Lesemodi schriftlicher Äußerlichkeit
Konzepte und ästhetische Wirksamkeit in Texten von Ludwig Tieck, Jean Paul, Elias Canetti und Walter Benjamin- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft, Band 8
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Lesen ist eine heterogene ästhetische Praktik. Ausgehend von dieser Beobachtung stellt die vorliegende Studie »Der Runenberg«, »Leben Fibels«, »Die Blendung«, »Einbahnstraße« und »Berliner Kindheit um Neunzehnhundert« als Beiträge zu einer literarischen Poetik des Lesens vor. Sie widmet sich anhand von Texten, die selbst kaum visuell gestaltet sind, der Rolle der Äußerlichkeit von Schrift im Leseprozess. Mit einem besonderen Interesse an abseitigen und randständigen Formen der Lektüre fragt sie: Welche Qualitäten von Schrift, welche Dispositionen von Leser:innen formen Lesehandlungen? Wie stehen verschiedene Arten und Weisen der Lektüre zueinander, und welche Folgen hat das für die Wahrnehmung der Welt durch lesende Figuren? Die Untersuchung erarbeitet ein Instrumentarium, sich diesen Fragen zu nähern, und wendet es in Textanalysen an. In ihrem Zentrum steht der Begriff des Lesemodus. Dieser schlägt vor, Lesen als dynamische und volatile Handlung zu begreifen. Darüber hinaus hilft der Begriff, Grenzziehungen und Dichotomien, die Theorien des Lesens etablieren, kritisch zu reflektieren.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8498-1955-2
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1956-9
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Reihe
- Studien zur vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft
- Band
- 8
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 358
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
- Theorien des Lesens Kein Zugriff
- Ein offener Begriff des Lesens Kein Zugriff
- Lesemodi und Wahrnehmungsmodi Kein Zugriff
- Eigenschaften von Schriften Kein Zugriff
- Verfahren der Lektüre und Lesbarmachung Kein Zugriff
- Darstellungen des Leseprozesses Kein Zugriff
- Reflexive Potenziale Kein Zugriff
- Literarische Lesemodi Kein Zugriff
- 1.1. Begriffe des Lesens und die Parallelität von Blick- undBedeutungsordnungen Kein Zugriff
- 1.2.1. Begriffe der ästhetischen Praktik im Kontext der Lektüre Kein Zugriff
- 1.3.1.1. Lesen als Teilhabe an der idealen Sphäre der Schrift (GADAMER) Kein Zugriff
- 1.3.1.2. Präsenz der Rede und regelgeleiteter Zugang zu Sinn (GADAMER). Schrift zwischen Idealität und Entfremdung in »Wahrheit und Methode« Kein Zugriff
- 1.3.1.3. Aktive Bedeutungsgenerierung und ästhetische Wirkung imaginativer Lektüre (ISER) Kein Zugriff
- 1.3.1.4. Die Bildlichkeit der Imagination im Lesevorgang (ISER). Lesen als Praktik des Bilderschauens Kein Zugriff
- 1.3.1.5. Die Rolle der Perzeption in synthetischen und analytischen Lesevorgängen (ISER) Kein Zugriff
- 1.3.1.6. Der ästhetische Status des Wahrnehmungsobjekts imaginativer Lektüre (ISER, SEEL) Kein Zugriff
- 1.3.1.7. Sinnliche Unüberschaubarkeit und Unterdeterminiertheit. Versuche der Annäherung an den Objektstatus von Literatur (ISER, SEEL) Kein Zugriff
- 1.3.1.8. Arten des Erfassens des Wahrnehmungsobjekts imaginativer Lektüre Kein Zugriff
- 1.3.2.1. Entwürfe einer Pluralität der Lektüre Kein Zugriff
- 1.3.2.2. Hingebungsvolles Lesen wider die Einheitlichkeit des Textes (BARTHES) Kein Zugriff
- 1.3.2.3. Produktive Lesehandlungen an schreibbaren Texten (BARTHES) Kein Zugriff
- 1.3.2.4. Der Entwurf von Leser:innen zwischen den Zeichen und in der Lektüre (BARTHES) Kein Zugriff
- 1.3.2.5. Ästhetische Eigenschaften schreibbarer Texte (BARTHES) Kein Zugriff
- 1.3.2.6. Unlesbarkeit als Status von Texten und Figur der Erkenntnis (DE MAN) Kein Zugriff
- 1.3.2.7. Linguistisches Lesen und die Äußerlichkeit autonomer Zeichen (DE MAN) Kein Zugriff
- 1.3.2.8. Blickende und lesende Wahrnehmungen von Signifikanten (BARTHES, DE MAN) Kein Zugriff
- 1.3.2.9. Die Unlesbarkeit von Medientechnik als Herausforderung an die Schriftlektüre (KITTLER) Kein Zugriff
- 1.3.2.10. Die (Un)Lesbarkeit des Speichermediums Schrift (KITTLER) Kein Zugriff
- 1.3.2.11. Lesen in historischen Aufschreibesystemen (KITTLER) Kein Zugriff
- 2.1. Lesemodus: Ein Begriff für die Pluralität von Lesepraktiken Kein Zugriff
- 2.2.1. »Der Runenberg« von Ludwig Tieck Kein Zugriff
- 2.2.2. »Leben Fibels« von Jean Paul Kein Zugriff
- 2.2.3. »Die Blendung« von Elias Canetti Kein Zugriff
- 2.2.4. »Einbahnstraße« und »Berliner Kindheit um Neunzehnhundert« von Walter Benjamin Kein Zugriff
- 2.3.1. Abseitige Handlungen der Lektüre Kein Zugriff
- 2.3.2. Lesemodi zwischen Fiktion und realer Leseerfahrung Kein Zugriff
- 2.3.3. Lesemodi als Wahrnehmungsmodi Kein Zugriff
- 2.3.4. Stilmittel der Akzentuierung verschiedener Lesemodi Kein Zugriff
- 3.1.1. Lesbarkeit Kein Zugriff
- 3.1.2. Schriftbegriff und Sichtbarkeit von Schrift Kein Zugriff
- 3.1.3. Materialität Kein Zugriff
- 3.2.1. Autoreferentielle und transformatorische Prozesse im Umgang mit Schrift Kein Zugriff
- 3.2.2. Grenzfälle inter- und intramedialer Transkriptionen Kein Zugriff
- 3.2.3. Mediale Verkörperungspraktiken im Transkriptionsprozess Kein Zugriff
- 3.3.1. Zeichenvorkommnisse in Abstraktionsklassen Kein Zugriff
- 3.3.2. Operative Potenziale alphabetischer Schrift Kein Zugriff
- 3.3.3. Schriftbildlichkeit und notationale Ikonizität Kein Zugriff
- 3.3.4. Lesen zwischen repräsentationalen und operationalen Verfahren Kein Zugriff
- 3.3.5. Exkurs: Kritik der notationalen Ikonizität Kein Zugriff
- 3.4.1. Differentielle und piktorale Perspektiven auf Text Kein Zugriff
- 3.4.2. Untrennbarkeit visueller und kognitiver Perspektiven auf Text Kein Zugriff
- 3.4.3. Sichtbare Qualitäten literarischer Schriftverwendung Kein Zugriff
- 3.5.1. Perzeptorische Resistenz im Leseprozess Kein Zugriff
- 3.5.2. Der Lesemodus der wilden Semiose Kein Zugriff
- 4.1.1. Die Lesbarkeit von Literatur und Landschaft in der Rahmenerzählung von »Phantasus« Kein Zugriff
- 4.1.2. Wechselwirkung der »Phantasus«- und der »Der-Runenberg«-Erzählung Kein Zugriff
- 4.1.3. Christians Umgang mit Büchern und anderen Leseobjekten in »Der Runenberg« Kein Zugriff
- 4.1.4. Christians Disposition zur abseitigen Lektüre und Wahrnehmung Kein Zugriff
- 4.2.1. Der Runenberg als ambivalenter Leseraum Kein Zugriff
- 4.2.2. Kopräsenz von Leseobjekt und Imagination im Runenberg Kein Zugriff
- 4.2.4. Wahrnehmungsprägung durch sich überlagernde Lesemodi im Runenberg Kein Zugriff
- 4.2.5. Potenziale einer unvollständigen Semiose im Runenberg Kein Zugriff
- 4.2.6. Ein neuer Wahrnehmungsmodus in der Ebene Kein Zugriff
- 4.2.7. Erste Reminiszenzen an den Lesemodus des Runenbergs in der Ebene Kein Zugriff
- 4.2.8. Degenerierende Wahrnehmungsfähigkeiten in Erinnerung an eine Ideallektüre Kein Zugriff
- 4.3.1. Perzeptive als narrative Unzuverlässigkeit Kein Zugriff
- 4.3.2. Annäherungen an einen materialen Lesemodus Kein Zugriff
- 5.1.1. Fibels kindliche Prägung zum Autor willkürlicher Alphabete Kein Zugriff
- 5.1.2. Fibels initialer, bedeutungsindifferenter Umgang mit Schriftzeichen Kein Zugriff
- 5.1.3. Die kombinatorische Lektürepraktik des Makulatur- undKalenderlesens Kein Zugriff
- 5.1.4. Konsequenzen von Fibels Alphabetisierung Kein Zugriff
- 5.1.5. Genuss der Lesbarkeit ohne Signifikation Kein Zugriff
- 5.1.6. Fibels enttäuschende wissenschaftliche Lektüre Kein Zugriff
- 5.1.7. Die Fibel als Lehrbuch der kombinatorischen Lektüre Kein Zugriff
- 5.1.8. Die Fibel als Index einer Wissensordnung Kein Zugriff
- 5.2.1. Auflesen als editorische Praktik Kein Zugriff
- 5.2.2. Kombinatorisches Lesen als Möglichkeitsbedingungender Biographie Kein Zugriff
- 5.2.3. Überlagerungen von Erzählstimmen und Lesemodi Kein Zugriff
- 5.3.1. Grenzen zwischen intra- und extradiegetischer Lesemodi Kein Zugriff
- 5.3.2. Überlagerungen notationaler und sinnerfassender Lesemodi Kein Zugriff
- 5.3.3. Die Lesemodi der Fibel als literarische Lesemodi Kein Zugriff
- 5.3.4. Involvierung realer Leser:innen in die Lesemodi von »Leben Fibels« Kein Zugriff
- 5.3.5. Rahmungen und Grenzen von Schrifträumen Kein Zugriff
- 6.1.1. Kiens erlesenes Bewusstsein Kein Zugriff
- 6.1.2. Lesen als vereinheitlichendes Muster für Erfahrung Kein Zugriff
- 6.1.3. Kien als „schöpferischer Forscher“ Kein Zugriff
- 6.1.4. Kiens Arbeit an logographischen und alphabetischen Schriftbildern Kein Zugriff
- 6.1.5. Praktiken der Lesbarmachung und der Blindheit Kein Zugriff
- 6.1.6. Kiens Gesten der Transkription Kein Zugriff
- 6.1.7. Thereses Intervention und performierte Lesepraxis Kein Zugriff
- 6.2.1. Annoncen überfliegen und Zahlen ergänzen. Thereses Lesemodus Kein Zugriff
- 6.2.2. Schachzeitungen lesen und vernichten. Fischerles Lesemodus I Kein Zugriff
- 6.2.3. Fischerle als Vermittler von Erfahrungen Kein Zugriff
- 6.2.4. Retouchiere Photos. Fischerles Lesemodus II Kein Zugriff
- 6.2.5. Ins Bilderbuch schauen. „System Benedikt Pfaff “ I Kein Zugriff
- 6.2.6. Kunst des Übersehens. „System Benedikt Pfaff “ II Kein Zugriff
- 6.2.7. Georg Kiens Idealisierung „wahrer Charaktere“ Kein Zugriff
- 6.3.1. Zersetzung des Charakters I: Mitleid Kein Zugriff
- 6.3.2. Zersetzung des Charakters II: Perzeptionspraktiken Kein Zugriff
- 6.3.3. Zersetzung des Charakters III. Performatives Romanende Kein Zugriff
- 7.1.1. Überwältigende Lesemodi und neue Lesbarkeiten im urbanen Raum Kein Zugriff
- 7.1.2. Neue Lesbarkeiten abseits des Buches Kein Zugriff
- 7.1.3. Lesen als Übergangsphänomen in Raum und Zeit Kein Zugriff
- 7.1.4. Erfahrungen und Erinnerungen des Umfangenseins von Schrift Kein Zugriff
- 7.1.5. Grenzen der Darstellbarkeit vergangener Lesemodi Kein Zugriff
- 7.2.1. Lesen als Kipp-Phänomen zwischen Rätselhaftigkeit und Alltäglichkeit Kein Zugriff
- 7.2.2. Lesemodi als Stifter von Ähnlichkeitsbeziehungen Kein Zugriff
- 7.2.3. Der Erfahrungsmodus des Ähnlichwerdens Kein Zugriff
- 7.2.4. Ähnlichkeit als Modus des Weltverhältnisses Kein Zugriff
- 7.3.1. Performierte Grenzüberschreitungen zwischen semiotischen und mimetischen Lesemodi Kein Zugriff
- 7.3.2. Dynamisierung der Lektüre und Involvierung von Leser:innen Kein Zugriff
- 7.3.3. Anordnung der Prosastücke nach dem Prinzip des Übergangs Kein Zugriff
- 7.3.4. Erfahrungen der Fremdheit in der Lektüre Kein Zugriff
- 7.3.5. Schneegestöber und notationale Ikonizität Kein Zugriff
- 7.3.6. Schneegestöber als Metapher der unsinnlichen Ähnlichkeit Kein Zugriff
- 8.1.1. Kein erweiterter, ein aufgefächerter Begriff der Lektüre Kein Zugriff
- 8.1.2. Jenseits der Grenzen sowie zwischen Normen und Abweichungen der Lektüre Kein Zugriff
- 8.1.3. Abseitige Lesemodi in Abgrenzung zu institutionalisierten Konventionen der Lektüre Kein Zugriff
- 8.1.4. Abseitige Lesemodi als Prägung regressiver und wahnhafter Wahrnehmung Kein Zugriff
- 8.1.5. Literarische Modi der Lektüre Kein Zugriff
- 8.2.1. Zwischen ordnungsstiftenden und ordnungsauflösenden Lektüren Kein Zugriff
- 8.2.2. Zwischen schriftbildlichen und linearen Lektüren Kein Zugriff
- 8.2.3. Zwischen strukturalen und materialen Lektüren Kein Zugriff
- 8.2.4. Notwendige Offenheit einer Typologie der Lesemodi Kein Zugriff
- 8.3. Theorien und Praktiken des Lesens Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 346 - 356
- Dank Kein Zugriff Seiten 357 - 358





