Zugriff
- 2.3 Gelingen als ›Poeto-Theologie‹ oder ›Theo-Poetik‹ Kein Zugriff
- 3. Winfried Eckels ›Reflexionsfigur‹ Kein Zugriff
- 4. Sascha Löwensteins ›poetologische Theologie‹ Kein Zugriff
- Notiz zur Musikalität der Sprache als Natur der Lyrik Rilkes Kein Zugriff Seiten 463 - 473
- Literatur Kein Zugriff
- Werkausgaben Rilkes mit Siglen Kein Zugriff
- Tagebuch- und Briefausgaben Rilkes mit Siglen Kein Zugriff
- Nachschlagewerke samt Siglen Kein Zugriff
- Weitere zitierte Literatur Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 521 - 522
- Gedichte aus dem 1905 gedruckten ›Stunden-Buch‹ Kein Zugriff
- Andere Werke Rilkes Kein Zugriff
- Personen Kein Zugriff





