
Krankheit, Wissen, Disziplinierung
Öffentliche Gesundheitsfürsorge in Frankfurt am Main zwischen Sozialhygiene und Eugenik 1920–1960- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Band 9
- Verlag:
- 28.02.2024
Zusammenfassung
Überwachen und disziplinieren - die Entwicklung gesundheitsfürsorgerischer Praktiken im 20. Jahrhundert anhand des Beispiels Frankfurt a. M. Ausgehend von der eugenisch geprägten Idee einer national, erbbiologisch und ideologisch definierten »Volksgemeinschaft« wurden im nationalsozialistischen Deutschland Gesundheitsfürsorge und Sozialhygiene zu zentralen Handlungsfeldern der Politik. Jens Kolata untersucht die Praxis der öffentlichen Gesundheitsfürsorge am Beispiel von Frankfurt a. M. von 1920 bis 1960. Das städtische Gesundheitsamt bildete das Zentrum eines Netzes von Institutionen und Personen, die hauptsächlich sozial benachteiligte und am Rande der Gesellschaft stehende Menschen betreuten, überwachten, reglementierten und disziplinierten. Dabei standen die Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten und die psychiatrische Fürsorge in engem Zusammenhang mit der Praxis der Sterilisation, der erbbiologischen Erfassung der Bevölkerung und der Unterbringung bestimmter Personengruppen in Arbeitshäusern - letzteres noch über die NS-Zeit hinaus. Auch die Perspektiven und Handlungsweisen der Betroffenen werden in dieser Studie beleuchtet. Der Band reicht über die Zäsuren von 1933 und 1945 hinaus und nimmt sowohl Radikalisierungsprozesse in der Weimarer Republik als auch Kontinuitäten in der frühen Bundesrepublik in den Blick.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 28.02.2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5588-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8607-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
- Band
- 9
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 490
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 26
- Gründung, Aufgabenfelder und Kooperationen des Stadtgesundheitsamts Frankfurt Kein Zugriff
- »Psychopathenfürsorge«. Psychiatrische Begutachtung und Fürsorge Kein Zugriff
- Eheberatung und Sterilisation. Eugenische Bestrebungen und Debatten Kein Zugriff
- Geschlechtskrankenfürsorge zwischen Reglementierung und Abolitionismus Kein Zugriff
- Verwahrungsdebatte und Anstaltseinweisungen Kein Zugriff
- Personelle und strukturelle Umbrüche und Kontinuitäten Kein Zugriff
- Eugenische Erfassung und Sterilisationspraxis Kein Zugriff
- Psychiatrische Begutachtungen und fürsorgerische Praxis Kein Zugriff
- Geschlechtskrankenfürsorge zwischen Sterilisation und Verwahrung Kein Zugriff
- Verwahren oder Vernichten Kein Zugriff
- »Entnazifizierung« und Umstrukturierung Kein Zugriff
- Zur Wiederherstellung der »Sittlichkeit«. Geschlechtskrankenfürsorge und öffentliches Leben Kein Zugriff
- Konstanz und Reform in psychiatrischer Begutachtung und Fürsorge Kein Zugriff
- Verwahrungsdebatten und -praktiken nach 1945 Kein Zugriff
- Eugenische Residuen. Eheberatung und Erbkartei Kein Zugriff
- 5 Fazit Kein Zugriff Seiten 437 - 450
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Ortsregister Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff




