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An der Schwelle zur Moderne

Der Krieg von 1870/71
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Ohne den Krieg von 1870/71 gäbe es keinen deutschen Nationalstaat. Dabei zeigte er bereits, welche Schrecken im 20. Jahrhundert folgen sollten. Auch wenn überall Denkmäler von ihm künden, ist der deutsch-französische Krieg von 1870/71 heute weitestgehend vergessen. Dabei war er der erste Krieg »an der Schwelle zur Moderne«. Auf der einen Seite zeigte er noch Merkmale der Kabinettskriege der »alten Zeit«, z.B. bei der Uniformierung oder dem militärischen Ethos. Auf der anderen Seite wurden in ihm schon die wesentlichen Merkmale des Industriezeitalters wirksam. Große Mengen industriell gefertigter Waffen trafen auf die schutzlosen Körper der Männer in den Massenheeren der modernen Wehrpflicht. Die Eisenbahn verkleinerte Distanzen, beschleunigte den Krieg und weitete zugleich die potentiellen Räume, in die er eindringen konnte. Die Telegrafie ermöglichte tagesaktuelle Berichterstattung und politische Manipulation. Doch interessant ist nicht nur die technische Seite unter der Frage, ob 1870/71 ein Ereignis an der Schwelle zur Modernität war. Auch der Charakter des Krieges selbst veränderte sich. Partisanenerschießungen, die Schaffung einer national aufgeladenen Heimatfront, Hasspropaganda und kolonialer Rassismus unterschieden ihn von den Kriegen der Vormoderne. In vielen Punkten verwies dieser »kleine« Krieg auf die vielfach gesteigerten Kriegsschrecken des 20. Jahrhunderts.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-8353-5723-5
ISBN-Online
978-3-8353-8771-3
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Historische Bildung und Public History
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
236
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. Gestalt und Gestaltwandel der Feindschaft im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 /71 Kein Zugriff Seiten 11 - 35 Frank Becker
    2. Von Menschen und Kanonen. Die Bedeutung der Montanindustrie des Ruhrgebiets im Deutsch‑Französischen Krieg von 1870 /71 Kein Zugriff Seiten 36 - 53 Pia Patrizia Weber
    3. Die Eroberung Roms am 20. September 1870. Wendepunkt in den deutsch-italienischen Beziehungen Kein Zugriff Seiten 54 - 64 Patrick Ostermann
    4. Der Krieg von 1870 /71 an der deutschen ›Heimatfront‹. Das Beispiel der rheinischen Garnison Wesel Kein Zugriff Seiten 65 - 87 Tobias Arand
    5. «Rien ne fera tomber les armes de nos mains». Effets et mémoires des bombardements urbains durant la guerre de 1870–1871 Kein Zugriff Seiten 88 - 108 Christophe Pommier
    1. 70 /71 – Ein Krieg als Erinnerungsmarke. Umblicke zur Zäsurierung historischer Zeiten Kein Zugriff Seiten 111 - 132 Wolfgang Hasberg
    2. ›Verdammt lang her‹. Jugendbegegnungen im Kontext des historischen Erinnerns mit Blick auf den Deutsch-Französischen Krieg 1870 /71 Kein Zugriff Seiten 133 - 151 Michele Barricelli
    3. Krieg goes digital. Der Krieg von 1870 /71 als digitales Ereignis Kein Zugriff Seiten 152 - 166 Cathérine Pfauth
    4. Glory & Defeat. Der Deutsch-Französische Krieg auf YouTube Kein Zugriff Seiten 167 - 171 Florian Wittig
    5. Realität, Inszenierung, Erinnerungsmentalität. Systematik und Charakterisierung der Bild- und Textquellen zum Deutsch-Französischen Krieg 1870 /71 (ein Entwurf) Kein Zugriff Seiten 172 - 190 Simon Matzerath
    6. »Siegreich nach Frankreich hinein«. Kartendarstellungen zum Krieg von 1870 /71 in Geschichtsschulbüchern der deutschen Mittelschule von 1919 bis 1945 Kein Zugriff Seiten 191 - 209 Carolin Hestler
    7. Cuirassiers, turcos et chasseurs à pied: comment transfigurer la défaite et fabriquer des héros? Kein Zugriff Seiten 210 - 215 Philippe Tomasetti
    8. Zwischen allen Stühlen und Fronten. Fakt und Fiktion im historischen Roman. Ein Werkstattbericht Kein Zugriff Seiten 216 - 229 Maria W. Peter
  2. Ein Leben für die Erinnerung – Hubert Walther (1953–2022) Kein Zugriff Seiten 230 - 231
  3. Kurzviten der Autoren und Autorinnen Kein Zugriff Seiten 232 - 236

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