
Zum Ende der Komödie
Eine Theoriegeschichte des Happyends- Autor:innen:
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Die Philosophie der Komödie: von Aristoteles bis Roberto Benigni.
Trotz ihrer 2.000 Jahre alten Tradition liegt bisher noch keine Theoriegeschichte der Komödie vor. Stephan Kraft konzentriert sich in seiner Studie auf ein zentrales Element, das in der Theoriegeschichte der Komödie omnipräsent ist: das Happyend. Mal ist es als Voraussetzung der Lachwirkung nur Mittel zum Zweck, mal dient es als religiös oder geschichtsphilosophisch überhöhtes Ziel, und mal stellt es einen höchst irritierenden und gerade deshalb produktiven Störfaktor dar. Der konsequente Blick auf die Theoriegeschichte des Happyends lässt eine bislang unentdeckte Philosophie der Komödie aufscheinen, die sich mit der seit vielen Jahren diskutierten Philosophie der Tragödie vergleichen lässt. Kraft gibt einen fundierten Überblick über die antiken, die mittelalterlichen und die frühneuzeitlichen Debatten. Auf der Basis intensiver Textstudien etwa von Lessing, Lenz, Herder und Schiller, sowie den Brüdern Schlegel, Schelling und Hegel, Hauptmann, Sternheim und Hofmannsthal, Hacks, Dürrenmatt und schließlich der Diskussion um Roberto Benignis Film »Das Leben ist schön« entwirft Kraft seine Theoriegeschichte des Happyends.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8353-0945-6
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2191-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 456
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1. Einführung: Eine erste Annäherung an das Ende Kein Zugriff Seiten 11 - 28
- 2.1 Das Finale in der antiken Komödienpoetik: Aristoteles, der »Tractatus Coislinianus«, Cicero, Quintilian, Horaz Kein Zugriff
- 2.2 Das Finale in der spätantiken und mittelalterlichen Komödienpoetik: Diomedes, Aelius Donatus, Evanthius, Dante Alighieri Kein Zugriff
- 2.3 Exkurs zur Methode: Die Komödie – eine Gattung im Spannungsfeld zwischen Extrempositionen Kein Zugriff
- 2.4 Das Finale in der Komödienpoetik der Renaissance: Francesco Robortello, Giovanni Giorgio Trissino, Antonio Riccoboni, Julius Caesar Scaliger Kein Zugriff
- 2.5 Das Finale in Komödienpoetiken des 17. und frühen 18. Jahrhunderts: Jakob Masen, Sigmund von Birken, Pierre Corneille, John Dryden, Nicolas Boileau, Johann Christoph Gottsched Kein Zugriff
- 3.1 Happyend, Untergang oder ein Drittes? Diderots »Fils naturel« Kein Zugriff
- 3.2 Zurück zu den Quellen: Lessings Rezension der »Brüder« von Karl Franz Romanus, erster Teil Kein Zugriff
- 3.3 »Die Intrigue ist längst zu Ende, …«: Lessings Rezension der »Brüder« von Karl Franz Romanus, zweiter Teil Kein Zugriff
- 3.4 »… aber das fortwährende Spiel der Charaktere läßt es uns kaum bemerken«: »Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück« Kein Zugriff
- 4.1 »Das ist eine Komödie! ächzen die alten Frauen«: J. M. R. Lenz’ »Anmerkungen übers Theater« Kein Zugriff
- 4.2 Vom Ende der Komödie als von ihrem Verschwinden als Gattung: J. M. R. Lenz’ »Rezension des Neuen Menoza« Kein Zugriff
- 4.3 Vom Verschwinden des komischen Konflikts in der Selbstaufhebung: Zur Komödie in Johann Gottfried Herders »Adrastea« Kein Zugriff
- 4.4 Vom Verschwinden der Komödie im ästhetischen Zustand: Friedrich Schiller Kein Zugriff
- 5.1 Das Vorläufige der Komödie: Zum traditionellen Aristophanesbild Kein Zugriff
- 5.2 Über einen Neueinsatz im späten 18. Jahrhundert: Johann Georg Sulzer Kein Zugriff
- 5.3 Eine ästhetische Rettung: Friedrich Schlegels Aufsatz zur aristophanischen Komödie Kein Zugriff
- 5.4 Ein Versuch, größere Linien zu ziehen: August Wilhelm Schlegels »Vorlesungen über dramatische Kunst und Literatur« Kein Zugriff
- 5.5 Wieder einmal das Ende der Gattung: Friedrich Schlegels weitere Überlegungen zur Komödie Kein Zugriff
- 5.6 Einsprüche: Christian Gottfried Körner und Karl Wilhelm Ferdinand Solger Kein Zugriff
- 6.1 Notwendigkeit und Freiheit, Subjekt und Objekt: Die Komödie in Friedrich Schellings »Philosophie der Kunst« Kein Zugriff
- 6.2 G. W. F. Hegels frühe Konzeption der Komödie: Der Naturrechtsaufsatz Kein Zugriff
- 6.3 Die aristophanische Komödie als Ende und Vollendung der Kunstreligion: G. W. F. Hegels »Phänomenologie des Geistes« Kein Zugriff
- 6.4 Hegungen des Endes: G. W. F. Hegels »Vorlesungen über die Ästhetik« Kein Zugriff
- 6.5 Ein vergessenes Zwischenspiel: G. W. F. Hegel und die Komödie seiner Zeit Kein Zugriff
- 6.6 Das Ende der Komödie und das Ende der Geschichte: Karl Marx Kein Zugriff
- 7.1 Das Angebot der Komödie, ihr Ende zugleich kein Ende sein zu lassen: Gerhart Hauptmanns »Biberpelz« Kein Zugriff
- 7.2 Das Angebot der Komödie, die Dinge am Ende ganz anders gewesen sein zu lassen: Carl Sternheims »Bürger Schippel« Kein Zugriff
- 7.3 Das Angebot der Komödie, den Menschen am Ende mit dem Bedingten zu versöhnen: Hugo von Hofmannsthal, »Der Schwierige« und »Die Ironie der Dinge« Kein Zugriff
- 8.1 Von der kämpferischen Satire zum posttragischen Elysium: Peter Hacks und die sozialistische Komödientheorie Kein Zugriff
- 8.2 Von der Komödie als der Gattung der »schlimmst-möglichen Wendung«: Friedrich Dürrenmatt und die Unmöglichkeit der tragischen Tröstung Kein Zugriff
- 8.3 Von einem notwendigen Happyend, das dennoch keines sein darf: Die Komödie als Kippfigur bei Roberto Benigni Kein Zugriff
- 9. … und nach dem Happyend? – Ein Schlusswort Kein Zugriff Seiten 427 - 430
- Siglen und Literatur Kein Zugriff Seiten 431 - 456




