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Gerechtigkeit in transkultureller Perspektive

Herausgeber:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Die Frage nach Gerechtigkeit stellt sich auf eine besondere und dringliche Weise in einer Phase der Postdiktatur. Der Drei Schwerpunkte bestimmen die Untersuchungen der Autorinnen und Autoren:

1. Übergangsgerechtigkeit und Wiedergutmachung: In diesem Themenschwerpunkt widmen sich die Beiträge der Postdiktaturphase im Übergang zu einer stabilen und ressentimentfreien Gerechtigkeitsordnung. Hier steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, welches die zur Herstellung einer nationalen Versöhnung angemessene Kombination von Strafe, Entschädigung und Amnestie ist. Vergleichend und aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen analysieren die Beitragenden die Gerechtigkeitsdebatte der Postdiktaturphasen in Deutschland, Marokko, Südafrika und Tunesien

2. Innerstaatliche Verteilungsgerechtigkeit: Die Frage nach der herzustellenden Gerechtigkeit hat einen retro- und einen prospektiven Aspekt. Unter welchen Bedingungen sind alte Eigentumsverhältnisse akzeptabel und wann ist eine Korrektur derselben erlaubt oder geboten? Mit der Wiedergewinnung demokratischer Kontrolle über staatliches Verteilungshandeln wird auch die Frage nach der gerechten Teilhabe aller Regionen an den Ressourcen des Landes virulent werden.

3. Zwischenstaatliche Gerechtigkeit: Bei der Behandlung der innerstaatlichen Gerechtigkeitsprobleme wird schnell deutlich, dass der nationale Gestaltungsspielraum der Gerechtigkeitsordnung durch das bestehende System supranationaler Regulierungen und Organisationen eng begrenzt ist. Aus den Hoffnungen einer enttäuschten arabischen Jugend auf gerechte Lebensverhältnisse werden deshalb auch Forderungen nach einer Neuordnung der globalen Institutionen entstehen. Diese Forderungen werden an die Länder, die jetzt die globale Ordnung dominieren, adressiert sein. Zur Herstellung eines Zustands wechselseitiger Akzeptanz ist auch hier die Gewinnung eines Maßstabs dafür, was man berechtigterweise voneinander fordern darf, unabdingbar.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2016
Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-958-32081-9
ISBN-Online
978-3-8452-7790-5
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
340
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 22
    Autor:innen:
    1. Zur Aktualität einer Idee der Gerechtigkeit: Philosophie und Politik bei Ibn Khaldūn Kein Zugriff Seiten 23 - 38
      Autor:innen:
    2. Erwiderung auf Fathi Triki Kein Zugriff Seiten 39 - 42
      Autor:innen:
    3. Nach dem Unrecht. Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Gerechtigkeit im Strafrecht und Grenzen des Rückwirkungsverbots Kein Zugriff Seiten 43 - 76
      Autor:innen:
    4. Erwiderung auf Hans Jörg Sandkühler Kein Zugriff Seiten 77 - 82
      Autor:innen:
    5. Epistemische Gerechtigkeit: Kritische Überlegungen im Anschluss an Miranda Fricker Kein Zugriff Seiten 83 - 96
      Autor:innen:
    6. Erwiderung auf Soumaya Mestiri Kein Zugriff Seiten 97 - 102
      Autor:innen:
    7. Gerechtigkeit im islamischen politischen Erbe. Eine aktuelle Auseinandersetzung Kein Zugriff Seiten 103 - 135
      Autor:innen:
    8. Erwiderung auf Nabil Faziou Kein Zugriff Seiten 136 - 142
      Autor:innen:
    1. Der Ubuntu-Diskurs in Südafrika und sein Beitrag zur Gerechtigkeitsdebatte Kein Zugriff Seiten 143 - 167
      Autor:innen:
    2. Erwiderung auf Anke Graneß Kein Zugriff Seiten 168 - 170
      Autor:innen:
    3. Kompromisse bei transitioneller Gerechtigkeit: ein Grund zum Pragmatismus Kein Zugriff Seiten 171 - 184
      Autor:innen:
    4. Erwiderung auf Véronique Zanetti Kein Zugriff Seiten 185 - 188
      Autor:innen:
    5. Keine Versöhnung ohne Wahrheit. Zur Interaktion zwischen Staat und Zivilgesellschaft im Versöhnungsprozess in Marokko Kein Zugriff Seiten 189 - 210
      Autor:innen:
    6. Erwiderung auf Mohamed El-Hachimi Kein Zugriff Seiten 211 - 214
      Autor:innen:
    7. Transitionelle Justiz in Tunesien: Theoretische Hindernisse und praktische Herausforderungen Kein Zugriff Seiten 215 - 227
      Autor:innen:
    8. Erwiderung auf Amin Ben Khaled Kein Zugriff Seiten 228 - 232
      Autor:innen:
    9. Verzeihen, Sühne und transitionelle Gerechtigkeit. Jenseits des juridischen Modells? Kein Zugriff Seiten 233 - 243
      Autor:innen:
    10. Erwiderung auf Salah Mosbah Kein Zugriff Seiten 244 - 246
      Autor:innen:
    1. Internationale Gerechtigkeit und ethischer Pluralismus: Ein pragmatischer Vorschlag Kein Zugriff Seiten 247 - 261
      Autor:innen:
    2. Erwiderung auf Henning Hahn Kein Zugriff Seiten 262 - 266
      Autor:innen:
    3. Armut, Würde und zwei Ebenen der Verteilungsgerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 267 - 283
      Autor:innen:
    4. Erwiderung auf Christian Neuhäuser Kein Zugriff Seiten 284 - 286
      Autor:innen:
    5. Über den Zusammenhang von nationaler und globaler Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 287 - 304
      Autor:innen:
    6. Erwiderung auf Valentin Beck Kein Zugriff Seiten 305 - 310
      Autor:innen:
    7. Das internationale Recht und das Problem der Anerkennung. Ideen für eine weniger ungerechte Welt Kein Zugriff Seiten 311 - 326
      Autor:innen:
    8. Erwiderung auf Mongi Serbaji Kein Zugriff Seiten 327 - 332
      Autor:innen:
  3. Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 333 - 340

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