Christian Petzold
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- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Es gebe die Maler, die Musiker und die Literaten unter den Filmemachern – er selbst sei natürlich ein Literat, sagte Christian Petzold einmal in einem Interview. Man erkennt einen typischen Petzold-Film an seiner Sachlichkeit. Es wird auf pompöse Effekte und kinematografische Spielereien verzichtet, stattdessen aber durch subtile Narration eine zweite Ebene eröffnet: die der emotionalen Abgründe, der unaufgearbeiteten Geschichte und Morde. Beispiele hierfür sind "Phoenix" (2014), "Transit" (2018) und die drei "Polizeiruf-110"-Filme (2015-2018). Die Liebe ist das Band, das unwahrscheinliche Wendungen stiftet, etwa in "Jerichow" (2008) und "Undine" (2020). Die Cinephilie Petzolds übersetzt sich in eine intellektuelle Reflexivität, die die Erwartungsspielräume des Publikums erweitert. Ganz fundamentale Themen wie das der Schuld werden so neu verhandelt, beispielsweise in "Wolfsburg" (2003). Petzold ist ein Filmemacher, der sensibel für Geschlechterrollen ist und der es vermag, Stereotype und Haltungen aufzubrechen, ohne zu provozieren. Die sechs Beiträge des Bandes widmen sich den bislang weniger erforschten Filmen und Themen, wie dem Einsatz der Musik, und folgen in exemplarischen Detailanalysen den Spuren der Filmgeschichte in seinen Arbeiten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-96707-641-7
- ISBN-Online
- 978-3-96707-642-4
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 99
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 2
- Fragen, rätselhafte Ellipsen und filmische Enigmen. Zur Einführung Kein Zugriff Seiten 3 - 20 Andreas Becker
- Die Hörbarkeit des Transzendenten in den Filmen Christian Petzolds Kein Zugriff Seiten 21 - 29 Iakovos Steinhauer
- Schuld in Christian Petzolds WOLFSBURG Kein Zugriff Seiten 30 - 43 Andreas Becker
- Der geschlechtsspezifische Raumsinn bei Christian Petzold. UNDINE, CLEO DE 5 À 7 und Doreen Masseys Macht-Geometrien des relationalen Raums Kein Zugriff Seiten 44 - 55 Jaimey Fisher
- Die Untote in der Nachkriegslandschaft. Bemerkungen zu Christian Petzolds PHOENIX Kein Zugriff Seiten 56 - 63 Tetsuya Shibutani
- Rabe — Film als Resonanzraum. JERICHOW und OSSESSIONE Kein Zugriff Seiten 64 - 75 Kayo Adachi
- Männliche Melodramen. Christian Petzolds Beiträge zur POLIZEIRUF-110-Reihe: KREISE, WÖLFE und TATORTE Kein Zugriff Seiten 76 - 90 Felix Lenz
- Biografie Kein Zugriff Seiten 91 - 92
- Filmografie Kein Zugriff Seiten 93 - 93
- Autor*innen Kein Zugriff Seiten 94 - 99





