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Verfassungsgefühle

Die Deutschen und ihre Staatsgrundgesetze
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

75 Jahre nach seiner Verabschiedung ist das Grundgesetz so beliebt wie nie zuvor. Wie aber entstehen diese Gefühle, und welche Bindungskraft entfalten sie? Ein Journalist, in Sachsen-Anhalt aufgewachsen, erinnert sich an den Trotz, mit dem er der DDR-Verfassung von 1968 begegnete. Im gleichen Jahr protestierten westlich der Elbe Zehntausende gegen die Einführung einer Notstandsverfassung, in der sie einen Angriff auf den guten Geist des Grundgesetzes erkannten. 1990 enttäuschte das wiedervereinigte Land viele seiner Bürgerinnen und Bürger, als nicht über eine gesamtdeutsche Verfassung beraten und abgestimmt wurde. Drei Jahrzehnte später stellen Prominente ebenso wie Schülerinnen und Schüler ihre »Liebeserklärungen« an das Grundgesetz ins Netz. Verfassungen lösen Gefühle aus, nicht erst seit 1949 und nicht nur in Deutschland. Welcher Art diese Gefühle sind, entscheidet über ihre Bindungskraft. Aber wie entstehen Verfassungsgefühle? Welche Hoffnungen und Erwartungen, welche Erfahrungen und Gefährdungen prägen sie? Wer hat sie, und wer vermisst sie? In diesem Buch beginnt Ute Frevert mit der revolutionären Reichsverfassung von 1848/49 und dem Herzblut, das Demokraten und Liberale in sie investierten. Sie prüft die Behauptung eines zeitgenössischen Staatsrechtlers, wonach die Verfassung von 1871 dem »Volksgefühl« lieb und teuer gewesen sei, und beschreibt die Bemühungen der Weimarer Republik, den Stolz der Bevölkerung auf die »freieste Verfassung der Welt« zu wecken. Und sie analysiert die wechselnden Verfassungsgefühle nach 1949: die Verwandlung von Desinteresse in Akzeptanz und Liebe im Westen, die Nachwirkungen plebiszitärer Zustimmung im Osten.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-8353-5768-6
ISBN-Online
978-3-8353-8757-7
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
247
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. I. Liebeserklärungen an die Verfassung – im Ernst? Kein Zugriff Seiten 9 - 22
  3. II. Die Liebe zur Verfassung im Zeitalter der Konstitutionen Kein Zugriff Seiten 23 - 56
  4. III. Verfassungsfragen als Machtfragen 1850–1918 Kein Zugriff Seiten 57 - 88
  5. IV. Verfassungskämpfe und Verfassungsfeste 1919–1932 Kein Zugriff Seiten 89 - 128
  6. V. Gesamtdeutsch oder gedoppelt? Mit oder ohne Volk? Verfassungskonkurrenzen 1946/49 Kein Zugriff Seiten 129 - 160
  7. VI. Gleichgültigkeit, Trotz, Anhänglichkeit: Deutsch-deutsche Verfassungsstimmungen 1949–1989 Kein Zugriff Seiten 161 - 206
  8. VII. Verfassungsgefühle in der wiedervereinigten Nation Kein Zugriff Seiten 207 - 228
  9. VIII. Verfassungspatriotismus: Das höchste der Gefühle Kein Zugriff Seiten 229 - 236
  10. Anhang: Vorsätze und Präambeln deutscher Staatsgrundgesetze Kein Zugriff Seiten 237 - 242
  11. Dank Kein Zugriff Seiten 243 - 246
  12. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 247 - 247

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