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Der Briefwechsel

Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Der große Kritiker und der große Lyriker - ihre Briefe dokumentieren lebhaftes literarisches Leben. Die FAZ plant einen Vorabdruck.

287 Briefe schrieben sich Peter Rühmkorf und Marcel Reich-Ranicki. 1973 übernahm Reich-Ranicki das Ressort Literatur und literarisches Leben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und rief ein Jahr später die Frankfurter Anthologie ins Leben, die er bis zu seinem Tode betreute. Damit setzte er Maßstäbe im deutschsprachigen Feuilleton. Zu den bedeutenden Autoren, die Reich-Ranicki für die Mitarbeit in der FAZ gewann, zählte Peter Rühmkorf – er schrieb für die Zeitung von 1974 bis 2006.

Es geht in diesem Briefwechsel um die Arbeit – Arbeit mit Büchern, Themen, Texten. Und es geht um Literaturgeschichte und auch Politik der alten Bundesrepublik und ihres Wandels nach 1989. Rühmkorf kündigte krachend die Arbeitsbeziehung 1995 wegen Reich-Ranickis Umgang mit dem Roman »Ein weites Feld« von Günter Grass. Nach 5 Jahren versöhnten sie sich – sie wussten beide, was sie voneinander halten sollten und wollten. Beide sind glänzende Briefeschreiber, egal worüber sie sich gerade austauschen oder worüber sie sich beim jeweils anderen beschweren, beklagen, egal ob sie loben oder schimpfen.

Hamburg, den 8. August, 74

Lieber Herr Ranicki, [...] Ich möchte anregen [für die Frankfurter Anthologie] wie Rezension zu bezahlen [...], weil ich nie was hinwichse, immer Grundlagenforschung mitliefre.

Hamburg, den 2. Februar 79

Lieber Herr Ranicki, lange keine hackentretende Post von Ihnen, was mich fast beunruhigt. Mit der Zeit gewöhnt man sich an Ihre aufmunternden Rippenstöße und Schulterschläge [...]

Frankfurt am Main, den 18. Januar 1985

Mein Lieber, Sie sind ein ekelhafter Mensch. Aber Ihr Aufsatz über Gernhardt ist vorzüglich, ja hervorragend. Er wird sehr bald erscheinen. Was weiter? Wann kommt die Auswahl der Brecht-Gedichte? [...]

Hamburg, den 28. 2. 89

Lieber Herr Ranicki, bitte noch ganz klein wenig Geduld; ich sitze gerade noch an Nachwort zu mir selbst; ab morgen, übermorgen frei für »Phänomen«, das ich Ihnen dann am 8. eigenhändig zu Füssen lege. Leider, es geht nicht anders, und grämen Sie sich nicht. [...]


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-8353-1620-1
ISBN-Online
978-3-8353-2708-5
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
336
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 5
  2. Zur Edition Kein Zugriff Seiten 6 - 6
  3. Der Briefwechsel Kein Zugriff Seiten 7 - 268
  4. Fünf Texte von Peter Rühmkorf für die FAZ Kein Zugriff Seiten 269 - 288
  5. Nachwort Kein Zugriff Seiten 289 - 300
  6. Abgekürzt zitierte Werke von Peter Rühmkorf Kein Zugriff Seiten 301 - 301
  7. Lebensdaten von Marcel Reich-Ranicki Kein Zugriff Seiten 302 - 303
  8. Lebensdaten von Peter Rühmkorf Kein Zugriff Seiten 304 - 305
  9. Register der Werke Peter Rühmkorfs Kein Zugriff Seiten 306 - 312
  10. Verzeichnis der in der FAZ publizierten Texte Peter Rühmkorfs Kein Zugriff Seiten 313 - 323
  11. Personenregister Kein Zugriff Seiten 324 - 335
  12. Impressum Kein Zugriff Seiten 336 - 336

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