Ungesunde Verhältnisse
Wie Klasse unser Leben bestimmt- Autor:innen:
- |
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
DIE GEWOLLTE KLASSENGESELLSCHAFT Wie soziale Ungleichheit entsteht, wie sie politisch untermauert wird – und warum wir sie nicht schulterzuckend hinnehmen dürfen Soziale Ungleichheit lässt sich messen. Sie zeigt sich in Statistiken zur Einkommens- und Vermögensverteilung ebenso wie in Zahlen zur Überschuldung oder zum Eigenheimbesitz. Sie spiegelt sich darin, wer sein Bildungskapital an die nächste Generation weitergeben kann und wer keine Aussicht auf ein Erbe hat. Neoliberale Leitideen wie Eigenverantwortung und Leistung, verbunden mit konkreten politischen Entscheidungen, prägen dabei maßgeblich die Handlungsspielräume und Lebensmöglichkeiten der Menschen. Besonders sichtbar wird die Klassengesellschaft, wenn der Blick auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung fällt: Während in der untersten Einkommensgruppe 18,5 % der Menschen an Depressionen leiden, sind es in der reichsten nur 3 %. Klassenkampf = Entfaltungsmöglichkeiten und Gesundheit für ALLE Aber: Gesundheit bedeutet mehr als das Fehlen von Krankheit. Sie umfasst auch Lebenszufriedenheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Gerechtigkeitsfragen sind nicht bloß abstrakte Forderungen, sondern das Fundament jeder gut funktionierenden und solidarischen Gemeinschaft. Und in einer Gesellschaft, die von Ungleichheiten geprägt ist, ist auch die körperliche und soziale Verwundbarkeit ungleich verteilt. Genau hier setzen die Autorinnen Betina Aumair und Brigitte Theißl an. Sie rücken Gesundheit und die Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben ins Zentrum und erzählen sachlich fundiert und zugleich einfühlsam Geschichten aus der österreichischen Klassengesellschaft. It's not enough! Betina Aumair und Brigitte Theißl beleuchten soziale Ungleichheiten nicht nur im Gesundheitssystem, sondern ebenso im Justizwesen, in der Bildung, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Denn wer in prekären Wohnverhältnissen lebt, trägt oft gesundheitliche Folgen; ausbeuterische oder psychisch belastende Arbeitsbedingungen machen ebenso krank wie dauerhafter Stress durch fehlende soziale Anerkennung und Beschämung. Die Autorinnen machen deutlich, dass soziale Gerechtigkeit kein fernes Ideal sein darf, sondern eines der dringendsten Ziele unserer Zeit ist.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7099-8247-1
- ISBN-Online
- 978-3-7099-1003-0
- Verlag
- Haymon Verlag, Innsbruck
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 313
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Selbstoptimierung bis in die Haarspitzen: Wie Reiche sich ein langes Leben kaufen wollen Kein Zugriff
- „Seien Sie nicht arm!“ Wie die Gesundheitsforschung Klasse für sich entdeckt hat Kein Zugriff
- In der Praxis: Den sozialen Verhältnissen Raum geben Kein Zugriff
- Klassenmedizin: Selbst zahlen oder bitte warten! Kein Zugriff
- Die eigene Krankheit verwalten: Psychische Belastungen und mangelnde Versorgung Kein Zugriff
- Durch alle Netze fallen: Versorgung für Menschen ohne e-card Kein Zugriff
- Rezepte gegen Einsamkeit Kein Zugriff
- Soziale Ungleichheit vermessen: (Über-)Reichtum im Dunkeln Kein Zugriff
- Steuerpolitische Tabuzonen und teure Arbeiter:innen Kein Zugriff
- Armut als ständiger Krisenzustand Kein Zugriff
- Vermessung von Armut Kein Zugriff
- Armut mit dem Fokus auf Geschlecht und Behinderung Kein Zugriff
- Armut ist kein persönliches Versagen Kein Zugriff
- Reich wird man am einfachsten durch Geburt Kein Zugriff
- Vom sakralisierten Eigentum zum umgebauten Sozialstaat Kein Zugriff
- Reich an Vermögen heißt reich an politischem Einfluss Kein Zugriff
- Zeitarmut und Zeitwohlstand Kein Zugriff
- Den Leistungsmythos entzaubern Kein Zugriff
- Teurer Boden Kein Zugriff
- Das Narrativ des Roten Wien Kein Zugriff
- Eigentum als höchster Wert und Sozialpolitik, die Wohnen formt Kein Zugriff
- Übergewinne auf der einen Seite, Energiearmut auf der anderen Kein Zugriff
- Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekäres Wohnen Kein Zugriff
- Leben in der Obdachlosigkeit: „Das Leben ist kein Einzelsport.“ Kein Zugriff
- Von der absoluten Freiheit, eine eigene Wohnung zu haben Kein Zugriff
- Verdeckte Wohnungslosigkeit: Unsichtbare Frauen Kein Zugriff
- Gymnasium oder Mittelschule – Schulform als Klassenfrage Kein Zugriff
- Nachhilfe als Massenphänomen: Privatisierter Schulerfolg Kein Zugriff
- Streitfrage Deutsch und die Migrationsfrage, die eine Klassenfrage ist Kein Zugriff
- Klagen und Stufen: Wie die Mittelschicht unter sich bleibt Kein Zugriff
- In der Wiener Mittelschule: „Geld ist bei uns ein ewiges Thema“ Kein Zugriff
- Studien für die Schublade: Wie Bildungsinitiativen scheitern Kein Zugriff
- Elementarpädagogik für mehr Chancengerechtigkeit Kein Zugriff
- Ausgebrannte Systemerhalter:innen Kein Zugriff
- Schule der Demokratie Kein Zugriff
- Bildungspolitik: Leerstelle Lehre Kein Zugriff
- Schuftende Frauen & prekäre Arbeiter:innen Kein Zugriff
- Plattformarbeit: Liefern und frieren Kein Zugriff
- Arbeitsmarkt: Ungleich verteilte Risiken Kein Zugriff
- Problemfall Tourismus Kein Zugriff
- Menschen mit Behinderung: Taschengeld statt Lohn Kein Zugriff
- Von Jugendbanden und Systemsprenger:innen Kein Zugriff
- Nach dem Gefängnis: „Man muss einmal die Chance kriegen, dass einem jemand glaubt.“ Kein Zugriff
- Am Bezirksgericht: Umgang mit verschärften Lebenslagen Kein Zugriff
- Armut vor Gericht Kein Zugriff
- Gesundheit in der Haft Kein Zugriff
- Gleichheit vor dem Gesetz? Kein Zugriff
- Kostenrisiko und Scheu vor einer Anzeige: Ungleicher Zugang zum Recht Kein Zugriff
- Vom Sündenbock: Politisierung des Rechts Kein Zugriff
- Die Arbeit mit Täter:innen Kein Zugriff
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 293 - 298
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 299 - 310
- Die Autorinnen Kein Zugriff Seiten 311 - 312






