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Monographie Kein Zugriff

Impunität

Zur Frage, was es bedeutet, wenn nicht gestraft wird
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Unter dem Schlagwort der Impunität wird die Ungerechtigkeit beklagt, die darin liegt, wenn das Recht – entgegen hehren Beteuerungen – Gerechtigkeit nicht durchsetzt. Wo Verbrechen ungestraft bleiben, so die aus der Negativfassung generalpräventiven Denkens hervorgehende Sorge, wird Kriminalität ermutigt und die soziale Ordnung ist bedroht. Der Verdacht stellt sich ein, verdeckte Machtinteressen und strukturelle Diskriminierung seien am Werk. Nicht beim Versuch, solche aufzudecken, setzt die vorliegende Analyse an, sondern bei der Beobachtung derer, die entsprechend beobachten. Sie behandelt Impunität als eine gesellschaftliche Semantik, erschließt deren Herkunft, sortiert ihre aktuellen Ausprägungen und fragt nach den sozialen Folgen, die sie als eine solche Semantik zeitigt. Unter Rückgriff auf ein systemtheoretisches Instrumentarium zeigt Dominik Hofmann, welche verschiedenen Diskurse auf der Ebene der Weltgesellschaft in der Anti-Impunitätsbewegung zusammenlaufen, wie die Straffreiheit zunehmend selbst in ein (zumeist ungestraftes) Vergehen umgedeutet wird und warum dort, wo Impunität herrscht, nicht nur die soziale Ordnung, sondern auch das Recht keineswegs verschwindet.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-95832-294-3
ISBN-Online
978-3-7489-1349-8
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
536
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 14
    1. Typologie moderner Impunitätsverständnisse Kein Zugriff
    2. Die multiple Revisibilisierung der Rechtsparadoxie Kein Zugriff
    3. Verbreit(er)ungsmuster: Menschenrechte und Rechtsstaat Kein Zugriff
    4. Die Logik der Impunitätsfigur Kein Zugriff
    1. Fallbeispiel I: CICIG Kein Zugriff
    2. Fallbeispiel II: IAGMR Kein Zugriff
    1. Impunität zwischen Rache und Kompensation Kein Zugriff
    2. Konditionalprogrammierung und das »Töten mit Impunität« Kein Zugriff
    3. Der Anspruch »ne crimina remaneant impunita« und seine Durchsetzung Kein Zugriff
    4. Impunität als Symptom schlechter Herrschaft Kein Zugriff
    5. Das internationale Recht und seine Zahnlosigkeit Kein Zugriff
    1. Unsicherheit, Informalität, Gewalt – gegenüber dem System Kein Zugriff
    2. Unsicherheit, Informalität, Gewalt – im System Kein Zugriff
    3. Kopplung über Organisationen Kein Zugriff
    1. Leistungen programmierter Strafverfahren Kein Zugriff
    2. Leistungskompensation und funktionale Äquivalenz Kein Zugriff
    1. Selbstbeschreibung des Rechts: Errors of impunity Kein Zugriff
    2. Selbstbeschreibung der (Welt-)Gesellschaft: Koloniale Kontinuität? Kein Zugriff
    3. Selbstbeschreibung der Theorie: Periphere Allopoiesis? Kein Zugriff
  3. Anstelle eines Fazits: Brauchbare Impunität? Kein Zugriff Seiten 454 - 455
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 456 - 536

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