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Monographie Kein Zugriff

Im Angesicht der Grausamkeit

Emotionale Effekte literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Eine Geschichte der Gewaltdarstellung in den Medien von Heinrich von Kleist bis hin zu Quentin Tarantinos »Inglourious Basterds«.

Kriegsdarstellungen handeln von Grausamkeit, von Tätern, Opfern und ihren Gefühlen: Trauer, Empörung, Wut oder Hass. Oft zielen sie darauf ab, bei ihren Rezipienten ähnliche Emotionen hervorzurufen. Damit können sie allerdings scheitern: Selbst Gewalt in »Anti«-Kriegsszenarien kann unfreiwillig euphorisierend wirken. Entscheidend ist, wie die Leidtragenden charakterisiert werden - als Freunde oder als Feinde.

Jan Süselbeck analysiert emotionale Effekte der Literatur seit Heinrich von Kleist und Lew N. Tolstoi sowie des »Anti«-Kriegsfilms von Lewis Milestones »All Quiet on the Western Front« bis hin zu Quentin Tarantinos »Inglourious Basterds«. Untersucht wird, wie sich die öffentlichen Erregungen über Gewaltinszenierungen vom 19. Jahrhundert bis zum Folterskandal von Abu Ghraib und dessen Rezeption im Internet gewandelt haben. Das Buch bietet eine emotionswissenschaftliche Geschichte des Kriegs in den Medien.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-8353-1271-5
ISBN-Online
978-3-8353-2500-5
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
520
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
    1. 1.1. Zum literatur- und kulturwissenschaftlichen Instrumentarium Kein Zugriff
    2. 1.2. Zum Textkorpus und zur Struktur der Studie Kein Zugriff
    1. 2.1. Zwischen Grauen und Euphorie: Von den Trauma-Erzählungen Ludwig Renns und Edlef Köppens zur aggressiven Drill-Rhetorik Ernst Jüngers Kein Zugriff
      1. 2.2.1. Das späte Werk Arnolt Bronnens im Fokus des Emotional Turn Kein Zugriff
      2. 2.2.2. Zur kulturwissenschaftlichen Aktualität des ›Phänomens Bronnen‹: Von der historischen Tradition des Partisanen- und Guerillakampfs zum Symptom des ›neuen Kriegs‹ Kein Zugriff
      3. 2.2.3. Todesliebe als Form nationaler Metaphysik – mit einem vergleichenden Blick auf Walter Flex’ Roman »Der Wanderer zwischen beiden Welten« (1916) Kein Zugriff
      4. 2.2.4. Angeblich jenseits jeder Benennbarkeit: Der deutsche Krieg als ›Gefühl‹ Kein Zugriff
      1. 2.3.1. Zur literarhistorischen Kontextualisierung des Romans Kein Zugriff
      2. 2.3.2. »Wildgänse rauschen durch die Nacht«: Zur erzählperspektivischen Modellierung eines Gruppen-Ichs bei Remarque und Walter Flex Kein Zugriff
      3. 2.3.3. Melodramatische Momente in Lewis Milestones Verfilmung von »Im Westen nichts Neues« (USA 1930) Kein Zugriff
      4. 2.3.4. Nachdenken verboten: Zur Verhinderung kriegskritischer Analysen im ›pazifistischen‹ Roman Kein Zugriff
      5. 2.3.5. »Im Westen nichts Neues« als Beispiel für die literarische ›Transportation‹ in eine unreflektierte Weltsicht Kein Zugriff
      6. 2.3.6. Emotions-Spuren (I): Anmerkungen zur früheren Rezeption von »Im Westen nichts Neues« Kein Zugriff
      7. 2.3.7. Offene Zugeständnisse Remarques an die Denkverbote reaktionärer Leser Kein Zugriff
      8. 2.3.8. Zwischenergebnis: Emotionswissenschaftliche Thesen zur Persuasions-Strategie in Remarques Roman Kein Zugriff
      1. 2.4.1. Emotions-Spuren (II): Das multiple Ich – Kein Zugriff
      2. 2.4.2. Wo die »Gemüts-Saite« anschlägt: Oberschlesien als hybrides Zwischenreich anarchischer Gewaltlust Kein Zugriff
      3. 2.4.3. Die »Geschichte einer Lyzeistin«: Nationsliebe und Frauenhass in »O. S.« Kein Zugriff
      4. 2.4.4. Exkurs: Spezifischer ›Orientalismus‹ – affektive kulturelle ›Rahmungen‹ des Krieges im Zeichen des deutschen ›Drangs nach Osten‹ Kein Zugriff
      5. 2.4.5. Die schöne und gefährliche Fremde: Bronnens Emotionalisierung der Kriegsdarstellung durch »gewaltige Sexualphantasien« Kein Zugriff
      6. 2.4.6. Vorschlag zu einer differenzierteren »O. S.«-Interpretation Kein Zugriff
      7. 2.4.7. Emotions-Spuren (III): Krieg als ›negativer Orgasmus‹? Einige abschließende Thesen anhand der »O. S.«-Rezeption seit 1929 Kein Zugriff
    1. 3.1. Die Gier nach Gewalt als anthropologisches ›Urphänomen‹? Kein Zugriff
      1. 3.2.1. »The horror. The horror.« Filmische Inszenierungen der Gewaltlust: Von Francis Ford Coppolas »Apocalypse Now« (1979 / 2001) bis zu Quentin Tarantinos »Inglourious Basterds« (2008) Kein Zugriff
      2. 3.2.2. Rückblick auf ein ästhetisches Vorbild aus dem 19. Jahrhundert: Zur emotionalen Sogwirkung ›vorfilmischen Schreibens‹ in Lew N. Tolstojs »Krieg und Frieden« (1869) Kein Zugriff
      3. .2.3. Flottierende Folterbilder: Darstellungen ›autotelischer Gewalt‹ im Film, in der Fotografie, im Internet und ihre Kritik in Elfriede Jelineks postdramatischen Theatertexten »Bambiland« und » Babe... Kein Zugriff
      4. 3.2.4. »Richtige Muckies hat der gekriegt«: Jelineks Postdramatik im Kontext des neueren Hollywood-Kriegskinos von »Troja« (USA / Malta / Großbritannien 2004) bis »Avatar« (USA 2009) Kein Zugriff
      1. 3.3.1. Amoklauf im Waschraum – Stanley Kubricks »Full Metal Jacket« (USA 1987) Kein Zugriff
      2. 3.3.2. »The Essence of Combat« – Ridley Scotts »Black Hawk Down« (USA 2001) Kein Zugriff
      3. 3.3.3. Der »Brain Bug« als ›Vagina Dentata‹: Paul Verhoevens »Starship Troopers« (USA 1997) Kein Zugriff
      4. 3.3.4. Sam Mendes’ ›Anti‹-Irakkriegsfilm »Jarhead« (USA / Deutschland 2005), interpretiert im Kontext der fotografischen ›Pathosformeln‹ von Abu Ghraib Kein Zugriff
      1. 3.4.1. Alle gegen alle. Zur emotionalen Aufladung der Volkskriegsidee als modernem Paradigma der ›Kampfeslust‹ Kein Zugriff
      2. 3.4.2. »Nicht frei von Häßlichem«: Die Schlacht von Waterloo (1815) in Victor Hugos »Les Misérables« (1862) Kein Zugriff
      3. 3.4.3. Sehr heiße Orte: Zwischen dem Grauen des Artillerie-Kriegs und der Raserei des Kampfes bei Lew N. Tolstoj, Carl von Clausewitz und Alfred Döblin Kein Zugriff
      4. 3.4.4. Die zerteilte Jungfrau als Unterpfand des Genozids: Heinrich von Kleists Drama »Die Herrmannsschlacht« als ›totale Mobilmachung‹ von Hass-Gefühlen Kein Zugriff
      1. 3.5.1. Der beglückende Kopfschuss: »Die Verlobung in St. Domingo« Kein Zugriff
        1. 3.5.2.1. Zur Problematisierung der Synekdoche Kein Zugriff
        2. 3.5.2.2. Eingefilzt, wie ein Insektenschwarm Kein Zugriff
        3. 3.5.2.3. Ist Empathie mit einem Schweizer möglich? Kein Zugriff
        4. 3.5.2.4. Der erlösende Machetenhieb Kein Zugriff
        5. 3.5.2.5. »Über einen anderen Genozid schreiben« Kein Zugriff
    1. 4.1. Grundsätzliche Voraussetzungen des Schreibens über Auschwitz Kein Zugriff
    2. 4.2. Vom ›Bilderverbot‹ zur Metonymie Kein Zugriff
      1. 4.3.1. Jonathan Littells Roman »Die Wohlgesinnten«: Tabubruch oder triviale Ästhetik? Kein Zugriff
      2. 4.3.2. Vom ›deutschen Opfertum‹ bei Anne Duden zur offenen Melodramatisierung von ›Täterschicksalen‹ bei Bernhard Schlink und Stephen Daldry Kein Zugriff
      3. 4.3.3. Vom ›Sieg der Drehbuchschreiber‹: Wie ›das Deutsche‹ in den Film kommt Kein Zugriff
      4. 4.3.4. Einfühlung in die Opferfiguren: Familienromane über das deutsche Kriegs- und Holocaust-Gedächtnis Kein Zugriff
      5. 4.3.5. Polyphoner Holocaust-Sarkasmus bei Elfriede Jelinek Kein Zugriff
      6. 4.3.6. »Sie kommen«: Verstörende und beklemmende Kinderstimmen bei Kevin Vennemann Kein Zugriff
    3. 4.4. Neue Kontroversen – Affekte der ›Pornografisierung‹ oder ›deutscher Kitsch‹ als neue Paradigmen der Shoah-Darstellung? Kein Zugriff
  2. 5. Nachwort: Ein Ausblick auf mögliche ›Transformationen‹ von Emotionstheorien in der Zukunft Kein Zugriff Seiten 468 - 486
    1. 6.1. Bibliografie Kein Zugriff
    2. 6.2. Filmografie Kein Zugriff
    3. 6.3. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff

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