, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Urteilskraft und Gotteserkenntnis

Zur Argumentationsstruktur im Monologion des Anselm von Canterbury
Autor:innen:
Verlag:
 2007

Zusammenfassung

Im Monologion, seinem ersten systematischen Werk, unterwirft Anselm von Canterbury sich der Methode des ›sola ratione‹. Dadurch begründet er nicht nur eine Vernunfterkenntnis im nach Einsicht verlangenden Glauben an den dreieinen Gott, sondern gibt im Anschluß an das Trinitätswerk Augustins die Ebenbildlichkeit des menschlichen Geistes als Bildung seiner Vernunft- und Urteilskraft durch den Mitvollzug seiner Vermögen zu erkennen. Die Autorin geht diesem Bildungs- und Begründungsgang zum erstenmal in der Anselmforschung konsequent nach. Die mit der Vernunft in der Frage nach Grund und Maß, wenn wir etwas überhaupt als gut erachten, schon in Gebrauch genommene Urteilskraft zeigt sich im Laufe der Erwägungen durch Irritationen und Fragwürdigkeiten hindurch als jenes Grundvermögen im vernünftigen Geist des Menschen, ohne dessen Entscheidungen, Gedächtnisse und Reflexionen die Vernunft selbst zu keiner Einstimmung in ihren Schlüssen auf das unbedingt Geltende kommen, keinen Begriff einer höchsten Natur im Verstande halten kann. Für zentral in der Vernunft- und Bildungsstruktur des Monologion hat diese Arbeit das Prinzip des »melius ipsum quam non ipsum« (besser, solches zu sein als nicht solches zu sein) erkannt und von seiner umfangreichen Auslegung her die Einheit dieses ersten systematischen Werks Anselms erschlossen. An entscheidender Stelle dann des späteren Proslogion von Anselm wird dieses Kriterium einer entscheidenden Urteilskraft wieder aufgenommen, dort, wo der scheinbar nur auf das bloße Sein bezogene Gottesbeweis in dessen 5. Kapitel die washeitlichen Bestimmungen, notwendig zu erkennen, weiter aufnehmen muß. Erst mit der bewußt gestalteten Rückbindung an die Argumentationsfigur des Monologion wird die Schlußfigur des Proslogion einsichtig, dessen Gotteserweis ohne die Anstrengung der Selbsterkenntnis und die alle Seelenvermögen im Ebenbildverhalten des personalen Geistes mit einbeziehenden Einstimmungsarbeit gar nicht geführt werden kann.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2007
ISBN-Print
978-3-495-48184-4
ISBN-Online
978-3-495-99719-2
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Alber-Reihe Philosophie
Sprache
Deutsch
Seiten
367
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
    1. Thema und Forschungsstand Kein Zugriff
    2. Zielsetzung und methodische Vorbemerkung Kein Zugriff
    3. Vorgehensweise und Abkürzungen Kein Zugriff
      1. Der Anfang und die Aufgabenstellung des »Monologion« Kein Zugriff
      2. Das Nächstliegende zur Einsicht in den Grund Kein Zugriff
      1. Die eine Natur als der stellvertretende Name Gottes Kein Zugriff
      2. Die allgemein gültige Annahme der Vernunft Kein Zugriff
      3. Vernunfterkenntnis der einen Natur aus Beurteilungskraft Kein Zugriff
      1. Einteilungsentscheidung im Vergleichsgrund Kein Zugriff
      2. Die notwendige Selbigkeit am Beispiel der Gerechtigkeit Kein Zugriff
      3. Sein ›durch sich‹ und Sein ›durch anderes‹ als Grundeinteilung Kein Zugriff
        1. Formbedingung als etwas, das ›durch sich selbst‹ ist, was es ist Kein Zugriff
        2. Überlegungen zur Größe der Güte Kein Zugriff
      1. Vergleichbarkeit der Grundverhältnisse (K2) Kein Zugriff
      2. Grund des Seins als etwas überhaupt (K3) Kein Zugriff
      3. Einssein des ›durch sich selbst‹ Seins als Grund Kein Zugriff
      4. Die eine und einzige höchste Natur als das Maß des Vergleichs (K4) Kein Zugriff
      1. Das ›durch sich selbst‹ Sein der höchsten Natur (K5–6) Kein Zugriff
        1. Von der Materie der Dinge (K7) Kein Zugriff
        2. Creatio als Formgabe im Wesen (K7) Kein Zugriff
        3. Das Nichtsein als noch nicht Seinkönnen (K8) Kein Zugriff
        4. Creatio in der Entscheidung für das Seinkönnen (K8) Kein Zugriff
        5. Etwas als Maß im Grund des Seinkönnens (K9) Kein Zugriff
      2. Wassein der Dinge durch das Sprechen der höchsten Natur (K9–11) Kein Zugriff
      3. Bestandserhaltung der Dinge durch die schaffende Substanz (K12–14) Kein Zugriff
      1. Exkurs zum Begriff der Natur Kein Zugriff
      2. Die doppelte Struktur der Höchstheit der höchsten Natur Kein Zugriff
    1. Problemstellung Kein Zugriff
    2. Die Frage nach der Wesenheit der höchsten Natur und ihre Aussagbarkeit Kein Zugriff
      1. Beziehentliche und selbstbezügliche Aussageweise (T2.1–3) Kein Zugriff
      2. Selbstgleichheit der höchsten Natur in ihrer Nennbarkeit als höchste (T2.4–6) Kein Zugriff
      1. Die Einteilung vonWeisen selbstbezüglicher Bestimmung (T3.1–2) Kein Zugriff
      2. Die Begriffe ›ipsum‹ und ›non ipsum‹ (T3.3) Kein Zugriff
      1. Das Beurteilungsmaß eines Guts aus dem Selbstvergleich (T4.1) Kein Zugriff
      2. Die nicht formale Anwendbarkeit des ›melius ipsum omnino quam non ipsum‹ und die Urteilskraft als ihre Grundlage (T4.2) Kein Zugriff
      3. Vereinbarkeit mit anderem Maß (T4.3) Kein Zugriff
      1. Das begrenzt Gute als Subjectum der Beurteilung (T5.1, T5.2) Kein Zugriff
      2. Die wertschätzende Beurteilung und ihre relative Geltung (T5.3–4) Kein Zugriff
    3. Die ausschließende Funktion des Einteilungsverfahrens Kein Zugriff
    4. ›quidquid ipsum melius quam non ipsum‹ in der Bestimmung der höchsten Wesenheit Kein Zugriff
      1. Der Geist als sich selbst erkennende Urteilskraft Kein Zugriff
      2. Die Selbstgemäßheit und Strukturen der Negation (T8.1–3) Kein Zugriff
      3. Die Erschließung der Wesensprädikate aus dem ›melius ipsum‹ (T8.4–5) Kein Zugriff
    5. Ausblick auf die weitere Problematik Kein Zugriff
    1. Einleitung und Fragestellung Kein Zugriff
      1. Aufgabe Kein Zugriff
        1. Die Vorschläge der Anselm-Interpreten Kein Zugriff
        2. Eigene Übersetzungen Kein Zugriff
        1. Die vergleichende Beurteilung als Grundstruktur des Prinzips Kein Zugriff
        2. Begriffsmomente und Bildungsformen des Prinzips Kein Zugriff
        3. Traditionen der Herausbildung des ›melius ipsum‹ vor Anselm Kein Zugriff
      2. Eine Logik des Selbstvergleichs aus dem Selbstverhältnis Kein Zugriff
      1. Hinführung Kein Zugriff
        1. Erschließung der Wesensattribute (K15) Kein Zugriff
        2. Feierliche Aufzählung der Washeit der höchsten Natur in ihrer Höchstheit (K16) Kein Zugriff
        1. Die höchste Gerechtigkeit (summa iustitia) Kein Zugriff
        2. Die höchste Größe (summa magnitudo) Kein Zugriff
        3. Einfachheit des Seins im Ganzen derWesensbestimmungen Kein Zugriff
          1. Die höchste Natur ohne Anfang aus ihrer Selbstidentität Kein Zugriff
          2. Die höchste Natur ohne Ende als das einfache Gute Kein Zugriff
          3. Die höchste Natur als wahre Ewigkeit und ewige Wahrheit Kein Zugriff
        1. Notwendige Zweifel durch das ›Sein des Nichts‹ und seine Einteilung (K19) Kein Zugriff
        2. Überall- und Nirgendssein, Immer- und Niesein der höchsten Natur (K20–22) Kein Zugriff
        3. Sein als Gegebensein im Gründungsverhalten schöpferischer Macht (K23) Kein Zugriff
        4. Immersein als Ewigkeit und die Kritik ihrer Zeitvorstellungen (K24) Kein Zugriff
        1. Die höchste Natur als Substanz (K25) Kein Zugriff
        2. Wirkung der höchsten Substanz ohne Selbstveränderung (K25) Kein Zugriff
        3. Substanz im Vergleich mit dem für Veränderungen Aufnahmefähigen (K26) Kein Zugriff
        4. Unterscheidung von Relation und Akzidens (K25–27) Kein Zugriff
        1. Die höchste Substanz als individueller Geist (K27) Kein Zugriff
        2. Individueller Geist und Bedingungen der Personalität (K28) Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
        1. Rechtfertigung des Gebrauchs des Substanzbegriffs (K27) Kein Zugriff
        2. Unvergleichbarkeit des Geistes im Vergleich (K28) Kein Zugriff
        1. Gedächtnis als Bedingung der Vernunfterkenntnis (K29) Kein Zugriff
        2. Die Einheit des höchsten Geistes als Sprechen ist Sein als Erkennen (K29) Kein Zugriff
        3. Das Sprechen des höchsten Geistes in einem Wort (K30) Kein Zugriff
        4. Wort und Bild in beurteilender Erkenntnis (K31) Kein Zugriff
        5. Correctio des Vergleichsbezugs in der beurteilenden Erkenntnis (K32) Kein Zugriff
        6. Die Umkehrung der Vorbildlichkeitsrichtung im Ähnlichkeitsverhältnis (K32) Kein Zugriff
        1. Die Vergegenwärtigung des Wortes und Wendung in seine Wahrheit (K33) Kein Zugriff
        2. Die Kunst des schöpferischen Wortes und seine implikative Struktur ›melius ipsum quam non ipsum‹ (K34) Kein Zugriff
        3. Wahrheit und Leben im Sprechen des Worts (K35) Kein Zugriff
        4. Unbegreiflichkeit des schöpferischen Geistes für den Verstand (K36) Kein Zugriff
        5. Selbigkeit von Geist und Wort in Schöpfung (K37) Kein Zugriff
        6. ›Zwei‹ in Einem Ursprung (K38) Kein Zugriff
      2. Trinitarische Entsprechung des Geistes (K39–62) Kein Zugriff
      3. Das Unbegreifliche des Sich-Sprechens und die negative Theologie (K63–67) Kein Zugriff
        1. Die Selbsterkenntnis des vernünftigen Geistes als Ebenbild in der Gotteserkenntnis (K65) Kein Zugriff
        2. Der vernünftige Geist in seiner wahren Abbildlichkeit (K66) Kein Zugriff
        3. Die Abbildstruktur des vernünftigen Geistes und ihre doppelte Reflexion (K66–67) Kein Zugriff
        4. ›Melius ipsum quam non ipsum‹ als Bildungsstruktur des Selbstseins des vernünftigen Geistes in Erzeugung der Ähnlichkeit Kein Zugriff
        5. Die Ähnlichkeitserkenntnis der vernunftbegabten Natur (K68) Kein Zugriff
        6. Urteilskraft als die Vernunftbestimmung und -bedingung (K68) Kein Zugriff
        7. Liebe als Vollzug der Erkenntnis des Guten (K68) Kein Zugriff
      4. Die Liebe als Einheit von Vernunft und Glaube im beurteilenden Erkennen (K69–78) Kein Zugriff
      5. Der Name Gott für die höchste Wesenheit (K79–80) Kein Zugriff
    2. Zusammenfassung Kein Zugriff
  2. Schluß Kein Zugriff Seiten 333 - 334
    1. Quellen Kein Zugriff
    2. Übersetzungen Kein Zugriff
    3. Literatur Kein Zugriff
  3. Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 351 - 352
  4. Sachverzeichnis Kein Zugriff Seiten 353 - 367

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Philosophie allgemein"
Cover des Buchs: Künstliche Intelligenz und smarte Maschinen
Monographie Kein Zugriff
Eduard Kaeser
Künstliche Intelligenz und smarte Maschinen
Cover der Ausgabe: Philosophisches Jahrbuch Jahrgang 132 (2025), Heft 2
Ausgabe Kein Zugriff
Philosophisches Jahrbuch
Jahrgang 132 (2025), Heft 2
Cover des Buchs: Helmut Schmidt und Karl Popper
Monographie Kein Zugriff
Thomas Stölzel
Helmut Schmidt und Karl Popper
Cover des Buchs: Die Offenbarung – von anderswoher
Monographie Kein Zugriff
Jean-Luc Marion
Die Offenbarung – von anderswoher
Cover des Buchs: Hirntod und Organtransplantation
Sammelband Kein Zugriff
Wolfgang Kröll, Walter Schaupp
Hirntod und Organtransplantation