
Fröhliche Scholastik
Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters- Autor:innen:
- Verlag:
- 18.09.2018
Zusammenfassung
Im Hochmittelalter ereignete sich in Europa eine Revolution, die bis heute unser Leben bestimmt. Gelehrte befreiten sich von den Glaubensgewissheiten ihrer Zeit und gingen ihren eigenen Fragen nach. Frank Rexroth lässt in seinem Buch so anschaulich und quellennah wie nie zuvor das Leben der mittelalterlichen Gelehrten, ihre neuartigen Schulen, ihre Emotionen, Ideen und Entdeckungen lebendig werden und zeigt, wie schließlich das entstand, was wir heute Wissenschaft nennen. Als Peter Abaelard im 12. Jahrhundert de n Vorrang der Vernunft in allen Fragen verkündete (und noch dazu ein Verhältnis mit seiner Schülerin Heloise begann), war das ein Skandal. Doch er war nicht der einzige, der eigensinnig sein Wissen selbst erforschen und sein Leben dem neuen Projekt des «scholastischen» Wissens verschreiben wollte. Frank Rexroth erzählt, wie sich Schüler zu neuen Gruppen und Schulen zusammenfanden, beobachtet ihre Treue zum Lehrer, ihre Rangstreitigkeiten und ihre lebenslangen Bindungen und zeigt auf faszinierende Weise, wie Hand in Hand mit der neuen Lebensweise intellektuelle Veränderungen vor sich gingen, die bis heute fortwirken: Gelehrtes Wissen musste nun unabhängig von religiösen Dogmen wahr und nützlich sein und fächerte sich in unterschiedliche Disziplinen auf. Am Ende dieser grundlegenden Transformation europäischer Intellektualität steht die Geburt der Universität.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2018
- Erscheinungsdatum
- 18.09.2018
- ISBN-Print
- 978-3-406-72521-0
- ISBN-Online
- 978-3-406-72522-7
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 514
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 13 - 18
- Bisherige Erklärungen: Heroisierende Meistererzählungen Kein Zugriff
- … epochale Grenzsteinversetzungen … Kein Zugriff
- … und lehrhafte Parabeln Kein Zugriff
- Gelehrter Eigensinn Kein Zugriff
- Scholastik als die Kultur von Schulen Kein Zugriff
- Lesen lernen Kein Zugriff
- Kloster- und Kathedralschulen Kein Zugriff
- Alles richtig machen: Wissen wird vom Lehrer an den Schüler weitergegeben Kein Zugriff
- Körper-Sprache und ein überforderter Pädagoge Kein Zugriff
- Esoterik, Agon und Gruppenbildung Kein Zugriff
- Freundschaft und Liebe Kein Zugriff
- Intimität Kein Zugriff
- Verknappung von Aufmerksamkeit Kein Zugriff
- Die Sieben freien Künste unterwegs Kein Zugriff
- Wanderlehrer und was so verwerflich an ihnen erschien Kein Zugriff
- Die Apostel der Ordnung und der Verlust der klaren Kategorien Kein Zugriff
- Persönliche Entscheidungen, Folgen für das Kollektiv: Gruppen von Eremiten Kein Zugriff
- Meister und Schüler – ein utopisches Projekt Kein Zugriff
- Lehren, ein Lebensentwurf: Wilhelm von Champeaux um 1111 Kein Zugriff
- Schul-Betrieb Kein Zugriff
- Anfänge wissenschaftlicher Kommunikation Kein Zugriff
- Reflexivität, Disziplinarität, Zeitindex, operativer Begriff von «Wahr» und «Falsch» Kein Zugriff
- Wahrheitstreue und ritualisierter Widerspruch: Transformationen der Schüler-Lehrer-Intimität Kein Zugriff
- Der Ausnahme-Magister Kein Zugriff
- Leben und Werk Kein Zugriff
- Übernahmen und Katalysen Kein Zugriff
- Neue Zuordnungen: Begabt gegen fleißig, jung gegen alt, wahrheitstreu gegen lehrertreu Kein Zugriff
- Verschieden und durchaus gegeneinander gerichtet Kein Zugriff
- Theorie und Praxis der Respektlosigkeit Kein Zugriff
- Die Anfänge Kein Zugriff
- Wie entstehen die Schulen? Kein Zugriff
- Was tun Lehrer und Schüler, was tun Schüler unter sich? Kein Zugriff
- Am Ardusson Kein Zugriff
- Philosophieren, eine Lebensform Kein Zugriff
- Frechheit in Demut: Die Intimität zwischen Schülern, Lehrern und dem Gegenstand des Forschens Kein Zugriff
- Walter von Mortagne und Abaelard Kein Zugriff
- Wilhelm von Saint-Thierry und Bernhard von Clairvaux Kein Zugriff
- Alternative Wege des Denkens und Arbeitens Kein Zugriff
- Abschied vom eremitischen Ideal: Stadt, Antiken-Imaginationen und die Einsamkeit unter den Menschen Kein Zugriff
- Doppelter Aufschwung: Zentrum der Monarchie, Zentrum der Wissenschaft Kein Zugriff
- Paris, ein Mnemotopos Kein Zugriff
- Eine Außenperspektive: Die Deutschen und die neue Wissenschaft Kein Zugriff
- Generationenwechsel: Die Macht fängt an, mit der Wissenschaft zu rechnen Kein Zugriff
- Die Schulen und das jüdisch-muslimische Wissen: Toledo Kein Zugriff
- 1. Gelehrte und Ungelehrte, Wissenschaft und Laienverstand Kein Zugriff
- Habituelle Nähe: Mönche und Gelehrte Kein Zugriff
- Distanzgesten. Die Arroganten, die Naiven und die Oberflächlichen Kein Zugriff
- Eine «Renaissance des 12. Jahrhunderts»? Kein Zugriff
- Humanismus, Bildung, Briefkultur Kein Zugriff
- Zweierlei Lebensentwürfe Kein Zugriff
- Die Humanisten und die scholastischen Techniken Kein Zugriff
- Expertenbriefe, Experten, Expertenkulturen Kein Zugriff
- Reisen befremdet: Die Scholastiker und die neue Wissenschaft vom Recht Kein Zugriff
- Funktionale Wissenschaft: Legistik und Kanonistik Kein Zugriff
- Nähe und Differenz Kein Zugriff
- Abgrenzungsgesten: Die Kopfmenschen und die Schönlinge Kein Zugriff
- Zellteilungen und Amalgame Kein Zugriff
- Die Gilde der Magister und der Scholaren Kein Zugriff
- Die konservative Revolution: Ordnung, Gruppenzwang, Präsenzpflicht Kein Zugriff
- … und innere Freiheit Kein Zugriff
- Bologna, Oxford und die Ausbreitung der Universitäten Kein Zugriff
- Exzellenzwettbewerbe Kein Zugriff
- Epilog Kein Zugriff Seiten 343 - 350
- Dank Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Nachweis der Abbildungen und Karten Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Ortsregister Kein Zugriff
- Tafeln Kein Zugriff Seiten 506 - 514




