
Die drei Ringe
Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind- Autor:innen:
- Verlag:
- 11.07.2024
Zusammenfassung
In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder über das Erbe, das sie von ihrem Vater bekommen haben. Juden, Christen und Muslime waren sich im Mittelalter sehr bewusst, dass ihre Traditionen miteinander verwandt sind. Die Historikerin Dorothea Weltecke zeigt, dass ihre konfliktreiche und dennoch gemeinsame Geschichte in dem großen Raum zwischen Atlantik, Nil und Indus überhaupt erst die exklusiven «Religionen» hervorgebracht hat. Das Grab des Propheten Ezechiel in der Nähe von Bagdad war im Mittelalter Ziel von jüdischen, muslimischen und christlichen Pilgern. An diesem und vielen anderen Beispielen zeigt Dorothea Weltecke anschaulich, wie intensiv sich die Glaubensgemeinschaften austauschten. Gemeinsam bauten sie eine neue kulturelle Landschaft. Dass ihre Traditionen miteinander verwandt waren, wussten Juden, Christen und Muslime im Mittelalter. In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder jedoch über das Erbe, das sie von ihrem gemeinsamen Vater bekommen haben. Problematisch für das Verhältnis der Glaubensgemeinschaften zueinander wurden im Mittelalter nicht ihre Wahrheitsansprüche, sondern neue rechtliche Unterscheidungen zwischen Gläubigen, nur Geduldeten und Nichtgeduldeten. Die Theorien und die Gewalt, mit denen diese Ungleichheit fortlaufend begründet und aufrechterhalten wurde, militarisierten die Grenzen zwischen den Glaubenstraditionen. Damit legt das Buch eindrucksvoll eine Schicht der Religionsgeschichte frei, die vom Lavastrom der Polemik verschüttet wurde.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 11.07.2024
- ISBN-Print
- 978-3-406-81192-0
- ISBN-Online
- 978-3-406-81194-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 627
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Verflochtene Traditionen zwischen Antike und Neuzeit Kein Zugriff Seiten 11 - 18
- 1. Vor der europäischen Hegemonie Kein Zugriff Seiten 21 - 41
- 2. Ausblenden ist eine Technik Kein Zugriff Seiten 42 - 59
- 3. Vor dem Zeitalter der Religionen Kein Zugriff Seiten 60 - 68
- Raum, Zeit, Ritual Kein Zugriff
- Treue zum «Gesetz» Kein Zugriff
- Lehre und Wissen Kein Zugriff
- Das Grab des Propheten Ezechiel bei Bagdad Kein Zugriff
- Orte der Verehrung in Jerusalem Kein Zugriff
- Konvergenz, Rivalität und Macht Kein Zugriff
- 6. Grenzzäune verbinden Kein Zugriff Seiten 131 - 138
- Petachja aus Regensburg begegnet Juden und Minim Kein Zugriff
- Benjamin von Tudela macht Unterschiede Kein Zugriff
- Qirqissani über Karäer und andere Juden Kein Zugriff
- Apostolische Kirchen in der Zeit von Rabban Sauma und Mar Jahbalaha Kein Zugriff
- «Über Häresien» aus reichskirchlichen Perspektiven Kein Zugriff
- Schulen und Lehren in Ibn Dschubairs Pilgerbericht Kein Zugriff
- Náubachti und die Gefolgschaften Kein Zugriff
- 4. Polyzentrik und die Verflechtung von Glaubenstraditionen Kein Zugriff Seiten 218 - 222
- Boccaccios Version Kein Zugriff
- Lateinische Christen orientieren sich Kein Zugriff
- Willkür oder Freundschaft Kein Zugriff
- Der Streit der Glaubenstraditionen als Familiengeschichte Kein Zugriff
- Die Perle Kein Zugriff
- Der König und die Betrüger Kein Zugriff
- Der Klügere isst alles auf Kein Zugriff
- Unteilbar Kein Zugriff
- Theologengezänk und die Grenzen des Wissens Kein Zugriff
- 3. Eine gemeinsame Kultur der Unterweisung Kein Zugriff Seiten 284 - 288
- Kritik am Establishment: Álvaro Pelayo Kein Zugriff
- Wahrheit als Schutz: Maimonides Kein Zugriff
- Prediger in der Kreuzzugszeit: Ali aus Herat Kein Zugriff
- Zweifel am Glauben: Sa?adja und Georg Kein Zugriff
- Die Gleichheit der Beweise: Ibn Hasm Kein Zugriff
- Das Heil der Ungläubigen Kein Zugriff
- Sich den Hass aus dem Herzen reißen: Bar Ebrojo Kein Zugriff
- 3. Unversöhnlichkeit und Dialog im sozialen Kontext Kein Zugriff Seiten 369 - 380
- 1. Der Dichter Süßkind und sein Herr Kein Zugriff Seiten 385 - 392
- Macht macht Wahrheit Kein Zugriff
- Theodor vertraut dem System Kein Zugriff
- Der mächtigste Gott und seine Getreuen Kein Zugriff
- Pro et contra: Versöhnung auf Lateinisch Kein Zugriff
- Jehuda Halevi spielt nicht mit Kein Zugriff
- Die Genese der Religionen Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 499 - 500
- Zur Umschrift Kein Zugriff Seiten 501 - 502
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 503 - 548
- Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 549 - 603
- Bild- und Kartennachweis Kein Zugriff Seiten 604 - 605
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 606 - 608
- Farbtafeln Kein Zugriff Seiten 609 - 624
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 625 - 626
- Vita Kein Zugriff Seiten 627 - 627




