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Leib – Körper – Politik

Untersuchungen zur Leiblichkeit des Politischen
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Politik handelt wesentlich von Körpern: Sie regiert und hierarchisiert Körper, sie unterscheidet jene Körper, die öffentlich sprechen dürfen, von solchen, die nicht vernehmbar sind. Der vorliegende Band geht der Frage nach, inwieweit es produktiv ist, in der aktuellen Renaissance des „Körper“-Begriffs in verschiedenen Sozial- und Geisteswissenschaften (d. h. dem bisweilen so genannten „corporeal“ oder „body turn“), die phänomenologische Unterscheidung zwischen „Leib“ und „Körper“ bzw. die „korporale Differenz“ terminologisch und systematisch einzusetzen.

Ziel ist dabei nicht der Nachweis einer Überlegenheit phänomenologischer Theoriebildung, der diese Differenzierung entstammt, als vielmehr, mögliche Reduktionismen zu unterlaufen, zu denen ein allzu schlichter, aufs Physiologische begrenzter Körperbegriff verführen kann sowie theoretische Differenzen sichtbar zu machen, die ein solcher Körperbegriff eher verdeckt als herausarbeitet. Diese grundsätzliche methodische Frage wird im vorliegenden Sammelband auf verschiedenen thematischen Feldern bearbeitet: Im Hinblick auf Naturphilosophie und Anthropologie, in den politischen Regimen von Rassismus und Nationalsozialismus, in systematischer Auseinandersetzung mit dem Begriff der Öffentlichkeit, politischen Affekten und Rhythmen sowie mit Anleihen aus Gendertheorie, Literaturwissenschaft und Bioethik.

Damit wird Band 2 der Reihe „Kulturen der Leiblichkeit“ vorgelegt, die Arbeiten aus dem gleichnamigen DFG-Netzwerk publiziert. Vorausgegangen ist ein Band zur Frage der Leiblichkeit der Sprache („Leib und Sprache. Zur Reflexivität verkörperter Ausdrucksformen“, hrsg. von E. Alloa und M. Fischer, Velbrück 2014).


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2015
Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-958-32057-4
ISBN-Online
978-3-8452-7744-8
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
272
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 18
    1. Fremde Leiblichkeit Kein Zugriff Seiten 19 - 42
      Autor:innen:
    2. Foucault und die Realitätsbedingungen leiblicher Erfahrung Kein Zugriff Seiten 43 - 60
      Autor:innen:
    3. Politik der Leiblichkeit. Von Maurice Merleau-Ponty zu Iris Marion Young und Judith Butler Kein Zugriff Seiten 61 - 82
      Autor:innen:
    4. Organtransplantation als Konstruktion der Differenz von Leib und Körper Kein Zugriff Seiten 83 - 100
      Autor:innen:
    1. Welchen Körper hat der Staat? Zur Kritik der politischen Anthropologie Kein Zugriff Seiten 101 - 118
      Autor:innen:
    2. Der syphilitische Leib des Souveräns: Politik und Leiblichkeit nach Büchner Kein Zugriff Seiten 119 - 140
      Autor:innen:
    1. Im Zwischenbereich von Leib und Körper: Versuch einer phänomenologischen Re-Konstruktion des öffentlichen Raumes Kein Zugriff Seiten 141 - 158
      Autor:innen:
    2. »Zeitweise unterbrochene Einsamkeit«: Roland Barthes’ Utopie einer Idiorrhythmie Kein Zugriff Seiten 159 - 176
      Autor:innen:
    3. Europa und Leiblichkeit, eine Levinas’sche Perspektive Kein Zugriff Seiten 177 - 192
      Autor:innen:
    4. Politik der Verletzlichkeit Kein Zugriff Seiten 193 - 214
      Autor:innen:
    1. Der rassifizierte Körper: Clauß, Sartre, Fanon Kein Zugriff Seiten 215 - 232
      Autor:innen:
    2. Psychotische Leiblichkeit und Faschismus. Psychoanalytische und phänomenologische Annäherungen Kein Zugriff Seiten 233 - 248
      Autor:innen:
    3. Politische Gefühle Kein Zugriff Seiten 249 - 266
      Autor:innen:
  3. Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 267 - 272

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