Behindertenschwimmsport und Klassifizierung
Eine Untersuchung zur Problematik der Klassifizierung im Brustschwimmen von Menschen mit Behinderung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Regelwerk und Wettkampfsysteme im Sport sollen Chancengleichheit gewährleisten und sind Voraussetzung, dass die individuelle Leistung über Sieg oder Niederlage entscheidet. Was für den Wettkampf- und Leistungssport der Nichtbehinderten in vielen Sportarten etabliert ist, gestaltet sich für Athleten mit Behinderungen aufgrund einer Vielzahl an Behinderungsarten sehr kompliziert. Besonders deutlich wird diese Problematik beim Brustschwimmen von Menschen mit Behinderung, wo die Klassifizierung anhand einer theoretischen Kalkulation vorliegender motorisch-funktioneller Beeinträchtigungen erfolgt. Dies führt dazu, dass Athleten mit gleichen funktionellen Einschränkungen, aber unterschiedlichen Behinderungsarten innerhalb einer Startklasse antreten. Ist dabei eine Chancengleichheit gegeben? In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern die individuelle Brustschwimmbewegung in Abhängigkeit zur motorisch-funktionellen Beeinträchtigung steht und ob somit eine Vergleichbarkeit der klassifizierten funktionellen Einschränkungen gegeben ist. Dabei sollten vor allem schadensspezifische Besonderheiten gekennzeichnet werden, die den Prozess der funktionellen Klassifizierung unterstützen können.Im Rahmen der Studie wurden 13 Kaderschwimmer mit unterschiedlichen Körperbehinderungen untersucht, die im Strömungskanal in Brustschwimmtechnik einen ansteigenden Stufentest bis zur maximalen Ausbelastung absolvierten. Zur Analyse der Schwimmbewegung wurden die Verfahren der videogestützten 2-D-Bewegungsanalyse und die Oberflächenelektromyografie simultan eingesetzt.Die Ergebnisse unterstreichen, dass auf der Grundlage der gewählten Herangehensweise bewegungsanalytisch und neuromuskulär wertvolle Hinweise für die Erklärung von behinderungsspezifischen Besonderheiten, die als Variations- und Kompensationserscheinung in Abhängigkeit zur funktionellen Beeinträchtigung gesehen werden müssen, gewonnen werden können. Somit kann ein individuelles Verständnis in Abhängigkeit vom einzelnen Athleten über die ablaufenden Prozesse während der Brustschwimmbewegung ermöglicht werden, was die Klassifizierung im Schwimmen in der Einschätzung der individuellen Leistungsfähigkeit eines Athleten unterstützen kann. Es können anhand der erzielten Erkenntnisse jedoch nur eingeschränkte verallgemeinernde Informationen für die funktionelle Klassifizierung getroffen werden. Für die Trainingsplanung ermöglichen die Ergebnisse konkrete Ableitungen von Inhalten, die sich schwerpunktmäßig auf Elemente der Bewegungsausführung und -koordinierung orientieren, welche entsprechend der Einschränkung möglich sind.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-86541-332-1
- ISBN-Online
- 978-3-86541-850-0
- Verlag
- Lehmanns, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 220
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titel Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff
- Tabellenverzeichnis Kein Zugriff
- 1.1 Problemstellung Kein Zugriff
- 1.2 Zielstellung der Arbeit Kein Zugriff
- 1.3 Struktur der Arbeit Kein Zugriff
- 2.1.1 Hydrostatischer Druck Kein Zugriff
- 2.1.2.1 Hydrostatischer Auftrieb Kein Zugriff
- 2.1.2.2 Hydrodynamischer Auftrieb Kein Zugriff
- 2.1.3 Hydrodynamischer Widerstand Kein Zugriff
- 2.2.1.1 „Aktion = Reaktion“-Antriebkonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.2 „Bernoulli’sches Prinzip“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.3 „Schleihauf-Methode“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.4 „Vortex-Systeme“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.5 „Pumped-Up Propulsion“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.6 „Heuristisches“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.1.7 „Physikalisch-Mechanisches“-Antriebskonzept Kein Zugriff
- 2.2.2 Zusammenfassung zu den Antriebskonzepten Kein Zugriff
- Ausgangsposition des Körpers Kein Zugriff
- Armbewegung Kein Zugriff
- Beinbewegung Kein Zugriff
- Koordination der Arm- und Beinbewegungen Kein Zugriff
- 2.3.1.2 Strukturelle Betrachtung der Brustschwimmbewegung Kein Zugriff
- 2.3.2 Quantitatives Modell zur Phasenbestimmung im Brustschwimmen Kein Zugriff
- 2.4.1 Schwimmspezifische Leistungsdiagnostik im Wasser Kein Zugriff
- 2.4.2 Leistungsdiagnostik im Schwimmen von Menschen mit Behinderung Kein Zugriff
- 2.4.3.1 Qualitative Bewegungsanalyse Kein Zugriff
- 2.4.3.2 Quantitative Bewegungsanalyse Kein Zugriff
- 2.4.3.3 Bewegungsanalyse im Schwimmen – Menschen ohne Behinderung Kein Zugriff
- 2.4.3.4 Bewegungsanalyse im Schwimmen von Menschen mit Behinderung Kein Zugriff
- 2.4.4.1 Oberflächenelektromyografie – neuromuskuläre Grundlagen Kein Zugriff
- 2.4.4.2 Oberflächenelektromyografie im Schwimmen Kein Zugriff
- 2.4.4.3 Oberflächenelektromyografie im Schwimmen von Menschen mit Behinderung Kein Zugriff
- 2.5.1 Funktionelles Klassifizierungssystem – körperliche Behinderungen Kein Zugriff
- 2.5.2 Problematik des Funktionellen Klassifizierungssystems Kein Zugriff
- 2.6 Zusammenfassung und untersuchungsmethodische Ableitungen Kein Zugriff
- 3 Fragestellungen und allgemeine Forschungshypothesen Kein Zugriff Seiten 75 - 79
- 4.1 Untersuchungsstichprobe Kein Zugriff
- 4.2 Untersuchungsansatz Kein Zugriff
- 4.3.1.1 Datenerfassung Kein Zugriff
- 4.3.1.2 Datenverarbeitung Kein Zugriff
- 4.3.1.3 Datenauswertung Kein Zugriff
- 4.3.1.4 Fehlerbetrachtung Kein Zugriff
- 4.3.2.1 Datenerfassung Kein Zugriff
- 4.3.2.2 Datenverarbeitung Kein Zugriff
- 4.3.2.3 Datenauswertung Kein Zugriff
- 4.3.2.4 Fehlerbetrachtung Kein Zugriff
- 4.4 Untersuchungsdurchführung Kein Zugriff
- 4.5 Untersuchungsaufbau Kein Zugriff
- 4.6 Statistische Datenbearbeitung Kein Zugriff
- 5.1.1 Zeitkontinuierliche Bewegungsmerkmale Kein Zugriff
- 5.1.2.1 Zyklusfrequenz und Zyklusweg Kein Zugriff
- 5.1.2.2 Zeitliche Charakteristik der Brustschwimmbewegung – Hauptantriebsphase(n) Kein Zugriff
- 5.1.2.3 Zeitliche Koordination der Teilantriebe – Antriebspause Kein Zugriff
- 5.1.2.4 Zeitliche Rentabilität der Brustschwimmbewegung – PSQ Kein Zugriff
- 5.2.1 Relatives Timing der muskulären Aktivität – Relatives Timing Kein Zugriff
- 5.2.2 Relative Dauer der muskulären Aktivität – On-Offset Kein Zugriff
- 5.2.3 Koordination der muskulären Aktivität – Koinzidenz Kein Zugriff
- 5.3.1.1 Analyse der Brustschwimmbewegung Kein Zugriff
- 5.3.1.2 Analyse der muskulären Aktivität Kein Zugriff
- 5.3.1.3 Rechts-Links-Vergleich der paarig abgeleiteten Muskeln Kein Zugriff
- 5.3.2.1 Analyse der Brustschwimmbewegung Kein Zugriff
- 5.3.2.2 Analyse der muskulären Aktivität Kein Zugriff
- 5.3.2.3 Rechts-Links-Vergleich der paarig abgeleiteten Muskeln Kein Zugriff
- 6.1.1 Zeitkontinuierliche Bewegungsmerkmale Kein Zugriff
- 6.1.2 Zeitdiskrete Bewegungsmerkmale Kein Zugriff
- 6.2.1 Relatives Timing der muskulären Aktivität – Relatives Timing Kein Zugriff
- 6.2.2 Relative Dauer der muskulären Aktivität – Relative Aktivitätsdauer Kein Zugriff
- 6.2.3 Koordination der muskulären Aktivität – Koinzidenz Kein Zugriff
- 6.3.1 Einzelfallbetrachtung A-SB13-1 Kein Zugriff
- 6.3.2 Einzelfallbetrachtung A-SB8-2 Kein Zugriff
- 7.1 Empfehlungen für die Sportpraxis Kein Zugriff
- 7.2 Ausblick für die Forschung Kein Zugriff
- 8 Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 178 - 202
- Anhang A – Bewegungsanalyse Kein Zugriff
- Anhang B – Oberflächenelektromyografie Kein Zugriff
- Anhang D – Sonstiges Kein Zugriff




