
Maintöchter
Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle in Frankfurt am Main 1933-1994- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Band 12
- Verlag:
- 23.01.2025
Zusammenfassung
Zwischen Verfolgung, Liberalisierung und Aufbruch: Am Beispiel Frankfurt am Mains wird die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert erzählt. Nicht ohne Hintersinn werden die Frankfurter Homo, Trans- und Intersexuellen in diesem Buch als »Maintöchter« tituliert, waren sie doch stets Töchter und Söhne dieser Stadt. Töchter und Söhne freilich, die recht stiefmütterlich behandelt wurden. Soziale Ächtung und staatliche Repression prägten ihren Alltag, viele reagierten aber auch mit beachtlichem Eigensinn und Widerstandswillen. Somit erzählt Alexander Zinn am Beispiel Frankfurts die Geschichte sexueller Minderheiten im 20. Jahrhundert: Er beleuchtet die massive Verfolgung homosexueller Männer in der NS-Zeit, die allmähliche Liberalisierung des gesellschaftlichen Klimas in der Nachkriegszeit und der Aufbruch der neuen Lesben- und Schwulenbewegung nach der Strafrechtsreform von 1969. Dabei wird deutlich, dass es trotz staatlicher Repression immer wieder gelang, Freiräume zu erkämpfen. So gab es selbst in der NS-Zeit einschlägige Treffpunkte, seit den 1950er Jahren wurde die Mainmetropole sogar als ein Eldorado der Homo- und Transsexuellenszene wahrgenommen. Die städtischen Behörden reagierten mit Kontrollen und Auflagen, duldeten die subkulturellen Nischen ansonsten aber. Für die »Betroffenen« erwies sich die Situation als ambivalent: Viele genossen die kleinen Freiheiten, nicht wenige zerbrachen aber auch an gesellschaftlicher Ablehnung und Isolation.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- Erscheinungsdatum
- 23.01.2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5719-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8770-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
- Band
- 12
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 420
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Der Paragraf 175 und seine Konsequenzen Kein Zugriff
- Coming-out und Stigma-Management Kein Zugriff
- Die Bedeutung von Vereinen, sozialen Netzwerken und Treffpunkten Kein Zugriff
- Die Lebensumstände während der NS-Zeit Kein Zugriff
- Beginn der Verfolgung in Frankfurt 1934/35 Kein Zugriff
- Entwicklung der Verfolgung ab 1936 Kein Zugriff
- Verfolgte Delikte und Ermittlungsmethoden Kein Zugriff
- Prozesse und Strafmaß Kein Zugriff
- 4 Einweisungen in Konzentrationslager Kein Zugriff Seiten 101 - 120
- Weibliche Homosexualität im Strafrecht Kein Zugriff
- KZ-Einweisungen lesbischer Frauen Kein Zugriff
- Stigmatisierung und Repression lesbischer Frauen Kein Zugriff
- Zur Situation von Hermaphroditen Kein Zugriff
- Zur Situation von Transvestiten Kein Zugriff
- Frankfurt als ein Zentrum der neuen Homophilenbewegung Kein Zugriff
- Ein »Eldorado« der Homosexuellen? Libertinage und Repression der Subkultur Kein Zugriff
- Alltag zwischen Ächtung und Toleranz Kein Zugriff
- Die Situation lesbischer Frauen Kein Zugriff
- Die Situation von Trans- und Intersexuellen Kein Zugriff
- Die Frankfurter Prozesse 1950/51 Kein Zugriff
- Die Entwicklung der Strafverfolgung nach Paragraf 175 Kein Zugriff
- Der lange Weg zur Liberalisierung des Strafrechts Kein Zugriff
- Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Gedenken Kein Zugriff
- Subkultur und Repression nach der Reform des Paragrafen 175 Kein Zugriff
- »Integrationisten« und »Rosa Radikale«: Die Schwulenbewegung der 1970er Jahre Kein Zugriff
- Auf dem Weg zur Integration: Politik im Zeichen von Aids Kein Zugriff
- Die neue Frauen- und Lesbenbewegung in Frankfurt Kein Zugriff
- Zur Situation Trans- und Intersexueller Kein Zugriff
- Sexuelle Befreiung und Stigma-Management Kein Zugriff
- 10 Fazit Kein Zugriff Seiten 373 - 384
- Grafiken Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




