Doppelte Ungleichzeitigkeit
Die C.V.-Zeitung von 1925 bis 1933 – Zeitzeugnis eines Pionierprojekts postkolonialer Akkulturation- Autor:innen:
- Reihe:
- Haland & Wirth
- Verlag:
- 01.11.2018
Zusammenfassung
Das deutsche Judentum der Weimarer Republik erlebte eine geistesgeschichtliche Verspätung, da es den nationalistisch und neoromantisch motivierten Wandel seiner Zeit größtenteils nicht mitvollzog. Statt an der zeitgenössischen Gesellschaft orientierten sich viele seiner VertreterInnen weiter an der deutschen Aufklärung. Gerade dieser Anspruch – ihre Gesellschaftskritik, verknüpft mit ausgeprägtem Minderheitenselbstbewusstsein – führte sie hinsichtlich ihrer Akkulturationsvorstellungen in eine Pionierrolle. Grundlage der Untersuchung ist eine Analyse der C.V.-Zeitung, Organ des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die ein breites Spektrum von Meinungen abdruckt und sich als demokratisches Diskussionsforum bzw. als Zeugnis des Ringens um hierarchiefreie Pluralität lesen lässt.
Miriam K. Sarnecki beleuchtet das Verhältnis des Centralvereins, der größten deutsch-jüdischen Gruppe dieser Zeit, zu den anderen Gemeinschaften (Orthodoxie, Ostjudentum, Zionismus, Verband nationaldeutscher Juden) und gibt Einblick in den Wandel des Vereins, dessen Vertreter sich zunehmend säkularisieren und alternative Identitätsgrundlagen diskutieren. Ziel ist eine differenzierte Wahrnehmung des Diskurses um die Behauptung subkultureller Identität. Als Verfechter eines Akkulturationskonzepts, das selbstbewusste, postkoloniale Züge trägt, die ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus sind, kommen kritische Vertreter des Vereins dem Stand der heutigen Akkulturationsforschung bemerkenswert nahe.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- Erscheinungsdatum
- 01.11.2018
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2816-7
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7438-6
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Haland & Wirth
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 301
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 38
- 1.1 Fünfundvierzig Jahre deutsch-jüdischer Abwehr und Bewusstseinsarbeit Kein Zugriff
- 1.2 Die C. V.-Zeitung: Organ und Diskussionsforum des Centralvereins Kein Zugriff
- 2. Aufklärungsarbeit und Antisemitismusabwehr Kein Zugriff Seiten 77 - 90
- 3.1 Umgang mit Rassentheorien Kein Zugriff
- 3.2 Gesellschafts- und indirekte Kolonialismuskritik Kein Zugriff
- 4.1 Identität mit jahrhundertealten Wurzeln: die Orthodoxie Kein Zugriff
- 4.2 Fremd und vertraut zugleich: das Ostjudentum Kein Zugriff
- 4.3 Separation als Ideal: der Zionismus Kein Zugriff
- 4.4 Kollektive Selbstverleugnung:der Verband nationaldeutscher Juden Kein Zugriff
- 5. Wandel des Selbstverständnisses und Entwicklung neuer Identitätsgrundlagen Kein Zugriff Seiten 189 - 210
- 6. Behauptungsubkultureller Existenz durch Ablehnung von Taufeund Mischehe Kein Zugriff Seiten 211 - 228
- 7. Zusammenschau und Konklusion Kein Zugriff Seiten 229 - 244
- Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 245 - 258
- Begriffserklärungen Kein Zugriff
- Leitende des Centralvereins und seiner Publikationsorgane Kein Zugriff
- Biografien Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Organisationenregister Kein Zugriff
- Zeitschriftenregister Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff
- Die Autorin Kein Zugriff





