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Gouvernementalität der Freundschaft

Lokale Praktiken, Technologien und Emotionalitäten im kommunalpolitischen Dialog mit Muslimen
Autor:innen:
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Der »Dialog mit Muslimen« entwickelte sich seit den 2000er Jahren zu einem bedeutenden integrationspolitischen Format, in welchem die Beziehungen zwischen Politik, Gesellschaft und muslimischer Bevölkerung verhandelt werden. Jan Winkler widmet sich dialogorientierten Ansätzen auf der lokalen und kommunalen Ebene und analysiert die konkrete Praxis des »Dialogisierens«. Auf intensiver ethnographischer Forschung basierend weist er nach, wie der »Dialog mit Muslimen« als Machttechnologie operiert, die sich in Praktiken der Involvierung, des »gegenseitigen Kennenlernens« und der Pflege lokaler Vertrauensbeziehungen ausdrückt. Gleichzeitig liefert er einen Beitrag zur Vermittlung gouvernementalitätstheoretischer Ansätze mit kultur- und sozialwissenschaftlichen Debatten um Emotionen und Affekte.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-8376-5047-1
ISBN-Online
978-3-8394-5047-5
Verlag
transcript, Bielefeld
Reihe
Sozial- und Kulturgeographie
Band
33
Sprache
Deutsch
Seiten
520
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. FrontmatterSeiten 1 - 4 Download Kapitel (PDF)
  2. InhaltSeiten 5 - 10 Download Kapitel (PDF)
  3. Vorwort und Danksagung Kein Zugriff Seiten 11 - 12
  4. 1. Lokale Konfigurierungen von »Islam« und »Muslimen« und das Auftauchen des »Dialogs« Kein Zugriff Seiten 13 - 24
  5. 2.1 Michel Foucaults Instrumentarium für eine Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse: diskurs- und machtanalytische Perspektiven Kein Zugriff Seiten 25 - 30
  6. 2.2 Das Regieren Kein Zugriff Seiten 30 - 42
  7. 2.3 Machtanalytik im Anschluss an Foucault: methodologische und analytische Perspektivierungen der governmentality studies Kein Zugriff Seiten 43 - 53
  8. 2.4 Die topologische Perspektive: der (geographische) Blick auf lokale Praxis und die Anwendungsfelder der Macht Kein Zugriff Seiten 53 - 68
  9. 2.5 Zusammenfassung und Reformulierung der Fragestellungen Kein Zugriff Seiten 69 - 72
  10. 3.1 »Islam« und »Muslime« als Objekte kulturalisierender Integrationspolitiken Kein Zugriff Seiten 73 - 82
  11. 3.2 Kultur, Community und Dialog Kein Zugriff Seiten 82 - 85
  12. 3.3 Genealogie einer Regierungsweise: über das Auftauchen des »interkulturellen Dialogs« und des »Dialogs mit Muslimen« Kein Zugriff Seiten 86 - 95
  13. 3.4 Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) als bedeutende Kristallisationsform des Dialogs Kein Zugriff Seiten 95 - 117
  14. 3.5 Der »Dialog mit Muslimen« als ein weites Feld des Regierens Kein Zugriff Seiten 117 - 134
  15. 4.1 Produktion von Regierungswissen in integrationspolitischen Papieren und der anwendungsbezogenen Dialogforschung: ein erster methodischer Forschungsschritt Kein Zugriff Seiten 135 - 137
  16. 4.2 Allgemeine Zielsetzungen eines lokalen »Dialogs mit Muslimen« Kein Zugriff Seiten 137 - 138
  17. 4.3 Koordinaten lokaler Dialoge Kein Zugriff Seiten 138 - 144
  18. 4.4 Die Qualität der Interaktion: die Ausbildung von Techniken zwischenmenschlicher Beziehungen und die Systematisierung von Kommunikationsabläufen und -orten Kein Zugriff Seiten 145 - 150
  19. 4.5 Der sensible und verständnisvolle Dialog »christlicher« Akteure Kein Zugriff Seiten 150 - 151
  20. 4.6 Kritik am Dialog Kein Zugriff Seiten 151 - 154
  21. 5.1 Grundperspektive: zur Analyse des Regierens als diskursive Praxis Kein Zugriff Seiten 155 - 160
  22. 5.2 Methodologische Re-Reflexionen des Gegenstands »Dialog«, der Forschungsfragen und der Potenziale einer Perspektive auf lokale Praxis Kein Zugriff Seiten 161 - 168
  23. 5.3 Methodisches Vorgehen Kein Zugriff Seiten 168 - 198
  24. 5.4 Methodologische Verwunderung: Potenziale und analytische Probleme einer Ethnographie des Regierens Kein Zugriff Seiten 199 - 202
  25. 6.1 Institutionalisierungen des kommunalpolitischen »Dialogs« in Erlangen Kein Zugriff Seiten 203 - 207
  26. 6.2 Die Entstehungskontexte der Dialoginstitutionen in Erlangen Kein Zugriff Seiten 207 - 219
  27. 6.3 Die (interreligiösen) Dialogkreise innerhalb der Integrationspolitik und -verwaltung Kein Zugriff Seiten 219 - 223
  28. 6.4 Die Etablierung von Religionsunterricht, Identitätspolitik und die Institutionalisierung eines lokalen »Islam«: die Geschichte des Dialogs in Erlangen Kein Zugriff Seiten 223 - 234
  29. 6.5 Die Unterwerfung unter das Integrations- und Sicherheitsparadigma und die Widerstände gegen diese Mechanismen Kein Zugriff Seiten 234 - 241
  30. 6.6 Integration als religiöse Pflicht und die Konstitution von »Muslimen« als »Sicherheitsberater/-innen«: Internalisierung von Erwartungen im Führungs- und Selbstführungsfeld »Dialog« Kein Zugriff Seiten 241 - 243
  31. 6.7 Der Fokus auf religiöse Identitäten und die Aufwertung des interreligiösen Dialogs im integrationspolitischen Feld in Erlangen: Sedimentierungen und Widerstände Kein Zugriff Seiten 244 - 255
  32. 6.8 Reflexionen zur technologischen Form des Dialogs: erfahrbar gemachtes »Vertrauen« als lokale historische Praxis und als Hintergrundfolie gegenwärtiger Regierungsprozesse Kein Zugriff Seiten 255 - 260
  33. 7.1 Vorabanalyse I: die religiös-säkulare Doppelstruktur des Erlanger Dialogs, die Überkreuzung verschiedener Rationalitäten und die hybriden Subjekte des Dialogs Kein Zugriff Seiten 261 - 266
  34. 7.2 Vorabanalyse II: Kernprogrammatiken in der gegenwärtigen Arbeit der Dialogforen Kein Zugriff Seiten 266 - 271
  35. 7.3 Ethnographische Analysen der Techniken, Praktiken und Interaktionsmuster in den Dialogarbeitskreisen am Beispiel der Bearbeitung »muslimischen« sozialpolitischen Engagements Kein Zugriff Seiten 271 - 294
  36. 7.4 »… dann müssen sie halt Glaubenssprache sprechen«: Kulturalisierung von Integration Kein Zugriff Seiten 294 - 299
  37. 7.5 Dialog als »Öffentlichkeitstraining« zwischen Unterstützung und Normalisierung und die Momente »muslimischen« Widerstands gegen die Politisierungspraktiken im Dialog Kein Zugriff Seiten 299 - 308
  38. 7.6 Zwischenkontextualisierung: die untersuchten Dialogarbeitskreise als ein »überlokales Phänomen« – Ergebnisse aus der Literatur und eigenen empirischen Studien Kein Zugriff Seiten 309 - 319
  39. 7.7 »Ein besonderer Dank geht an die Erlanger Muslime, die uns ihr Leben geöffnet haben« – museale Repräsentationen des lokalen »Islam« und die spannungsvolle Performativität ihrer Vermittlung Kein Zugriff Seiten 319 - 338
  40. 8.1 Dialog als lokales Wahrscheinlichmachen »kunterbunter Konstellationen« und die Methode der Kartierung lokaler Machtbeziehungen (Macht-Mapping) Kein Zugriff Seiten 339 - 345
  41. 8.2 Mikroräume dialogischen Regierens und das beiläufige Regieren »muslimischer« Differenz: abendliche Philosophierkreise und sicherheitspolitische Abfragen beim Schuhebinden Kein Zugriff Seiten 346 - 349
  42. 8.3 Dialogexpert/-innen als »Schaltstellen«, die Dialoggruppen als informelle Netzwerke und die Etablierung eines tiefgehenden Zugangs zum »Islam« Kein Zugriff Seiten 349 - 354
  43. 8.4 »Echte Freundschaften«, die Fühlbarmachung von Gemeinschaft und die Frage nach der Emotionalität des Dialogs: neue theoretische und methodologische Blickwinkel Kein Zugriff Seiten 354 - 358
  44. 9.1 Emotion und Affekt als Perspektivierungen gesellschaftlicher Prozesse Kein Zugriff Seiten 359 - 366
  45. 9.2 Emotionalität als Praxis: Praktiken der Emotionalisierung als Analysegegenstand Kein Zugriff Seiten 366 - 368
  46. 9.3 Rationalitäten, Technologien und Emotionalitäten des Regierens Kein Zugriff Seiten 368 - 382
  47. 9.4 Fühlende und praktizierende Körper als Analysegegenstände – methodologische und methodische Reflexionen sowie neue Perspektiven auf die Machttechnologien des Dialogs Kein Zugriff Seiten 382 - 388
  48. 10.1 Über die Kunst eines lokalen Regierens überlokaler Spannungen: Praktiken des Miteinanders und das Experimentieren mit Orten Kein Zugriff Seiten 389 - 398
  49. 10.2 Die therapeutische Dimension der Dialogtechnologie Kein Zugriff Seiten 398 - 408
  50. 10.3 Kritik unter Freunden: die Subjektposition des Freundes, die körperlich-emotionalen Performanzen ihrer Hervorbringung und das Lokale als Resonanzraum des Dialogs Kein Zugriff Seiten 408 - 428
  51. 10.4 Erfrischende Ermächtigung: Emotionalitäten der (Selbst-)Führung, pädagogische Technologien und das selbstbewusste Auftreten der »muslimischen« Gemeinden am Beispiel der Aushandlungen um das »muslimische« Bildungswerk Kein Zugriff Seiten 429 - 454
  52. 10.5 Die »Territorien der Erfahrung«, die Expert/-innen des Dialogs und das Lokale als emotionalisiertes Feld politischer Wahrheiten: Machtanalytik und lokale Perspektive Kein Zugriff Seiten 454 - 464
  53. 11. Emotion, Moral, Macht und Raum Kein Zugriff Seiten 465 - 480
  54. 12. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 481 - 482
  55. 13. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 483 - 484
  56. 14. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 485 - 520

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