
Im Schatten Humboldts
Eine tragische Geschichte der deutschen Ethnologie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Von den hohen Idealen Alexander von Humboldts bis zum erbitterten Streit um das Humboldt Forum führt ein langer und verschlungener Pfad durch die deutsche Geschichte. Kaum etwas illustriert ihn besser als die ethnologische Sammlung des Berliner Museums - mit 500.000 Objekten eine der größten der Welt. H. Glenn Penny schildert in seinem erhellenden Buch, wie diese gigantische Sammlung entstanden ist, was für Motive dahinter standen und warum ihre ursprüngliche Idee bis heute kaum beachtet wird. Sein Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Versachlichung der Debatte um das koloniale Erbe der deutschen Museen.
Es ist eine tragische Geschichte, und sie beginnt - wie so oft in Deutschland - mit großen Ambitionen: Auf den Spuren Humboldts tragen Ethnologen Objekte aus der ganzen Welt zusammen, um ein "Laboratorium" der Menschheitsgeschichte zu schaffen. Es soll das Erbe bedrohter Kulturen bewahren und den aufkommenden rassistischen Ideen Einhalt gebieten. Doch schon bald geraten die Sammler in den Sog des Kolonialzeitalters und schließen Teufelspakte, damit ihr Bestand schneller wächst. Auch die ursprüngliche Vision verändert sich: Wilhelm von Bode macht aus der Denkwerkstatt ein bloßes Schaumuseum. Und wie heute wieder wird das Museum schon bald zum Schauplatz politischer Instrumentalisierungen, bei denen es um Diskursmacht geht, aber nicht um die Bedeutung der Sammlung selbst.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-406-74128-9
- ISBN-Online
- 978-3-406-74129-6
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 288
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- Einleitung: Kihawahine: Die Zukunft in der Vergangenheit Kein Zugriff Seiten 7 - 24
- Kapitel I: Hawaiianische Federumhänge und Maya-Skulpturen: Das Sammeln von Ursprüngen Kein Zugriff Seiten 25 - 68
- Kapitel II: Der Haida-Totempfahl und die Nootka-Adlermaske: Hypersammeln Kein Zugriff Seiten 69 - 110
- Kapitel III: Bronzen aus Benin: Die Kolonialismusfragen Kein Zugriff Seiten 111 - 148
- Kapitel IV: Guatemaltekische Textilien:Dauerhafte Sammelnetzwerke Kein Zugriff Seiten 149 - 200
- Kapitel V: Die Maske des fliegenden Schwans: Die Vergangenheit in der Zukunft Kein Zugriff Seiten 201 - 252
- Epilog: Humboldt als Zugpferd Kein Zugriff Seiten 253 - 268
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 269 - 272
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Bild- und Kartennachweis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




