
Der Elefant, der sich sein Kopfkissen bastelte
Persönlichkeit und Intelligenz der Tiere- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
In den letzten Jahren hat sich in der Wissenschaft ein besseres Verständnis für das Verhalten vor allem wilder Tiere herausgebildet. Neue Fragestellungen kamen auf: Was treibt Tiere an? Wie lernen sie? Wie treffen sie Entscheidungen? Haben Tiere Erwartungen? Spüren sie Enttäuschung? Empfinden Tiere Empathie? Haben sie Zweifel? Was bedeutet Freiheit für ein Tier? So rückte das einzelne Tier ins Zentrum der evolutionsbiologischen Forschung - ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Intelligenz, Emotionen und Persönlichkeit. In einigen Situationen drängt sich die Frage auf, ob zumindest manche Tiere über einen «Sinn für Fairness» verfügen oder ihn entwickeln können. Im klassischen Laborexperiment dazu werden beispielsweise zwei Rhesusaffen oder zwei Papageien in benachbarten Käfigen Futterstücke präsentiert, die sie gegen Jetons eintauschen können. Allerdings sind die angebotenen Bissen sichtlich verschieden, sodass das eine Tier eine weniger begehrte Kost in Aussicht hat als sein Nachbar. Die paarweisen Vergleiche unter sogenannten intelligenten Tierarten - Affen, Papageien und Krähenvertretern - führten zu vollkommen widersprüchlichen Ergebnissen. Das Wiener Forschungsduo Claudia Wascher und Thomas Bugnyar nahm sich Rabenkrähen und Kolkraben vor. Die benachteiligten Individuen tauschten ihr «Wechselgeld» nicht gegen das im Vergleich zu ihren Nachbarn unterwertige Angebot. Auch Kapuziner- und Rhesusaffen schlugen die minderwertigen Belohnungen aus. Genauso lehnten dies Ratten ab. Sie alle legten damit eine Aversion gegen ungleiche Behandlung an den Tag. Demgegenüber ließen etliche andere Arten, wie Nachtaffen und die sonst so gelehrigen Geradschnabelkrähen und Keas, die Ungleichbehandlung anstandslos zu.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-406-84690-8
- ISBN-Online
- 978-3-406-84692-2
- ePub ISBN
- 978-3-406-84691-5
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 350
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Cover Kein Zugriff
- Titel Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- Einführung: Der lange Weg zum Tier Kein Zugriff Seiten 7 - 16
- 1 Alltag der Tiere Kein Zugriff
- 2 Was Tiere antreibt Kein Zugriff
- 3 Was und wie Tiere lernen Kein Zugriff
- 4 Zeit ist der Schlüssel des Lebens Kein Zugriff
- 5 Pionier einer neuen Tierpsychologie: Heini Hediger Kein Zugriff
- 6 Mit Cleverness kommt man durchs Leben Kein Zugriff
- 7 Auf dem Weg zur Individualität Kein Zugriff
- 8 Abwehr und Allianzen über Gattungsgrenzen Kein Zugriff
- 9 Tiere im Umgang mit ihresgleichen und mit Menschen Kein Zugriff
- 10 Genossen und gelehrige Schüler des Menschen Kein Zugriff
- 11 Gruppenleben: Mitreißen, Abwehren, Übernehmen Kein Zugriff
- 12 Kleine tierische Metaphysik Kein Zugriff
- 13 Varianten der Intelligenz Kein Zugriff
- 14 Freiheit und Schönheit Kein Zugriff
- 15 Die Temperamente der Tiere Kein Zugriff
- 16 Gipfel der Tierpsychologie Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 283 - 286
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 287 - 307
- Verwendete Literatur Kein Zugriff Seiten 308 - 331
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 332 - 332
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 333 - 336
- Tiernamenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 337 - 348
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 349 - 349
- Vita Kein Zugriff Seiten 350 - 3
- Impressum Kein Zugriff Seiten 4 - 350





