
Kleist lesen
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Lettre
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Wie andere Außenseiter der Literatur wurde auch Kleist häufig zum Gegenstand einer Deutungspraxis, welche die Gebrechlichkeit der Texte vor allem als Hindernis auf dem Weg zu einer einheitlichen Interpretation begriffen hat. Die Aufsätze des vorliegenden Bandes, die mehr oder minder deutlich vor dem Hintergrund intensiver literaturtheoretischer Debatten in Frankreich und den USA entstanden sind, nehmen Kleists Literatur in einer anderen Weise ernst. Bei aller Unterschiedlichkeit der individuellen Leseverfahren erscheint das Werk Kleists als Herausforderung an die Literaturwissenschaft. Die Herausforderung besteht nicht zuletzt darin, daß das, was als die ebenso grundlegende wie (häufig) unausgesprochene Voraussetzung jeder literaturwissenschaftlichen Arbeit im Spiel ist, von den Texten Kleists in Frage gestellt wird: die Möglichkeit des Verstehens selbst. Kleists Texte geben weniger eine äußere Realität wieder, als daß sie die epistemologischen Grenzen der Referenz zum Thema machen. Gerade deshalb bietet sich sein Werk für Untersuchungen des Verhältnisses von Literatur und Philosophie, von Sprachlichkeit und Welterfahrung, Subjekt und symbolischer Ordnung, von Gesetz und Gerechtigkeit an.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-89942-105-7
- ISBN-Online
- 978-3-8394-0105-7
- Verlag
- transcript, Bielefeld
- Reihe
- Lettre
- Band
- 0
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 275
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Was ist das Kritische an einer kritischen Ausgabe? Erste Gedanken anläßlich der Edition von Kleists Erzählung »Die Marquise von O.…«Seiten 38 - 59 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)
- Die Aussetzer des Lebens. Zur zeiträumlichen Differenz der Darstellung in Heinrich von Kleists »Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft« und »Der Findling«Seiten 74 - 98 Nikolaus Müller-Schöll Download Kapitel (PDF)
- Die Inversion der Rhetorik und das Wissen von Sprache. Zu Heinrich von Kleists Aufsatz »Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden«Seiten 101 - 116 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)
- Traum - Bild - Schrift. Zur Rhetorik der Geschlechter in Kleists »Käthchen von Heilbronn«Seiten 117 - 142 Annette Runte Download Kapitel (PDF)
- Brockes. Freundschaft und Pest bei Heinrich von KleistSeiten 143 - 178 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)
- Die Festlegung des Gesetzes in der Literatur - am Beispiel KleistsSeiten 181 - 208 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)
- Wie Institutionalisierungen Freiräume schaffen. »Die Marquise von O.…«, »Die heilige Cäcilie« und einige AnekdotenSeiten 209 - 241 Fritz Breithaupt Download Kapitel (PDF)
- Zur ewigen Nachwelt (ohne Frieden)Seiten 242 - 270 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)
- Autorinnen und AutorenSeiten 271 - 273 Nikolaus Müller-Schöll, Marianne Schuller Download Kapitel (PDF)




