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Amnestielobbyismus für NS-Verbrecher

Der Heidelberger Juristenkreis und die alliierte Justiz 1949-1955
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Über eine politisch höchst heterogene Lobbyvereinigung, die sich mit Erfolg für die Strafbefreiung verurteilter deutscher NS-Täter eingesetzt hat Vor dem 1945 von den Alliierten ins Leben gerufenen Internationalen Militärtribunal in Nürnberg musste sich erstmals in der Geschichte eine Staatsführung für einen von ihr begonnenen Krieg und von ihr begangene Verbrechen verantworten. Bis 1949 wurden von westalliierten Gerichten circa 5.000 Kriegs- und NS-Verbrecher verurteilt. Die Verfahren trafen in der deutschen Bevölkerung, insbesondere bei den Eliten, auf Ablehnung. Einer der einflussreichsten, jedoch gänzlich im Verborgenen wirkenden Kritiker der alliierten Justiz war der Heidelberger Juristenkreis. Die von 1949 bis 1955 aktive Lobbygruppe unter der Leitung des Heidelberger Professors und CDU-Politikers Eduard Wahl umfasste bis zu 60 führende Juristen aus Wissenschaft, Anwaltschaft, Politik, Kirchen, Justiz und Ministerialbürokratie. Politisch und biografisch gab es große Gräben zwischen den Mitgliedern, fanden sich doch gleichermaßen Opfer und Gegner des Nationalsozialismus, ebenso »Mitläufer« wie überzeugte Rechtsradikale in die Vereinigung ein. Philipp Glahé vollzieht nach, wie und warum der Kreis trotz aller inneren Widersprüche maßgeblich an der Begnadigung nahezu sämtlicher in alliierter Haft befindlicher deutscher NS-Täter bis 1958 mitwirkte.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-8353-5602-3
ISBN-Online
978-3-8353-8594-8
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
418
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
      1. Der Heidelberger Juristenkreis Kein Zugriff
      2. Fragestellung und Methode Kein Zugriff
      3. Forschungsstand Kein Zugriff
      4. Quellenlage Kein Zugriff
      5. Aufbau des Buches Kein Zugriff
        1. Moskau, London, Nürnberg. Grundlagen der alliierten Strafverfolgung Kein Zugriff
        2. Die Nachfolgeprozesse Kein Zugriff
        3. Die alliierte Kritik an den Verfahren Kein Zugriff
        1. Die Politik Kein Zugriff
        2. Die Kirchen Kein Zugriff
        3. Private Lobbygruppen Kein Zugriff
    1. II Der Heidelberger Juristenkreis Kein Zugriff
      1. II.1 Die Fortführung der Verteidigung mit anderen Mitteln. Die Gründung des Kreises Kein Zugriff
      2. II.2 Die Clearingstelle. Mitglieder, Aufbau und Finanzierung des Kreises Kein Zugriff
      3. II.3 Der Thinktank. Das »Heidelberger Dokumentarchiv« und die wissenschaftliche Hinterfragung der alliierten Justiz Kein Zugriff
    1. III Die »Weimarer Generation« Kein Zugriff
        1. Sozialer Hintergrund und Studium Kein Zugriff
        2. Im Daseinskampf. Der Erste Weltkrieg Kein Zugriff
        3. Perpetuierte Staatskrise. Die Weimarer Republik Kein Zugriff
        1. Die erste Entlassungswelle. Kaufmann und Radbruch Kein Zugriff
        2. Die zweite Entlassungswelle. Jellinek, Kraus, Geiler und Martens Kein Zugriff
        3. Die Unversehrten. Fröschmann, Hodenberg, Kern, Koch und Schmidt Kein Zugriff
        1. Der Positivismus auf der Anklagebank. Die Suche nach einem neuen Konsens Kein Zugriff
        2. Die Ablehnung der Entnazifizierung als Kollektivschuldthese Kein Zugriff
        3. Rechtsfortschritt und Rechtsbruch. Die Wahrnehmung der alliierten Justiz Kein Zugriff
      1. III.4 Zwischenfazit Kein Zugriff
    2. IV Die »jungen Radikalen« Kein Zugriff
        1. Hintergrund und Sozialisation Kein Zugriff
        2. Mitläufer? Bruno Heusinger, Eduard Wahl und Karl Engisch Kein Zugriff
        3. Die Überzeugten. Otto Kranzbühler, Hellmut Becker, Marta Unger, Hans Gawlik, Rudolf Aschenauer Kein Zugriff
        1. Die Elitären: Hellmut Becker, Otto Kranzbühler, Rolf W. Müller, Marta Unger / Woermann und Eduard Wahl Kein Zugriff
        2. Die Radikalen. Rudolf Aschenauer und Hans Gawlik Kein Zugriff
        3. Anwälte des Volkes? Die Kirchenjuristen Heribert Knott, Hansjürg Ranke und Rudolf Weeber Kein Zugriff
      1. IV.3 Zwischenfazit Kein Zugriff
        1. Rötliche Linien. Rechte Positionen und Abgrenzung nach rechts Kein Zugriff
        2. Keine Glaubensbekenntnisse? Historische und juristische Wertungen des Kreises Kein Zugriff
        3. Lösungsansätze. Zwischen Revision, Amnestie und Gnade Kein Zugriff
        1. Historische Weichzeichnung. Die »wirklich Schuldigen« Kein Zugriff
        2. Grüße von Ernst. Umgang mit Tätern aus der Funktionselite Kein Zugriff
        3. Vergangenheitspolitischer Lackmustest. Die »letzten Landsberger« Kein Zugriff
    1. VI »Dem stets geheimen Kampfe für unser Recht« Kein Zugriff
        1. »Krankheitserscheinungen unserer öffentlichen Meinungsbildung«. Der Kreis und die Presse Kein Zugriff
        2. Das Chamäleon. Selbstdarstellung in der politischen Öffentlichkeit Kein Zugriff
        1. Höhere Weihen. Die kirchlichen Netzwerke Kein Zugriff
        2. Das Geheimprojekt. Die Denkschrift der EKD Kein Zugriff
        1. »Gedeihliches Zusammenwirken«. Verbindungen in Bundes- und Landespolitik Kein Zugriff
        2. Behördliche Strafverhinderung. Die Zentrale Rechtsschutzstelle Kein Zugriff
        1. Das US-Netzwerk Kein Zugriff
        2. Die Nürnberger Fälle und das Clemency Board Kein Zugriff
        3. Die Dachauer Fälle und das Heidelberger Modification Board Kein Zugriff
        4. Die Hinrichtung der »letzten Landsberger« Kein Zugriff
        1. Das Ende des britischen Kriegsverbrecher-Programms Kein Zugriff
        2. Begrenzte Einflussmöglichkeiten. Der Kreis und die britischen Besatzungsbehörden Kein Zugriff
        3. Der »Hankey Circle« Kein Zugriff
        1. Mit zweierlei Maß? Frankreich und der Umgang mit deutschen Kriegsverbrechern Kein Zugriff
        2. Das Frankreich-Netzwerk Kein Zugriff
        3. Die französischen Prozesse Kein Zugriff
        1. Abstumpfungserscheinungen. Der Kreis in der Krise 1951 Kein Zugriff
        2. Späte Genugtuung. Beratungsgremium des Bundeskanzlers Kein Zugriff
        3. Abwicklung mit Hindernissen. Von den interimistischen Gnadenausschüssen zum Gemischten Ausschuss Kein Zugriff
    2. VIII Epilog Kein Zugriff
    3. Eine »Reihe von Vorkommnissen«. Der Kreis nach dem Kreis Kein Zugriff
      1. IX.1 Der Kreis als Akteur Kein Zugriff
      2. IX.2 Der Kreis als »Verhandlungsort« Kein Zugriff
    4. X Kurzbiographien wichtiger Mitglieder des Juristenkreises Kein Zugriff
    5. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
        1. Öffentliche Archive Kein Zugriff
        2. Nicht-öffentliche Archive Kein Zugriff
      1. Publizierte Quellen Kein Zugriff
      2. Publizierte Literatur und Quellen der Mitglieder des Heidelberger Juristenkreises Kein Zugriff
    6. Literaturverzeichnis Kein Zugriff
    7. Personenverzeichnis Kein Zugriff
    8. Dank Kein Zugriff

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