Wirklichkeit im Wandel
Schreibweisen des Realismus bei Balzac und Houellebecq- Autor:innen:
- Reihe:
- Lettre
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Die Romane von Michel Houellebecq betreiben eine schonungslose Analyse der Gesellschaft mit ihren alten und neuen Ökonomien, dem Kapitalismus und seinen sozialen, moralischen und kulturellen Verwerfungen. Dabei orientieren sie sich an dem Vorbild Honoré de Balzacs und dem »realistischen« Roman des 19. Jahrhunderts. Gero Faßbecks Studie liefert einen Vergleich der zwei Autoren, ihrer jeweiligen Weltbilder und Schreibweisen. Vor dem Hintergrund der komplexen Theoriegeschichte des »Realismus« im 20. Jahrhundert wird gezeigt, dass die Romane von Houellebecq unmittelbar an das gesellschaftskritische Spätwerk von Balzac anknüpfen und es im Sinne der Postmoderne erneuern. Das paradoxe Unterfangen seines Romanwerks beruht auf der Erfindung einer Schreibweise, die mit den Mitteln der Moderne und der Postmoderne für den Erhalt der Tradition kämpft.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8376-5474-5
- ISBN-Online
- 978-3-8394-5474-9
- Verlag
- transcript, Bielefeld
- Reihe
- Lettre
- Band
- 0
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 356
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- FrontmatterSeiten 1 - 4 Download Kapitel (PDF)
- InhaltSeiten 5 - 6 Download Kapitel (PDF)
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1.1 Problemstellung und Zielsetzung Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- 1.2 Stand der Forschung Kein Zugriff Seiten 16 - 18
- 1.3 Korpus und Gliederung der Arbeit Kein Zugriff Seiten 19 - 20
- 2.1 Der Epochenbegriff ›Realismus‹ und das Problem seiner Bestimmung Kein Zugriff Seiten 21 - 28
- 2.2 ›Realismus‹ zwischen Widerspiegelung und Nachahmung Kein Zugriff Seiten 28 - 35
- 2.3 Von der Nachahmung zur Darstellung Kein Zugriff Seiten 35 - 41
- 2.4 Von der Darstellung zum »Code« der Repräsentation Kein Zugriff Seiten 41 - 48
- 3.1 Der »Avant-propos« als Programmschrift einer wissenschaftlichen Romanpoetik Kein Zugriff Seiten 49 - 57
- 3.2 Das mimetische Begehren als Strukturprinzip der Erzählung und Motor der gesellschaftlichen Dynamik: La Cousine Bette (1846) Kein Zugriff Seiten 57 - 93
- 3.3 Groteske Wirklichkeitsverzerrung und die Grenzen des wissenschaftlichen ›Realismus‹: Le Cousin Pons (1847) Kein Zugriff Seiten 93 - 132
- 4.1 Von der Irreversibilität des Verfalls: Houellebecqs Funktionsbestimmung des Romans Kein Zugriff Seiten 133 - 142
- 4.2 Leiden als Ausgangspunkt für das Schreiben: Extension du domaine de la lutte (1994) und die Neubegründung des Romans als Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 143 - 195
- 4.3 Gesellschaftskritik und Wissenschaftsskepsis in Les particules élémentaires (1998) Kein Zugriff Seiten 195 - 242
- 4.4 Das Ende der Glaubwürdigkeit: ›postmodernes‹ Erzählen in La carte et le territoire (2010) Kein Zugriff Seiten 242 - 286
- 4.5 Soumission (2015) oder die Suche nach einem Ausweg aus der Krise der westlichen Zivilisation Kein Zugriff Seiten 287 - 320
- Einführung Kein Zugriff Seiten 321 - 332
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 333 - 356





