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Monographie Kein Zugriff

Die narrative Prosa Max Herrmann-Neißes in seiner Berliner Phase (1912-1933): literarische Verfahren im Spiegel kulturhistorischer Parameter

Autor:innen:
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Wer war Max Herrmann-Neiße (1886-1941)? So sehr die Frage heute berechtigt erscheint, so wenig stellte sie sich während der Weimarer Republik, konnte der aus Schlesien nach Berlin übergesiedelte Schriftsteller doch als gut vernetzter Lyriker, Erzähler, Dramatiker und Kritiker auf eine positive Reputation verweisen. Die politische Gegnerschaft zum NS-Staat zwang ihn, Deutschland 1933 zu verlassen und – seiner literarischen und gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten beraubt – im Londoner Exil zunehmend zu vereinsamen. Die vorliegende Bearbeitung konzentriert sich auf die Analyse der narrativen Prosa Max Herrmann-Neißes, der in seinen Texten einen literarischen Blick hinter die Kulissen einer vermeintlichen Bürger-Souveränität wirft. Dabei zielt der Autor auf eine satirische Desavouierung des kniefällig-devoten Kleinbürgers in seiner Anbetung des autoritären Obrigkeitsstaates. Im Gegensatz zu manch politischem Roman entwirft Max Herrmann-Neiße aber keine identifikationsfähigen Helden, sondern eher Strauchelnde, sozial Marginalisierte, die angesichts der Verwerfungen der Moderne den Halt verlieren. Der Autor bleibt dabei dem ästhetischen Leitprinzip verhaftet und hofft auf einen Erkenntnisschub des Rezipienten, der das auf der Handlungsebene Wahrgenommene gedanklich autonom reflektiert und perspektivisch verarbeitet.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-96543-233-8
ISBN-Online
978-3-96543-244-4
Verlag
Lehmanns, Berlin
Sprache
Deutsch
Seiten
390
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
  1. 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 5 - 11
  2. 2. Forschungsstand: Entwicklung und Desiderata Kein Zugriff Seiten 12 - 23
    1. 3.1. Pazifismus und prosperierendes Aufbegehren Kein Zugriff
    2. 3.2. Engagierte Literatur in der Phase postrevolutionärer Stabilisierung Kein Zugriff
    3. 3.3. Resignation im Londoner Exil? Kein Zugriff
      1. 4.1.1. Die Hassliebe des Protagonisten gegenüber der heimatlichenProvinzstadt Kein Zugriff
      2. 4.1.2. Studentisches Agieren in Breslau: epikureische Verlockungenzwischen Bohème und Halbwelt Kein Zugriff
      3. 4.1.3. Cajetans literarische Invektiven gegen die philiströse Provinzund sein Waterloo als Theaterkritiker Kein Zugriff
      4. 4.1.4. Das Motiv der Sehnsucht und die Metropole Berlin als Vision derHoffnung Kein Zugriff
      5. 4.1.5. Die am Leben gescheiterte Künstlerexistenz und ihr Rückfallauf das mentale Niveau der Kleinstadt Kein Zugriff
      6. 4.1.6. „Cajetan Schaltermann“ als Erzählwerk im Kontext desexpressionistischen Diskurses Kein Zugriff
      7. 4.1.7. „Cajetan Schaltermann“ – ein autofiktionaler Roman? Kein Zugriff
      1. 4.2.1. Die Prosaskizze „Groteske“ Kein Zugriff
      2. 4.2.2. „Himmelfahrt zu ‚Gott Vaterlos‘“ Kein Zugriff
      1. 5.1.1. Rezeptionsspezifika Kein Zugriff
      2. 5.1.2. Zum Inhalt des Romans Kein Zugriff
      3. 5.1.3. Erzählplan und Romankomposition Kein Zugriff
      4. 5.1.4. Die Rahmenhandlung Kein Zugriff
        1. 5.1.5. a. Otto Kirschs Agieren gegen den „Sklavenrhythmus“ desAngestelltendaseins Kein Zugriff
        2. 5.1.5. b. Flucht und beginnender Aufstieg ins Gebirge Kein Zugriff
        3. 5.1.5. c. Indolenz und Schuld gegenüber einer jungen Frau Kein Zugriff
        4. 5.1.5. d. Eremitendasein in einer Region der visionären Wahrheit Kein Zugriff
        5. 5.1.5. e. Der Tod Otto Kirschs und die Skrupellosigkeit seinesErbfolgers José Othink Kein Zugriff
        6. 5.1.5. f. Die merkantilen und politischen Sehnsüchte des José Othinkin Zeiten der ‚Schieber‘-Mentalität Kein Zugriff
        7. 5.1.5. g. Nietzsches Postulat vom Übermenschen als „Sinn der Erde“? Kein Zugriff
      1. 5.2.1. „Die Begegnung“ Kein Zugriff
        1. 5.2.2.a. Die einführende Rahmenhandlung als Exposition Kein Zugriff
        2. 5.2.2.b. Lucie Wagners Sozialisation zwischen väterlichem Carpediem-Credo und starren Konventionen Kein Zugriff
        3. 5.2.2.c. Das Motiv ungleicher Freundinnen in seiner Entfaltung Kein Zugriff
        4. 5.2.2.d. Der Antagonismus von Freiheit und Unterordnung Kein Zugriff
      1. 5.3.1. „Der Egoist“ Kein Zugriff
      1. 5.4.1. Zur Anamnese des Protagonisten Kein Zugriff
      2. 5.4.2. Im Einflussbereich einer inhuman-grotesken Machtinstanz Kein Zugriff
      3. 5.4.3. Der Flaneur in einem tumultuarischen Umfeld Kein Zugriff
      4. 5.4.4. Clemens‘ psychosomatische Deformation – eine Folge sozialerDisparitäten oder greifbarer Persönlichkeitsdefizite? Kein Zugriff
      5. 5.4.5. Reizlose versus reizvolle Sachlichkeit Kein Zugriff
      1. 5.5.1. „Der gläserne Stiefel“ Kein Zugriff
      2. 5.5.2. „Das unglaubliche Erlebnis“ Kein Zugriff
      3. 5.5.3. „Das Taschenmesser“ Kein Zugriff
      4. 5.5.4. „Nissel und das Meerweib“ Kein Zugriff
  3. 6. Die erzählerischen Verfahrensweisen im Überblick Kein Zugriff Seiten 364 - 372
    1. Abriss zentraler Lebensstationen Max Herrmann-Neißes Kein Zugriff
    2. Bibliographie Kein Zugriff
    3. Danksagung Kein Zugriff

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