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Marx und Kant

Die normativen Grundlagen des Kapitals
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Marx scheint sich im Kapital in einem Selbstwiderspruch zu bewegen: Einerseits charakterisiert er das Kapitalverhältnis in einer Weise, die moralische Empörung und Kritik ausdrückt, andererseits vertritt er seinem Selbstverständnis nach eine materialistische Wissenschaft, für die Moral und ihre Begründung durch die philosophische, normative Ethik nur noch als Gegenstand von Ideologiekritik taugen. Die seit Ende des 19. Jahrhunderts währende Debatte über die vermeintlichen oder wirklichen normativen Grundlagen der Kapitaltheorie hat zu keiner in der Sache überzeugenden Antwort geführt, sondern nur zu einer Vielzahl von einander widerstreitenden Positionen. Bei aller Divergenz ist dem Gros der Positionen gemeinsam, dass sie zwischen dem ›marxschen Denken‹ und der Theorie, in die dieses Denken mündete, nicht unterscheiden. Dem widerspricht diese Arbeit. Zwischen dem Denken des Theoretikers und seiner Theorie ist in dem Moment zu unterscheiden, in dem die Theorie nicht mehr nur Gegenstand eines motivgeschichtlichen, ideengeschichtlichen oder methodologischen Interesses ist, sondern die Wahrheitsfrage an sie gestellt wird. Frank Kuhne zeigt, dass die Kapitaltheorie der Sache nach von einem emphatischen Begriff praktischer Subjektivität abhängig ist, wie er zuerst von Kant eingeführt wurde. ›Der Sache nach‹ heißt: Dieser Begriff ist für die Kapitaltheorie konstitutiv. Dagegen wird nicht behauptet, Marx sei im Grunde seines Herzens ein Kantianer gewesen. Das war er ganz sicher nicht.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-95832-306-3
ISBN-Online
978-3-7489-3761-6
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
600
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
    1. Das Thema in der Diskussion Kein Zugriff
    2. Zu dieser Arbeit Kein Zugriff
    1. Die Wirklichkeit der Freiheit als Vermögen der Autonomie . Kein Zugriff
    2. Der Sinn der Moral Kein Zugriff
      1. Kritik der reinen Vernunft Kein Zugriff
      2. Kritik der praktischen Vernunft Kein Zugriff
      3. Kritik der Urteilskraft Kein Zugriff
    1. Der Begriff des Willens als Wille des Begriffs Kein Zugriff
      1. Vernunft und Geschichte Kein Zugriff
      2. Normatives und Deskriptives Kein Zugriff
      3. ›Sache der Logik und Logik der Sache‹ Kein Zugriff
      1. Die evolutionistische Deutung der Arbeit Kein Zugriff
      2. Produktivkraftentwicklung als Befreiung von Naturzwängen Kein Zugriff
          1. ›Gattungswesen‹ als normativer Begriff Kein Zugriff
          2. Entfremdungskritik und wahrhaft menschliches Leben Kein Zugriff
          3. Sozialismus als Ziel der Geschichte Kein Zugriff
          1. Philosophie ist Ideologie Kein Zugriff
          2. Kommunismus als Ziel des Proletariats Kein Zugriff
        1. Manuskripte und Deutsche Ideologie: Kontinuität oder Bruch? Kein Zugriff
        2. Zwei Varianten eines Zurück zur Philosophie Kein Zugriff
      1. Normative Implikationen der Kapitaltheorie Kein Zugriff
        1. Reproduktionsschemata Kein Zugriff
        2. Durchschnittsprofitrate Kein Zugriff
      2. Grundrente Kein Zugriff
      3. Fortschritte und Rückschritte im Begriff der Ökonomie Kein Zugriff
      1. Ideologiekritik der Ökonomie Kein Zugriff
      2. Ideologiekritik des Rechts Kein Zugriff
      3. Ideologiekritik der Menschenrechte Kein Zugriff
      4. Grenzen der Ideologiekritik Kein Zugriff
      1. Freiheit als Bestimmung des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses Kein Zugriff
      2. Zum Übergang von Moralphilosophie in kritische Gesellschaftstheorie Kein Zugriff
        1. ›Weltwissen‹ als Voraussetzung moralischen Urteilens Kein Zugriff
        2. Eine historisch bedingte Unzulänglichkeit der kantischen Moralphilosophie? Kein Zugriff
        3. Der Gegenstand moralischer Empörung Kein Zugriff
      1. Marx und der ›rationelle Kern‹ der hegelschen Dialektik Kein Zugriff
      2. Die dargestellte Struktur des Kapitals ist idealistisch Kein Zugriff
        1. Die Rekursivität der Darstellung Kein Zugriff
        2. Die ästhetische Dimension der Darstellung Kein Zugriff
      1. Kapitaltheorie und materialistische Geschichtsauffassung Kein Zugriff
      2. Geschichte und ›Vorgeschichte‹ Kein Zugriff
        1. Die politische Übergangsperiode der Diktatur des Proletariats Kein Zugriff
        2. Der politikfreie Verein freier Menschen Kein Zugriff
      1. Der von Marx affirmierte und negierte vermeintliche Grund der Kapitalkritik Kein Zugriff
      2. Der Grund der Kapitalkritik Kein Zugriff
  2. Nachbemerkung und Dank Kein Zugriff Seiten 549 - 549
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 550 - 590
  4. Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 591 - 600

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