Grundfragen des Schadenersatzrechts
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- 2010
Zusammenfassung
JS SEHR GEEHRTER HERR PROFESSOR KOZIOL, WAS HAT SIE DAZU BEWOGEN, DIESES BUCH ZU VERFASSEN ? HK Bei der Arbeit an der Neuauflage des Haftpflichtrechts stieß ich schon bei der Einleitung auf die Schwierigkeit, dass einerseits viele Grundgedanken, auf denen die weiteren Ausführungen aufzubauen haben, überhaupt nicht oder nur viel zu kurz angesprochen werden können, da sonst der Rahmen eines Handbuchs gesprengt wird. Anderseits ist ein Handbuch auch nicht der geeignete Ort, um bei der Erörterung von Einzelfragen die immer wieder durchschlagenden grundsätzlichen Gedanken und Abwägungen ausreichend darzulegen und auf andere Rechtsordnungen einzugehen. Es entstand daher der Plan, diese kaum vermeidbaren Unzulänglichkeiten eines Handbuchs durch eine gesonderte Veröffentlichung auszugleichen, die neben dem österreichischen vor allem auch das deutsche und schweizerische Recht, aber auch andere Rechtsordnungen und Entwürfe einbezieht. JS WAS WERDEN DIE LESERINNEN UND LESER IN IHREM JÜNGSTEN WERK FINDEN ? HK Das Buch Grundfragen zum Schadenersatzrecht soll zunächst eine weit ausholende Einleitung in das Schadenersatzrecht bieten und dabei Grundgedanken in Erinnerung rufen oder fortentwickeln, gewohnte Argumentationen in Frage stellen, das Überdenken von gesichert erscheinenden Abwägungen anregen, sowie Zusammenhänge bewusst machen. Dementsprechend wird die Berechtigung des alten, aber heutzutage gerne verdrängten Grundsatzes, dass jeder den Schaden selbst zu tragen hat, den er erlitten hat (casum sentit dominus) ins Bewusstsein gerufen; die Streitfrage 'Versicherung statt Haftpflicht' angeschnitten sowie die Vor- und Nachteile strenger Grenzziehungen und starrer Normen oder fließender Übergänge und elastischer Regeln diskutiert. JS AUF WELCHE ASPEKTE HABEN SIE IHR HAUPTAUGENMERK GELEGT ? Vor allem wird der Blick auf das Schadenersatzrecht im Gesamtsystem des Rechtsgüterschutzes gerichtet und versucht, dadurch die Aufgaben der einzelnen Rechtsbehelfe schärfer herauszuarbeiten sowie die fließenden Übergänge zwischen den Rechtsgebieten aufzuzeigen und weiter zu entwickeln. Angeschnitten wird zum Beispiel das Verhältnis zwischen den Schadenersatzansprüchen und den Beseitigungs- sowie Bereicherungsansprüchen; die Problematik des 'Strafschadenersatzes' an der Grenze zwischen Straf- und Privatrecht; die Aufgabenverteilung zwischen Schadenersatz-und Sozialversicherungsrecht. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse dienen der folgenden Herausarbeitung der Aufgaben des Schadenersatzrechts, wobei neben Ausgleichs-, Präventions-und Sanktionsfunktion auch die zunehmend geltend gemachte ökonomische Funktion erörtert wird. JS WELCHE ZIELSETZUNGEN VERFOLGEN SIE MIT IHREN ' GRUNDFRAGEN ' ? Das Buch bleibt aber nicht bei den vorgenannten, ganz generellen Überlegungen stehen, sondern verfolgt auch das Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Diskussion allgemeinerer und konkreterer Einzelfragen fruchtbar zu machen; es wird aber keine Gesamtdarstellung angestrebt, vielmehr liegt das Gewicht auf besonders umstrittenen Fragen und neuen Ansätzen. Es wird auf das Verhältnis zwischen den Verletzungen eines Schuldverhältnisses und den Delikten eingegangen, aber auch die Grundvoraussetzungen eines Schadenersatzanspruchs – Schaden und Verursachung – erörtert. Ein umfangreicher Abschnitt ist den Zurechnungselementen gewidmet; neben Rechtswidrigkeit und Verschulden werden etwa sonstige Mängel in der Sphäre des Ersatzpflichtigen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Versicherbarkeit, der Risikogemeinschaftsgedanke und das Zusammenspiel der Elemente behandelt. Die Frage der Zurechnung auf der Seite des Geschädigten, also die Mitverantwortung, wird – von den Grundfragen ausgehend – neu aufgerollt.
Schlagworte
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2010
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-902638-28-1
- ISBN-Online
- 978-3-7097-9976-5
- Verlag
- Jan Sramek Verlag, Wien
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 397
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- I. Eigenrisiko des Geschädigten und Schadensüberwälzung Kein Zugriff
- II. Versicherungslösung statt Haftpflichtrecht? Kein Zugriff
- III. Strenge Grenzen und starre Normen oder fließende Übergänge und elastische Regeln? Kein Zugriff
- I. Allgemeines Kein Zugriff
- II. Herausgabeansprüche Kein Zugriff
- III. Unterlassungsansprüche Kein Zugriff
- IV. Notwehrrechte Kein Zugriff
- V. Beseitigungsansprüche Kein Zugriff
- VI. Eingriffskondiktionen Kein Zugriff
- VII. Gläubigeranfechtung Kein Zugriff
- VIII. Schadenersatzansprüche Kein Zugriff
- IX. »Strafschäden«? Kein Zugriff
- X. Versicherungsvertragsrecht Kein Zugriff
- XI. Sozialversicherungsrecht Kein Zugriff
- XII. Entschädigung von Verbrechens- und Katastrophenopfern Kein Zugriff
- XIII. Abschöpfungsansprüche Kein Zugriff
- XIV. Strafrecht Kein Zugriff
- XV. Schlussbemerkungen Kein Zugriff
- I. Ausgleichsfunktion Kein Zugriff
- II. Präventiv- und Rechtsfortsetzungsfunktion Kein Zugriff
- III. Sanktionsfunktion Kein Zugriff
- IV. Ökonomische Optimierung? Kein Zugriff
- I. Delikt, Vertragsverletzung und Zwischenbereich Kein Zugriff
- II. Fallgruppen im Zwischenbereich Kein Zugriff
- III. Das Problem der Anspruchskonkurrenz Kein Zugriff
- I. Schaden Kein Zugriff
- II. Verursachung Kein Zugriff
- III. Zusammenfassung Kein Zugriff
- I. Rechtswidrigkeit Kein Zugriff
- II. Verschulden Kein Zugriff
- III. Sonstige Fehler in der eigenen Sphäre Kein Zugriff
- IV. Gefährlichkeit Kein Zugriff
- V. Erlaubter Eingriff Kein Zugriff
- VI. Wirtschaftliche Tragfähigkeit Kein Zugriff
- VII. Gewinnerzielung Kein Zugriff
- VIII. Versicherbarkeit und Versichertsein Kein Zugriff
- IX. Der Gedanke der Risikogemeinschaft Kein Zugriff
- X. Das Zusammenspiel von Zurechnungselementen Kein Zugriff
- XI. Mitverantwortlichkeit des Geschädigten Kein Zugriff
- I. Das Grundproblem zu weiter Zurechnung Kein Zugriff
- II. Unterbrechung des Kausalzusammenhanges? Kein Zugriff
- III. Die Adäquanz Kein Zugriff
- IV. Der Schutzzweck der Norm Kein Zugriff
- V. Dazwischentreten einer fremden Willensbetätigung Kein Zugriff
- VI. Haftungshöchstbeträge Kein Zugriff
- I. Umfang des Ersatzes Kein Zugriff
- II. Art des Ersatzes Kein Zugriff
- III. Laufende Zahlung oder Kapitalabfindung Kein Zugriff
- IV. Minderung der Ersatzpflicht Kein Zugriff
- I. Die Grundgedanken des Verjährungsrechts Kein Zugriff
- II. Die heutige Rechtslage und zwei problematische Punkte Kein Zugriff
- III. Versuch einer system- und wertungskonformen Ausgestaltung der Verjährungsregeln Kein Zugriff
- I. Diskussionsentwurf der beim Bundesministerium für Justiz eingerichteten Arbeitsgruppe für ein neues österreichisches Schadenersatzrecht Kein Zugriff
- II. European Group on Tort Law Principles of European Tort Law Kein Zugriff
- III. Abgekürzt zitierte Literatur Kein Zugriff
- IV. Sachverzeichnis Kein Zugriff






