
Anti-Judaismus
Eine andere Geschichte des westlichen Denkens- Autor:innen:
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Anti-Judaismus gilt als eine irrationale Abweichung vom westlichen Denkweg hin zu Freiheit, Toleranz und Fortschritt. David Nirenberg zeigt demgegenüber in seinem aufsehenerregenden Buch anhand zahlreicher - oft erschreckender - Belege von der Antike bis heute, dass die Distanzierung vom Judentum zum Kern des westlichen Denkens und Weltbilds gehört. Die Alten Ägypter verachteten ihre jüdischen Nachbarn als Fremde, die das Land angeblich im Dienste der Perser, Griechen oder Römer unterwanderten. Für die frühen Christen und Muslime waren die Juden Feinde der von Jesus oder Mohammed verkündeten Wahrheit. Spanische Inquisitoren strebten ebenso wie protestantische Reformatoren danach, ein heimliches Judentum aufzudecken und zu zerstören, von dem sie die Christenheit bedroht sahen. Die Aufklärung räumte mit diesem Feindbild keineswegs auf. Voltaire bekämpfte in Gestalt der Juden den Aberglauben, Kant die selbstverschuldete Unmündigkeit und Marx das Privateigentum. Die Gegner mit Juden zu identifizieren hat auch ohne reale Juden funktioniert. Aber immer wieder waren Juden (und nicht nur sie) reale Opfer eines Anti-Judaismus, der die Geschichte des Westens wie ein roter Faden durchzieht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-406-67531-7
- ISBN-Online
- 978-3-406-67532-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 588
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Einleitung: Nachdenken über das Judentum oder Das Judentum im Denken Kein Zugriff Seiten 13 - 24
- 1. Die Alte Welt: Ägypten, Exodus, Imperium Kein Zugriff Seiten 25 - 58
- 2. Das frühe Christentum: Der Weg nach Emmaus, der Weg nach Damaskus Kein Zugriff Seiten 59 - 96
- 3. Die frühe Kirche: Weltdeutung mithilfe des Judentums Kein Zugriff Seiten 97 - 144
- 4. Juden als Feinde im Islam: «Jedem Propheten einen Feind» Kein Zugriff Seiten 145 - 190
- 5. Juden und Macht im Mittelalter: «Die Rache des Erlösers» Kein Zugriff Seiten 191 - 224
- 6. Die Vernichtung der spanischen Juden und die Geburt der Inquisition Kein Zugriff Seiten 225 - 252
- 7. Die Reformation und ihre Folgen: «Allem Volk gegeben, um darauf zu treten» Kein Zugriff Seiten 253 - 274
- 8. Jüdische Rollen in Shakespeares England: «Wer ist der Kaufmann hier, und wer der Jude?» Kein Zugriff Seiten 275 - 304
- 9. «Israel» am Ursprung der christlichen Politik, 1545–1677 Kein Zugriff Seiten 305 - 328
- 10. Revolten der Aufklärung gegen das Judentum, 1670–1789 Kein Zugriff Seiten 329 - 362
- 11. Die revolutionäre Vervollkommnung der Welt, 1789–? Kein Zugriff Seiten 363 - 388
- 12. Von Kant bis Heine: Philosophische Kämpfe mit dem Judentum Kein Zugriff Seiten 389 - 424
- 13. Die Moderne denkt mit dem Judentum Kein Zugriff Seiten 425 - 460
- Epilog: Ertrinkende Intellektuelle Kein Zugriff Seiten 461 - 472
- Dank Kein Zugriff Seiten 473 - 474
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 475 - 580
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 581 - 587
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 588 - 588
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 588 - 588




