Theater über Theater
Parodie und Moderne 1870-1914- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kommt es zu einem regelrechten Parodienboom, insbesondere im Bereich Drama und Theater. Die theatrale Parodie, deren Medien Kabaretts und Kleinkunstbühnen, Zeitschriften, Anthologien, Buch- und Heftreihen sind, verabschiedet das Alte und weist den Weg zum Neuen, Modernen, das seinerseits parodistische Reaktionen auslöst. Sie besitzt einen Funktionsort im Entstehungsprozess des modernen Dramas und Theaters: einen Ort, an dem Theater über Theater stattfindet, Theater verhandelt, verabschiedet, vernichtet wird, an dem die Entwicklung des Theaters vorangetrieben wird.
Parodie und Moderne koinzidieren. Ist die Parodie modern oder gar die Moderne parodistisch? Ist die Parodie Phänomen der Moderne, Katalysator der Moderne, das andere Gesicht der Moderne? Jenseits formelhafter Zuspitzungen lotet die vorliegende Studie den kultur-, literatur- und theatergeschichtlichen Funktionszusammenhang von Parodie und Moderne aus, der immer neu und anders modelliert erscheint.
In Auseinandersetzung mit Positionen der Moderneforschung, Parodietheorie und Theatersemiotik wird zunächst ein differenziertes Parodiemodell erarbeitet. Ein historischer Rückblick auf die Theater- und Parodiekultur des 19. Jahrhunderts erhellt die Voraussetzungen des parodistischen Aufschwungs der Jahrhundertwende. Der Hauptteil der Studie ist den theatralen Parodien selbst gewidmet, die im Zeitraum von 1870 bis 1914 gefunden oder belegt werden konnten. Repräsentative Einzelanalysen geben Einblick in Parodien des alten sowie des neuen – naturalistischen und symbolistischen – Theaters. Durch statistische Daten und kontrastierende Vergleiche kommt zudem eine breite Materialbasis in den Blick: Das Korpus umfasst 600 Parodien, dokumentiert in einem ausführlichen Anhang.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-89528-543-1
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1476-2
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 492
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- 1 Funktionsort der theatralen Parodie Kein Zugriff
- 2 Parodie als Katalysator? Kein Zugriff
- 1 Moderne und Avantgarde Kein Zugriff
- 2.1.1 Begriff und Geschichte Kein Zugriff
- 2.1.2.1 Set von Parodieaspekten Kein Zugriff
- 2.1.2.2 Parodieforschung und Literaturtheorie Kein Zugriff
- 2.1.2.3 Kontraktion und Detraktion: enger und weiter Parodiebegriff Kein Zugriff
- 2.1.2.4 Postmoderne, dekonstruktivistische, kulturanthropologische Thesen zur Parodie Kein Zugriff
- 2.2 Wie funktioniert Parodie? Kein Zugriff
- 3.1 Abstufungsmodell mit konstitutiven Elementen Kein Zugriff
- 3.2.1 Zeichen – Text – Performanz Kein Zugriff
- 3.2.2 Theatrale Parodie und ihre Referenten Kein Zugriff
- 3.2.3 Parodie zwischen Text und Theater Kein Zugriff
- 3.3 Metatheatralität Kein Zugriff
- 1 Aspekte der Theaterkultur Kein Zugriff
- 2.1 Klassik kontra Parodie Kein Zugriff
- 2.2 Das Wiener Volkstheater Kein Zugriff
- 3 Aufschwung der theatralen Parodie zu Beginn der Moderne Kein Zugriff
- 4.1 Kleinkunst, Kabarett, Brettl Kein Zugriff
- 4.2.1 Berufsschriftsteller, -kritiker und -humoristen Kein Zugriff
- 4.2.2 Bücher und Zeitschriften Kein Zugriff
- 4.2.3 »Kladderadatsch« und Konsorten: Witzblätter im Profil Kein Zugriff
- 1.1 Recherche und Fundorte Kein Zugriff
- 1.2 Ein- und Ausschließungen Kein Zugriff
- 1.3 Publikations- und Aufführungsmedien Kein Zugriff
- 1.4 Dokumentations- und Quellenlage Kein Zugriff
- 1.5 Strukturierung Kein Zugriff
- 2.1 Tendenz Kein Zugriff
- 2.2 Zeit Kein Zugriff
- 2.3 Referenz Kein Zugriff
- 2.4.1 Martin Böhm: »Es lebe das Leben« Kein Zugriff
- 2.4.2 Arthur Schnitzler: »Der tapfere Cassian« Kein Zugriff
- 2.4.3 Galli Matthias: »Roderich und Kunigunde« Kein Zugriff
- 2.4.4 Martin Böhm: »Die Quitzow’s« Kein Zugriff
- 2.4.5 Paul Scheerbart: »Der Schornsteinfeger« Kein Zugriff
- 2.5 Parodie als Verabschiedung des alten Theaters? Kein Zugriff
- 3.1 Tendenz Kein Zugriff
- 3.2 Zeit Kein Zugriff
- 3.3 Referenz Kein Zugriff
- 3.4.1 Fritz Mauthner (?): »Der höhere Zustand« Kein Zugriff
- 3.4.2 Julius Stinde: »Das Torfmoor« Kein Zugriff
- 3.4.3 Leopold Wulff: »Die Weber oder Die eigentlichen Moriturivon Rautendelein Hauptmann« Kein Zugriff
- 3.4.4 Hugo Busse: »Fuhrmann Henschel« (Rollfuhrmann Henschel) Kein Zugriff
- 3.4.5 Friedrich Kayßler: »Die Weber« Kein Zugriff
- 3.5 Parodie als Verabschiedung des Naturalismus? Kein Zugriff
- 3.6 Parodie und Retheatralisierung Kein Zugriff
- 4.1 Tendenz Kein Zugriff
- 4.2 Zeit Kein Zugriff
- 4.3 Referenz Kein Zugriff
- 4.4.1 Christian Morgenstern: »Die Krankenstube« Kein Zugriff
- 4.4.2 Max Reinhardt: »L’Interieur oder Das intime Theater« Kein Zugriff
- 4.4.3 Hanns von Gumppenberg: »Der Veterinärarzt« Kein Zugriff
- 4.4.4 Rudolf Presber: »Das Eichhorn« Kein Zugriff
- 4.4.5 Kory Towska: »Meschugge ist Trumpf!« Kein Zugriff
- 4.5 Parodie als Verabschiedung des Symbolismus? Kein Zugriff
- 5.1 Alfred Döblin: »Lydia und Mäxchen« Kein Zugriff
- 5.2 Oskar Kokoschka: »Sphinx und Strohmann« Kein Zugriff
- V Ausblick: Parodie und Theater im 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 315 - 321
- 1 Parodien: Korpus Kein Zugriff
- 2 Parodisten: Kurzbiographien Kein Zugriff
- 1.1 Parodien Kein Zugriff
- 1.2 Romane, Dramen, Werkausgaben Kein Zugriff
- 1.3 Autobiographien, Memoiren, Briefe Kein Zugriff
- 1.4 Essays, Kritiken, Reden, Programmschriften Kein Zugriff
- 1.5 Humoristische, satirische und parodistische Anthologien, Almanache und Sammlungen Kein Zugriff
- 1.6 Literarisch-kulturelle, humoristische, satirische Zeitschriften Kein Zugriff
- 2 Bio- und Bibliographien, Nachschlagewerke, Lexika, Wörterbücher, Almanache, Repertorien Kein Zugriff
- 3.1 Parodie und verwandte Phänomene, Intertextualität, Metatheatralität Kein Zugriff
- 3.2 Moderne und Avantgarde Kein Zugriff
- 3.3 Literatur, Kultur, Theater, Kabarett- und Publizistikgeschichte Kein Zugriff





