
Das wiedererwachte Gewissen
Konservative im Widerstand gegen den Nationalsozialismus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2007
Zusammenfassung
Der Widerstand von Konservativen gegen Hitler hatte im Geschichtsbild der Bundesrepublik lange einen »Alleinvertretungsanspruch«, ehe auch der opferreiche Widerstand von links in sein Recht eingesetzt wurde. Konservative gaben ja auch am 20. Juli 1944 der Welt das deutlichste Lebenszeichen des »anderen« Deutschlands – politisch gescheitert, aber moralisch bis heute wirksam. Der Band versammelt Aufsätze aus 35 Jahren, die Ekkehard Klausa mit Empathie, hohem Respekt und fairer Kritik über Gruppen und Einzelpersönlichkeiten des konservativen Widerstandes geschrieben hat. Sie reichen von Gesamtdarstellungen des konservativen Widerstands und seiner geistigen Wurzeln über Gruppenporträts aus dem vielbesprochenen Potsdamer Infanterieregiment 9 und dem rechtsextremen »Stahlhelm« – jeweils eine Milieustudie von Regimetreue und Widerstand – bis zu zahlreichen Einzelporträts. Dabei treten auch weniger bekannte Widerständler wie Ewald von Kleist-Schmenzin und Ferdinand von Lüninck hervor; der eine immer schon gegen Hitler, der andere nach schmerzhaftem Lernprozess. Es entsteht kein Jubelbild vom »Aufstand des Gewissens«, sondern eine Darstellung des »wiedererwachten« konservativen Gewissens. Denn es hatte während der anfänglichen »Entente« zwischen Hitler und den alten Eliten geschlummert, hatte Konzentrationslager, Morde im Zuge der Röhm-Affäre, Rassegesetze und mehr hingenommen. Aber viele Konservative haben schließlich ihre Bewährungsprobe bestanden und Maßstäbe für uns Nachgeborene gesetzt.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2007
- Copyrightjahr
- 2007
- ISBN-Print
- 978-3-86732-345-1
- ISBN-Online
- 978-3-86732-653-7
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Reihe
- Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
- Band
- 16
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 329
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Editorische Vorbemerkung Kein Zugriff
- 1. Wozu Erinnern an Konservative im Widerstand? (2019) Kein Zugriff
- 2. Die deutsche Gedenkreligion des Holocaust (1999) Kein Zugriff
- 1. Politischer Konservatismus und Widerstand (1994) Kein Zugriff
- 2. Zu wenig und zu spät? Der Kampf des anderen Deutschland (2002) Kein Zugriff
- 3. Preußische Soldatentradition und Widerstand:Das Potsdamer Infanterieregiment 9 zwischen dem »Tag von Potsdam« und dem 20. Juli 1944 (1985) Kein Zugriff
- 4. Ganz normale Deutsche. Das Judenbild des konservativen Widerstandes (2005) Kein Zugriff
- 5. Über die Zögerlichkeit konservativer Gewissensentscheidung (2009) Kein Zugriff
- 6. Nachkriegsvorstellungen im Widerstand des 20. Juli 1944 (2007) Kein Zugriff
- 7. Die Katholische Kirche im Dritten Reich – Anpassung und Widerstand (1988) Kein Zugriff
- 1. Stauffenberg und Moltke. Zwei der Größten im deutschen Widerstand (2007) Kein Zugriff
- 2. Ewald von Kleist-Schmenzin (2009) Kein Zugriff
- 3. Carl-Hans Graf von Hardenberg (2013) Kein Zugriff
- 4. Vom Bündnispartner zum »Hochverräter«: Der Weg des Ferdinand von Lüninck (1993) Kein Zugriff
- 5. Sie kamen aus dem »Stahlhelm«. Frühe Kampfgenossen Hitlers, die früh in den Widerstand gingen Kein Zugriff
- 6. Ein Löwe für den Himmel. Bischof Clemens August Graf von Galen (2005) Kein Zugriff
- 7. Er lobte seine Mörder: Erich Klausener, Vorsitzender der Katholischen Aktion (2014) Kein Zugriff
- 8. Ein Glaubenszeuge im Zwiespalt. Michael Graf von Matuschka zwischen Regimegegnerschaft und Beamtenpflicht (2016/17, erschienen 2019) Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff





