
Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«
Radikalisierung und Legitimation extrem rechter Politik nach 1945- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Band 14
- Verlag:
- 19.11.2025
Zusammenfassung
Trotz ihrer politischen Randständigkeit konnte die extreme Rechte in der Bundesrepublik immer wieder an gesellschaftlich breit akzeptierte Vorstellungen anknüpfen und dadurch an Einfluss gewinnen. Extrem rechte Diskurse rücken immer stärker in die »Mitte« der Gesellschaft, so eine aktuelle Beobachtung. Ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass wechselseitige Bezugnahmen zwischen Akteuren der extremen Rechten und demokratischen Kräften keineswegs neu sind. Die extreme Rechte fand stets Anknüpfungspunkte an gesellschaftlich etablierte Vorstellungen und radikalisierte sie. Auf diese Weise gewann sie Legitimation für ihre Politik und Einfluss weit über ihr angestammtes Milieu hinaus. Niklas Krawinkel analysiert die Entwicklung der extremen Rechten und den Umgang mit ihr von den 1950er bis in die frühen 1990er Jahre anhand von vier Themen: Die extrem rechte Wiking-Jugend, die Theorie- und Debattenzeitschrift Nation Europa, die Rolle des ehemaligen Luftwaffenoberst Hans-Ulrich Rudel sowie mit Frankfurt am Main die Bedeutung von extrem rechten Akteuren in einem lokalen Umfeld. Der Autor zeigt anschaulich, welchen Wandlungen, Kontinuitäten und Aktualisierungen Ideologie und Praxis der extremen Rechten unterworfen waren. Neben deren Wechselwirkungen mit der gesellschaftlichen »Mitte« nimmt Krawinkel auch jene Gegenkräfte in den Blick, die es der extremen Rechten erschwerten, ihre Ziele in der demokratischen Gesellschaft durchzusetzen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- Erscheinungsdatum
- 19.11.2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5938-3
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8933-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
- Band
- 14
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 460
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 42
- Das nationalsozialistische Exil in Südamerika Kein Zugriff
- Die »Kriegsverbrecherfrage«, das Kameradenwerk und die Untätigkeit westdeutscher Behörden Kein Zugriff
- Rudel als Aushängeschild und Agitator für extrem rechte Gruppen Kein Zugriff
- Neofaschistisches Europa Kein Zugriff
- Zwischen Anerkennung und Ablehnung von Staat und Gesellschaft Kein Zugriff
- Antisemitismus und Werben um die Jugend Kein Zugriff
- Charakter, Struktur und Bundesarbeit Kein Zugriff
- Die nationalistische Jugend und der Südtiroler »Freiheitskampf« Kein Zugriff
- Die antisemitische Welle 1959 /60, das Uniformverbot und die Gegenwehr der Jugendringe Kein Zugriff
- Frankfurt am Main als »Frontstadt« Kein Zugriff
- Der Bund Deutscher Jugend und die Nachsicht antikommunistischer Demokraten Kein Zugriff
- Politische Gewalt, Kulturpolitik und NPD-Ordnerdienst Kein Zugriff
- Die Neue Ostpolitik und die Aktion Widerstand Kein Zugriff
- Mit Kulturkritik und Rassismus gegen den »Volkstod« Kein Zugriff
- »National ist revolutionär« Kein Zugriff
- Angriffe, Überfälle, Anschläge – Wegmarken der Radikalisierung Kein Zugriff
- Staatliches Desinteresse, rassistische Comics und die Anfänge rechter Jugendkultur Kein Zugriff
- Pogromstimmung, extrem rechte Wiedervereinigung und akzeptierende Jugendarbeit Kein Zugriff
- NPD-»Deutschlandtreffen«, klandestine NSDAP und Kampagnen zur Holocaustleugnung Kein Zugriff
- Dynamik der Gewalt: Vom Klassenzimmer zum Bombenanschlag Kein Zugriff
- Fußball und Skinheads als Teil eines extrem rechten Kulturwandels Kein Zugriff
- Die Affäre um die Einladung Rudels in eine Bundeswehrkaserne Kein Zugriff
- »Rechtskartell«, »rechte APO« und die Implikationen des Rechts-Links-Vergleichs Kein Zugriff
- Die Debatte um Rudels Begräbnis und die Kräfte der erinnerungspolitischen Reaktion Kein Zugriff
- 10. Fazit Kein Zugriff Seiten 395 - 414
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff




